28. Oktober 1999

Solange Blocher noch nicht Bundesrat ist, kopiert die Schweiz jeden Schwachsinn der EU:

Ohrmarken

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Vor ein paar Wochen rief mich ein Ostschweizer Bio-Bauer mit Mutterkuhhaltung an und beklagte sich �ber die neue, von der EU �bernommenen Ohr-Marken-Vorschriften: Jedem Kalb m�ssen jetzt auch in der Schweiz riesige Plastik-Ohrmarken gesetzt werden, und zwar in jedes Ohr, eine als Reserve, weil sie oft ausgerissen werden und verloren gehen - kein Wunder bei solchen Riesendingern. Die jungen Tiere sehen mit diesen farbigen Plastikscheiben aus wie f�r die Fasnacht zugerichtet. Ist das mit der neuerdings in unserer Bundesverfassung verankerten W�rde der Tiere vereinbar? Diese Frage zu stellen, ist ebenso m�ssig, wie sich auf unsere Bla-Bla-Verfassung zu berufen, die nicht das Papier wert ist, wenn Verfassungs-Recht mit den Interessen des herrschenden Regimes kollidiert.

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Ich habe lange dar�ber nachgedacht, was ich diesem Bio-Bauern sagen solle. Recht hat er, das war mir sofort klar, aber was tun? Gegen Ohrmarken Sturm laufen, wenn es nicht einmal m�glich ist, endlich die verbreiteten absolut katastrophalen, tierqu�lerischen und gesetzwidrigen Zust�nde in den Schweine- und H�hnerfabriken zu stoppen, 20 Jahre nach �berw�ltigender Gutheissung des eidgen�ssischen Tierschutzgesetzes durch den "Souver�n". "Souver�n" bedeutet: "die staatlichen Hoheitsrechte unumschr�nkt aus�bend". Das ist l�ngst schulische Staatskunde-Nostalgie. Wenn der Souver�n Blochers SVP w�hlt, dann kriegt das Volk nicht nur aus Israel Kritik zu h�ren, als w�rden in der Schweiz demn�chst die Nazis ans Ruder kommen. Nein, auch von der eigenen Obrigkeit gibt es Schelte. Und wenn der Souver�n den Anschluss ans neue europ�ische Grossreich Deutscher Nation heute genauso ablehnt wie vor 60 Jahren, dann verordnet der Bundesrat eine Zwangs-Umerziehung mit jahrelanger Gehirnw�sche durch die regimeh�rigen Medien, und der heutige Holocaust an minderwertigen Gesch�pfen bleibt - um das Grossreich nicht zu ver�rgern - genau so tabu, wie vor 60 Jahren. Wieder wird es Aufgabe k�nftiger Generationen sein, "Geschichtsaufarbeitung" zu betreiben, dazu Historikerkommissionen einzusetzen und sich f�r das Verhalten der fr�heren (heutigen) Landesregierung zu entschuldigen, welche - obwohl formell ausserhalb des Grossreiches - doch brav mitmischelt, unsere Strasseninfrastruktur f�r Todestransporter der EU zur Verf�gung stellt und auch brav den Judenstempel..., pardon: die Ohrmarken �bernimmt.

Zugegeben, Judenstempel und Ohrmarken parallel zu setzen, ist �bertrieben, man mag es geschmacklos nennen. Den heutigen Umgang mit den Nutztieren, der heutige Holocaust an den Nutztieren finde ich jedoch noch viel "geschmackloser". Die vom Grossreich �bernommen Ohrmarken sind - wie der Judenstempel - nicht die Spitze der H�llenqualen und der Unmenschlichkeit, sondern nur Symbol f�r die Denkweise, f�r die eiskalte Unmenschlichkeit, mit welcher mit vermeintlich minderwertigen Gesch�pfen umgegangen wird - b�rokratisch organisiert und staatliche gef�rdert.

Nun haben sich deutsche Tiersch�tzer der Ohrmarken angenommen und mir damit etwas aus der Verlegenheit mit diesem Thema geholfen. Lesen sie diese spr�hende Real-Satire �ber die EU-Ohrmarken: http://home.t-online.de/home/Helmut.Meixner/achtung.htm

Und noch etwas, was ich wieder einmal sagen wollte: Werden Sie Mensch, menschlich! Essen Sie vegetarisch - Ihrer Gesundheit und den Tieren zuliebe!

M�gen alle Wesen gl�cklich sein!

Erwin Kessler, Pr�sident VgT Schweiz


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