VN2003-3

Die "Schaffhauser Nachrichten" - Sprachrohr der Agro- und Politmafia

Am 4. September 2002 veröffentlichten die Schaffhauser Nachrichten einen verlogenen Bericht von Redaktor Schreiber unter dem Titel "Die Tierhalter haben nichts zu verbergen". Schreiberling Schreiber wagte zwar nicht direkt zu behaupten, die Aufnahmen des VgT seien gefälscht, aber er suggerierte dies mit einer einseitigen, manipulierten Darstellung, wie alles schön und in Ordnung sei bei Haas und die Kritik des VgT haltlos. Die Zeitung "Schweizer Bauer" fasste Schreibers Bericht dahingehend zusammen, ein Reporter der Schaffhauser Nachrichten habe die "Probe aufs Exempel" gemacht, "aber von den vom VgT im Internet behaupteten Missständen sei nicht die geringste Spur zu entdecken gewesen". Einseitig und tendenziös wurden in den Schaffhauser Nachrichten die fadenscheinigen Ausreden des Betriebsleiters Jakob Haas als Tatsachen hingestellt. Auch in den folgenden Monaten, bis heute, betreiben die Schaffhauser Nachrichten eine systematische Desinformation der Leser, teils durch Unterdrückung von Informationen, teils durch Verleumdungen des VgT. So wurde ein verlogener Leserbrief von Peter Schmid, Löhningen, veröffentlicht, der die Pouletmästerei Schwaninger als "Musterbetrieb" lobte. Aufgrund einer Einladung Schwaningers, den Betrieb zu besichtigen, wisse er nun, dass das ein ökologischer, tierfreundlicher Betrieb sei und man nicht alles glauben könne, was der VgT schreibe. Schmid hat den Betrieb besucht, als gerade junge Küken eingestallt worden waren. Da sieht alles noch sauber und freundlich aus. Schon nach ein paar Wochen sieht es dann anders aus. Siehe die Abbildungen rechts. Und was der Laie nicht bemerkt: Die qualgezüchteten Masthühner haben - ganz generell, nicht nur bei Schwaninger - schmerzhafte Skelettschäden, Beinschwächen und Herz- und Kreislaufbeschwerden. Sie können kaum mehr gehen, laufen nur eine kurze Strecke und legen sich dann sofort wieder auf den Bauch. Und absolut nicht tiergerecht ist es allein schon, rund 9'000 mutterlose Küken zusammen einzusperren. Nicht einmal das hat Schmid gemerkt, der von Tieren offensichtlich keine Ahnung hat, sich aber von der Einladung Schwaningers geehrt und gebauchpinselt fühlte, wie er selber schrieb.

Frifag-Pouletmästerei von Reinhard Schwaninger in Löhningen mit Alibis-Auslauf, indem nicht einmal alle Tiere Platz haben. Weil es im Stallinnern zu eng ist, quellen die Tiere in den "Auslauf" - ein blosse Stallerweiterung. Und diese Tierfabrik mit qualgezüchteten Hühnern erhält "ökologische" Direktzahlungen. Was an dieser industriellen Tiermast ökologisch sein soll, bleibt das Geheimniss der Agro-Mafia.

Die Richtigstellungen des VgT zu diesem irreführenden, unsachgemässen Leserbrief von Peter Schmid unterdrückten die Schaffhauser Nachrichten und brachten statt dessen einen weiteren verlogenen Leserbrief zu Gunsten der gewerbsmässigen Tierquäler. Unter dem Titel "Dreiste Behauptungen widerlegt" schrieb Ursula Thüler aus Löhningen, sie habe den Betrieb Eier Haas besucht und einen "sauberen Stall" und eine "Hühnerschar, die durchaus gesund und munter wirkte, vorgefunden. Wie "gesund und munter" diese 10 000 Hennen umfassende "Hühnerschar" aussieht, haben wir schon damals mit eindrücklichen Bildern gezeigt (VN2003-1). Was die Leser der Schaffhauser Nachrichten (SN) nicht erfuhren, ist, dass diese verlogene Leserbriefschreiberin die Mutter von SN-Redaktor Daniel Thüler ist!

Auch die Entgegnung des VgT auf diesen Leserbrief unterdrückten die Schaffhauser Nachrichten, ebenso die Tatsache, dass Eier-Haas aufgrund der Anzeige des VgT gebüsst wurde. Auch der Leserbrief von zwei Schaffhauser VgT-Mitgliedern, welche die Hühnerfabrik Eier-Haas nach dem Leserbrief von Ursula Thüler besuchten und den Bericht in den VgT-Nachrichten als zutreffend fanden, wurde unterdrückt.

Die Frau von Norbert Neininger, Chefredaktor der Schaffhauser Nachrichten, ist jüdischer Abstammung. Das mag - neben der traditionellen Verfilzung mit der Agro-Lobby - die Tierschutz- und VgT-Feindlichkeit dieses Blattes erklären. Gemäss Handelsregister mischelt Neininger auch bei Radio Munot und dem Schaffhauser Regionalfernsehen kräftig mit. Der Schaffhauser Politfilz ist ein kleiner Klüngel, der die Fäden zieht. Dies erklärt wohl auch, warum das Schaffhauser Regionalfernshen kein Wort über die vom VgT seit Jahren aufgedeckten Tierschutzmissstände gebracht hat und Radio Munot nach zwei anfänglichen Sendungen diesbezüglich nun auch völlig verstummt ist. In vorauseilendem Gehorsam passen sich die Schaffhauser Radio- und Fernsehmacher dem vorherrschenden politischen Wind an. Windfahnen. Max Rapold, der Herausgeber der Schaffhauser Nachrichten, welcher diese Machenschaften seiner Redaktion nun schon seit Jahren duldet, hat im Handelsregister heuchlerisch folgendes über seine Zeitung eintragen lassen: "eine von Sonderinteressen unabhängige Tageszeitung mit freiheitlicher Grundhaltung, sozialer Verantwortung..." Wie verträgt es sich mit sozialer Verantwortung, Herr Rapold, wenn Ihr Blatt die Leser derart hinters Licht führt und gewerbsmässige Tierquälerei deckt?


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