17. Juli 2001

Nach Rinderwahnsinn befällt Katzenwahnsinn die Schweiz
BSE-verwandte Krankheit erstmals auch in der Schweiz bei einer Katze nachgewiesen

Weltweit ist der Katzenwahnsinn nichts Neues. Neu ist nur, wie pressetext.ch heute meldete, dass ein erster Fall auch in der Schweiz aufgetreten ist. Erstmals wurde in der Schweiz bei einer Katze die Feline Spongiforme Enzephalopathie (FSE) festgestellt. Die FSE gehört wie die BSE zu den übertragbaren schwammartigen Gehirnerkrankungen. Auch bei FSE geht man davon aus, dass die Ansteckung auf infektiöses Futter zurückzuführen ist. Die 1995 geborene Katze wurde wegen starker zentralnervöser
Störungen eingeschläfert. Im Schweizerischen Referenzzentrum für Spongiforme Enzephalopathien der Tiere am Institut für Tierneurologie der Universität Bern http://www.vetmed.unibe.ch , wurde schliesslich
die Diagnose gestellt. FSE war 1990 erstmals bei einer Katze in Grossbritannien aufgetreten. Seither sind in diesem Land etwa 90 Fälle bei Hauskatzen nachgewiesen worden. Neben Grossbritannien gab es bisher noch je einen Fall in Norwegen und in Liechtenstein. Vorgekommen sind zudem Fälle von FSE bei Grosskatzen in Zoos, die mit rohen Schlachtabfällen gefüttert worden waren. Der Erreger der FSE ist nach bisherigen Erkenntnissen mit demjenigen der BSE sehr nahe verwandt. Die mittlere Inkubationszeit liegt bei fünf Jahren, was in etwa derjenigen von BSE beim Rind entspricht.

Der VgT empfiehlt allen Katzenbesitzern vegetarisches Katzenfutter - der sicherste Weg, das Wahnsinn-Risiko zu vermeiden.

Erwin Kessler, Präsident VgT


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