Ungestopfte Gänse- und Entenleber: Seit Jahren eine üble Konsumententäuschung

VN 09-1   April 2009, Chronologie der Recherche ergänzt am 14. Mai 2012

"Ungestopfte" Gänse- und Entenleber:
Seit Jahren eine üble Konsumententäuschung

Das Stopfen (Zwangsfüttern) von Enten und Gänsen ist sehr grausam und bei den Konsumenten in Verruf. Darum werden angeblich „ungestopfte” Fettleber (foie gras angeboten. Ein Schwindel, der von Kassensturz, Saldo und KTipp und anderen Medien verheimlicht wird.

Das „Stopfen” von Enten und Gänsen - gewaltsames Einpressen von Futterbrei durch ein Rohr direkt in den Magen - ist ene scheussliche Tierquälerei. Wer jemals gesehen hat, wie die Tiere nach dieser Prozedur nach Atem ringen, zittern und mit weit aufgerissenen Augen, vor Schmerz gepeinigt herumtorkeln, der wird sich durch keinerlei Verharmlosungsversuche davon abbringen lassen, dass es sich hier um eine Bestialität von ungeheurem Ausmass handelt. Mehr dazu: www.vgt.ch/doc/foie--gras.

Im Schweizer Tierschutzgesetz ist diese Zwangsfütterung verboten, aber der Bundesrat hat dafür gesorgt, dass sich dieses Verbot nicht auswirkt, indem Produkte aus so erzeugten Fettlebern (foie gras) frei in die Schweiz importiert werden dürfen. Weil die Konsumenten diese grässliche Tierquälerei immer weniger unterstützen wollen, werden solche Produkte nun mit dem verlogenen Werbeversprechen angeboten, die Lebern würden ohne Stopfen erzeugt.

Bereits im Juli 2001 hatte der VgT das Thema „Foie Gras ungestopft” aufgegriffen. Coop bot damals „Gänselebern Ficatum ungestopft” an. Die Gänse würden sich, so wurde behauptet, freiwillig an feinen Feigen eine auf das Vielfache der natürlichen Grösse angeschwollene Fettleber anfressen - eine höchst unglaubwürdige Behauptung, denn so dumm sind gesunde, artgerecht gehaltene Tiere nicht, dass sie sich freiwillig krank fressen. Eine derart angeschwollene Leber drückt auf die inneren Organe, erschwert das Atmen und ist sehr schmerzhaft. Das ist bekannt. Und solche Gänse könnten ja nicht mehr fliegen. Weil Coop und sein Lieferant brauchbare Auskünfte verweigerte, verlief die Recherche im Sand.

Nun hat der VgT das Thema wieder aufgegriffen und über ein Jahr lang recherchiert und den Schwindel aufgedeckt. Terminologisch ist dazu folgendes festzuhalten: Als Fettleber oder foie gras werden allgemein Gänse- und Entenlebern bezeichnet, die grösser sind als normale. Normale Enten- und Gänselebern haben ein Gewicht von ungefähr 50 g (Aussage eines Fachmannes in der Kassensturzsendung vom 18. Dezember 2008) und sind dunkelrot. Fettlebern dagegen wiegen ein Mehrfaches und sind wegen dem Fett blass-gelblich. Die als "ungestopft" angebotenen Lebern wiegen 300 bis 350 g - also ganz klar foie gras. Coop und Konsorten vermeiden den Begriff foie gras, weil dieser bei den Konsumenten die Vorstellung von Tierquälerei (Zwangsfütterung, Stopfen) weckt. Statt dessen ist von "ungestopften Lebern" die Rede. Gewicht und Aussehen dieser Lebern beweisen jedoch, dass es Fettlebern sind, also foie gras. Die korrekte und hier verwendete Bezeichnung ist deshalb foie gras oder Fettleber.

Coop hat foie gras ungestopft aufgrund der hartnäckigen Recherche des VgT aus dem Angebot genommen, Jelmoli und Globus führen die Konsumententäuschung vorsätzlich oder zumindest eventualvorsätzlich weiter.

Leider ist der Konsumentenschutz in der Schweiz so schwach ausgebildet und das Bundesgericht derart konsumentenfeindlich, dass es nicht möglich ist, rechtlich gegen solche Betrügereien vorzugehen. Das Bundesgericht hat dem VgT das gesetzliche Verbandsklagerecht gegen unlauteren Wettbewerb und Konsumententäuschungen aberkannt, obwohl der VgT alle gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt (www.vgt.ch/news2005/051021-eugster.htm).

Am 18. Dezember 2007 empfahl der „Kassensturz” des Schweizer Fernsehens, beim Kauf von Enten- und Gänseleber auf die Deklaration „ungestopft” zu achten. Der Kassensturz gab diese Empfehlung leichtfertig, ohne jede Überprüfung dieser wenig glaubhaften Deklaration, ab und unterdrückt das Ergebnis der aktuellen Recherche des VgT.

 

Chronologie der Recherche
von Claudia Zeier Kopp, Vizepräsidentin VgT

Bereits im Juli 2001 hatte der VgT das Thema "Gänseleber ungestopft" aufgegriffen und in den VgT-Nachrichten darüber berichtet. Schon damals war der VgT überzeugt, dass es sich hier um ein Tierquälerprodukt handelt und dass die Konsumenten schamlos angelogen werden.

Damals bot Coop "Gänseleber Ficatum ungestopft" an. Auf der Packung waren zwei Scheiben hellrosa Gänseleber abgebildet. Eine gesunde Leber ist aber dunkelrot! Nur bei Zwangsfütterung entsteht eine krankhafte, auf das Mehrfache der natürlichen Grösse angeschwollene Fettleber und weist eine helle Farbe auf. Die Zwangsfütterung von Gänsen und Enten zur Herstellung von Stopflebern (foie gras) ist eine äusserst barbarische und grausame Prozedur (www.vgt.ch/doc/foie-gras). Die Tiere werden mit einer Elektropumpe und einem Rohr, das ihnen in den Hals gesteckt wird, mit Futterbrei voll gepumpt. Bei dieser groben Tierquälerei werden den Tieren auch schmerzhafte Verletzungen im Rachen- und Halsbereich zugefügt.

Vor Jahren hat Mark Rissi vom Schweizer Tierschutz (STS) recherchiert und herausgefunden, dass die angepriesenen Gänse und Enten für "ungestopfte" Produkte in konventionellen Masthöllen, bei künstlichem Licht, gehalten werden. Mit dem Lichtprogramm und der Intensivhaltung werden die Tiere zum Dauerfressen getrieben. Es muss angenommen werden, dass sie, wenn keine Beobachter in der Nähe sind, auch gestopft werden, denn Tiere fressen sich auch bei einem guten Futterangebot nicht krank. Die kranke, stark angeschwollene Leber drückt auf die inneren Organe und löst bei den Tieren extremes Leiden aus.

Weil die Kunden - vor allem in der Deutschschweiz - eins solches Tierquälerprodukt eigentlich gar nicht wollen, mussten sich die Anbieter etwas einfallen lassen. Das einfachste war, den Kunden ein "tierfreundliches, ungestopftes" Produkt vorzugaukeln, damit es wieder verkauft werden konnte. Papier ist bekanntlich geduldig – und solange niemand genauer nachfragt, reicht eine schönfäbrerische, unwahre Deklaration, um die Konsumenten zu täuschen.

Ende 2000 wollte der VgT von Coop wissen, wo genau die von ihr verkaufte "Gänseleber Ficatum" produziert wird, um diese unglaubwürdige Produktdeklaration zu überprüfen. Coop verweigerte diese Angaben, ebenso Globus delicatessa, die auch ungestopfte Produkte verkaufte. Schon damals, wie heute immer noch, war die Dubno AG der Lieferant dieser dubiosen Produkte. Wie damals verweigert die Dubno AG auch heute noch jede sachdienliche Auskunft zu diesen Produkten. Nun hat der VgT diesen Konsumentenbetrug nochmals aufgegriffen und gründlich recherchiert.

Seit Ende 2007 versuchte ich mit Hartnäckigkeit und Ausdauer mehr zu erfahren, aber wie der folgende Bericht aufzeigt, hat sich inzwischen nichts geändert. Will man mehr zu dieser "tierfreundlichen" Leber-Produktion erfahren, stösst man gegen eine Mauer des Schweigens. Nirgendwo wird transparent und offen kommuniziert, wo diese angeblich ungestopfte Gänseleber produziert wird. Wer Genaueres wissen will, begibt sich auf eine wahre Odyssey von Anfragen, die letztendlich zu Null-Antworten führen - man dreht sich stets im Kreise und landet immer wieder am Anfang. Das zeigt, dass es sich hier um eine äusserst üble Konsumententäuschung handeln muss - und dies auf dem Buckel von wehrlosen, leidenden Tieren!

Fangen wir mit Coop an:

Am 18.12.2007 erschien in der Coop Zeitung ein Artikel mit dem Titel "Gänseleber: es geht auch natürlich". In diesem Bericht wird auf die Problematik von Konsumenten hingewiesen, die aus tierschützerischen Gründen in einen Gewissenskonflikt geraten beim Genuss von Gänsestopfleber. Ernst Leuzinger von der Hugo Dubno AG in Hendschiken/Aargau wird als "der Vater der ungestopften Gänseleber und Feinkostspezialist" vorgestellt. Leuzinger soll einer der Ersten sein, der dieses Problem wirklich ernst genommen hat, und so auf die Idee der ungestopften Gänseleber von frei lebenden Tieren kam. Als es dann darum ging, für das Produkt einen Verteiler zu finden, kam für Leuzinger nur der Coop in Frage: "für mich ist es wichtig, einen Partner zu haben, dem das Wohl der Tiere am Herzen liegt" sagt Leuzinger - und er garantiert, dass seine Produkte natürlich und ungestopft sind.

In einem Begleitartikel in derselben Coop Zeitung bestätigt Leuzinger: "Unsere Gänse leben und ernähren sich genau gleich wie ihre in freier Wildbahn lebenden Artgenossen". Weiter erklärt er, dass die diversen ungarischen Züchter, mit denen die Hugo Dubno AG zusammenarbeitet, ihre Aufzuchtmethoden speziell auf die Bedürfnisse dieser Gattung abgestimmt haben - eine besonders schwere und gefrässige Gänseart, die von einer alten, ungarischen Rasse abstammt. So entsteht – gemäss Leuzinger - auf natürliche Weise eine Leber, deren Gewicht zwischen 200 und 300 Gramm beträgt.

Wenn man bedenkt, dass eine normale Gänseleber circa 50 g wiegt, ist es schwer vorstellbar, dass eine 200 bis 300 g Gänseleber ungestopft produziert werden kann. Ebenso undenkbar ist es, dass diese Gänse genau gleich wie ihre freilebenden Artgenossen leben. Diese Aussagen sind höchst unglaubwürdig und sehr betrugsverdächtig.

Die Fachleute tun sich - wie erwartet schwer damit, zur Plausibiltät der ungestopften Foie Gras Stellung zu nehmen. Diese Fragestellung ist neu und noch nie wissenschaftlich erforscht worden. Es lässt sich zwar spekulieren, wie vielleicht ein freiwilliges Anfressen von Fettlebern erreicht werden könnte. Die Skepsis herrscht aber vor.

Stutzig geworden wendete ich mich am 20.12.2007 (damals noch als Tierschutz interessierte Konsumentin – da ich erst kürzlich Vizepräsident vom VgT geworden bin) an den Konsumentendienst von Coop und schrieb, dass solche Garantien wie die Hugo Dubno AG abgibt, nur glaubhaft sind, wenn auch offen dargelegt wird, wo genau das Produkt hergestellt wird. Ich bat um Namen und Adressen von den von Ernst Leuzinger im Artikel erwähnten "diversen ungarischen Züchtern". Meine Anfrage endete mit dem Satz: "Ich nehme an: da Sie sicher voll und ganz hinter Ihrer Garantie stehen können, sollte es kaum ein Problem sein, mir diese Frage offen und ehrlich zu beantworten".

Am 21.12.2007 erhielt ich folgende Antwort von Frau Melanie Marti, Stv. Leiterin vom Coop Konsumentendienst:

"Bedauerlicherweise müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir keine Namen und Adressen unserer Produzenten, das heisst unserer Züchter und Mäster bekannt geben. Dies zum Schutz dieser Personen und Betrieben. Das ist ein Abkommen welches wir mit unseren Produzenten getroffen haben und an dieses Abkommen halten wir uns selbstverständlich. Wir garantieren Ihnen, dass wir voll und ganz hinter den Aussagen von Herrn Leuzinger stehen. Weiter können wir Ihnen mitteilen, dass Coop das Tierwohl sehr am Herzen liegt. Es finden jährliche Kontrollen statt, zum Teil auch unangemeldet in den Betrieben, unsere Qualitätsverantwortlichen und Einkäufer statten diese Besuche jeweils ab. Sie lassen sich vor Ort die idealen Bedingungen für die Haltung der Tiere bestätigen. Gerne teilen wir Ihnen mit, dass die Möglichkeit besteht, einen der Betriebe zu besuchen in Begleitung unserer Fachleute."

Diese fadenscheinige Antwort war natürlich alles andere als befriedigend und ich wendete mich erneut am 25.12.2007 an Frau Marti:

"Ihre Antwort ist unbefriedigend, schafft Misstrauen und wirft vor allem folgende Fragen auf: wovor muss den Coop seine Züchter und Mäster schützen? Wieso darf ich als Konsumentin diese Hersteller nicht erfahren? Dieses Verhalten lässt den Schluss zu, dass es nicht wirklich ungestopften foie gras gibt. Dies ist auch biologisch höchst unglaubwürdig. Wer etwas so Unglaubhaftes wie ungestopfte Fettleber (foie gras) verspricht, ist den Beweis schuldig, ansonsten von Konsumententäuschung ausgegangen werden muss. Sie räumen mir die Möglichkeit ein, einen Ihrer Betriebe in Begleitung Ihrer Fachleute zu besuchen, aber gleichzeitig darf ich keine Namen und Adressen erfahren? Das ist doch höchst widersprüchlich! Dass nur auf Anmeldung eine Show abgezogen wird, der Konsument aber nicht die Realität erfahren darf, sagt alles. Was hat denn Coop zu verbergen?

Dass dieses "Schutz-Konzept" nicht das generelle Geschäft-Prinzip von Coop ist und nicht für alle Produzenten gilt, beweisen z.B. folgende Produkte aus dem Coop Sortiment:
Chicorée Salat: Productuer: Sebastian Pasche, CH-1410 Thierrens VD
Bio-Boulgour: Hersteller: Bossy Céréales S.A., 1774 Cousset
Bio-Nüsslisalat: Produzent: Hansjürg  Imhof, 8603 Schwerzenbach/ZH
Bio-Vollmilch: Hersteller: Molkerei Biedermann AG, 9220 Bischofszell
Bio-Halbweissmehl: Hersteller: Swissmill, 8037 Zürich

Die Liste liesse sich noch lange weiterführen – und alle obengenannten Hersteller konnte ich problemlos überprüfen…"
 

Daraufhin erhielt ich am 27.12. 2007 ein Telefon von Frau Marti, die mir erklärte, wieso Coop mir nicht die gewünschten Angaben machen kann. Als ich darum bat, ihre Erklärung auch schriftlich zu erhalten, reagierte sie verunsichert und meinte, dies sei doch unnötig. Erst als ich hartnäckig darauf bestand, bekam ich gleichentags das am Telefon Besprochene schriftlich kurz zusammengefasst:

"Wir bedauern sehr, dass Sie unsere Antwort nicht befriedigt. Wir haben Ihnen nach bestem Wissen und Gewissen geantwortet und wir halten an unsere Aussagen ganz klar fest. Da es sich hier um ein sehr heikles Thema handelt, könnte es durchaus vorkommen, dass unsere Züchter und Mäster belästigt werden. Leider gibt es zum Beispiel viele Organisationen, die dahinter stecken, wenn es um Anfragen geht. Dies wissen wir aus Erfahrung. Es ist halt wirklich ein Unterschied, ob im Berner Seeland ein Feld mit Salatköpfen oder in Ungarn Tierhaltung angeschaut wird. Man darf das eine Thema nicht mit dem anderen vergleichen. Herr Hansjörg Benz wird nach seinen Ferien mit Ihnen Kontakt aufnehmen. Da Sie es per Mail wünschen, bitten wir Sie, uns nochmals Ihre konkreten Fragen zu stellen. Das Angebot eines Besuches ohne "Show" in Ungarn gilt noch immer…"

Diese Antwort von Coop war höchst entlarvend! Konsumententäuschungen und vertuschte Tierquälereien sind tatsächlich ein heikles Thema, den gewisse Organisationen nachspüren! Darum kann bei Salatköpfen mit offenen Karten gespielt werden, während eine Tierhaltung in Ungarn geheim gehalten werden muss.

Am 31.12.2007 schrieb ich kurz und bündig zurück:

"Gerne möchte ich Ihr Angebot, eines Besuches ohne „Show“ in Ungarn, annehmen. Nach reiflicher Überlegung betrachte ich das als viel sinnvoller, als die Zeit von Herrn Hansjörg Benz mit weiteren Fragen auch noch in Anspruch zu nehmen. Zudem wäre es auch viel überzeugender, gleich vor Ort alles zu besichtigen".

Coop rechnete offenbar nicht damit, dass ich als Konsumentin dieses Besichtigungs-Angebot annehmen würde. Am 2.1. 2008 erhielt ich ein Mail von Hansjörg Benz (Einkäufer bei Coop):

"Coop verkauft keine ungestopfte "foie gras"! In keiner unserer Texte oder Aussagen reden wir von foie gras, dieser Name ist in Frankreich einzig und alleine für die Fettleber (gestopft) reserviert! Und bitte denken Sie daran, eine Leber aus unserer Produktion erreicht ein absolutes maximal Gewicht von 350 g im Gegensatz einer Stopfleber die bis zu einem Kilo schwer werden kann.  Die Hauptproduktion von Enten und Gänse für die ungestopften Produkte findet ab August statt. Ich beabsichtige voraussichtlich im September 2008 einen Besuch in Ungarn und bin gerne bereit, Ihnen die Haltung und Produktion zu zeigen… Bitte melden Sie sich im laufe des Sommers bei mir, damit wir das genaue Datum und den Treffpunkt in Ungarn definieren können. Unsere Betriebe liegen rund 3-4 Autostunden von Budapest in Richtung Süden… Für die Anreise jedoch müssen Sie selber besorgt sein…"

Als Beilage schickte mir Herr Benz noch ein paar Fotos von der Gänsehaltung in Ungarn - idyllische Bilder von glücklichen Gänsen, die sich im Freien bewegen.

Coop war sicher überzeugt: Spätestens jetzt hätte ich die Sache fallen lassen müssen, denn welche Konsumentin nimmt eine solche umständliche Reise auf sich, die sie auch noch selbst bezahlen muss? Ich jedoch nahm das Angebot an und meldete mich bei Herrn Benz am 4.7.2008 und fragte nach dem Datum und Treffpunkt in Ungarn.

Am 7. Juli 2008 erhielt ich ein Mail, worin Herr Benz mir kurz mitteilte "dass es in Bezug von ungestopften Enten- und Gänseleber einige Veränderungen gegeben hatte - und dass er mir dies telefonisch schildern möchte".

Am 8. Juli 2008 fand ein längeres Telefonat zwischen Herr Benz und mir statt. Anschliessend schrieb ich ein Gesprächsprotokoll von Herrn Benz’s ausführlichen Erklärungen, die hier stark gekürzt wiedergegeben werden:

"Wir haben ein Problem mit unseren Mästern. Also, wir werden voraussichtlich auf Weihnachten dieses Jahr keine Produkte machen können von ungestopfter Gänse- oder Entenleber. Unsere Mäster in Ungarn sind zum Teil ausgestiegen… Unsere Mäster von der foie gras Industrie haben Druck bekommen, weil Frankreich circa 95% von der Produktion in Ungarn abnimmt. Den Mästern wurde mitgeteilt, wenn sie weiterhin für Coop diese ungestopfter Gänse- und Entenleber produzieren, dann werden sie von ihnen keine Ware mehr abnehmen… Und jetzt haben wir praktisch keine Mäster mehr, die die ungestopften Leber für uns produzieren… Die Nachfrage nach ungestopfter Leber steigt - und zwar nicht nur bei uns in der Schweiz, sondern auch europaweit. Und jetzt haben die Franzosen natürlich Angst, dass das Foie-Gras Geschäft kaputtgeht. Also, alles kurz zusammengefasst, gibt es im Moment keine weitere Produktion, weil die Mäster in Ungarn Angst um das grosse Geschäft haben – und ich werde im September nicht nach Ungarn reisen, weil wir zurzeit gar keine Tiere dort unten haben …"

Die Erklärungen von Herrn Benz kamen mir sehr unglaubwürdig, durchdacht und raffiniert vor. Es schien mir, als hätte Coop kalte Füsse bekommen, weil ich mich tatsächlich – natürlich unerwartet - für die Betriebs-Besichtigung gemeldet hatte. Und jetzt, wo es endlich ernst geworden wäre, gab es aber plötzlich "Veränderungen"...

Am 9.12.2008 sah ich einen kurzen Artikel in der Coop Zeitung: "ungestopfter Leber: Feyel Artzner statt Fine Food. Aufgrund unvorhersehbar Lieferprobleme sind die Fine-Food-Produkte ungestopfter Gänse- und Entenleber über die Festtage nicht erhältlich. Deshalb bietet Coop als Alternative die französische Challans-Entenleber von Feyel Artzner an. Challans-Enten bewegen sich gewöhnlich im Freien, werden mit Getreide gefüttert und nicht gestopft".

Zwischenbemerkung:

Merkwürdig: Im Dez. 2008 erschien im Tages-Anzeiger mehrmals ein Inserat von Jelmoli Gourmet Factory, worin "Gänseleberpastete, nicht gestopft" angeboten wurde. Dies warf gleich die Frage auf, wieso ist ungestopfte Leber bei Jelmoli erhältlich, aber nicht bei Coop? Bei Recherchen hat sich herausgestellt, dass Jelmoli, genauso wie Coop, von der Hugo Dubno AG beliefert wird! (Mehr dazu weiter unten).

Ich meldete mich am 10.12.08 erneut (diesmal im Namen des VgT, wo ich inzwischen Vizepräsidentin geworden bin) bei Herrn Benz und fragte, wo dieses Produkt von Feyel Artzner hergestellt wird und ob hier eine Betriebsbesichtigung möglich wäre.

Am 11.12.2008 antwortete mir Herr Benz:

"Dieser Artikel ist für uns eine Ersatzalternative zu der ungestopften Produktion in Ungarn… Die Produktion der Enten wurde durch die "Label Rouge" Zertifikation anerkannt und durch eine unabhängige Stelle kontrolliert. Zur Betriebsbesichtigung: da es sich um einen "Markenartikel" handelt, müssen Sie sich direkt mit dem Hersteller in Verbindung setzen".

Eine Adresse des Herstellers gab mir Herr Benz jedoch nicht an. Gleichentags bat ich per E-Mail um eine genaue Adresse von Feyel Artzner und eine Kontaktperson, an die ich mich für weitere Auskünfte wenden könnte. Keine Antwort.

Erst als ich am 19.12.08 nochmals nachfragte, kam endlich die gewünschte Adresse und die Kontaktperson Christoph Jakubowski bei Feyel Artzner.

Am 24.12.2008 schrieb ich - wiederum im Namen des VgT – an Herr Jakubowski und stellte einige Fragen in Bezug auf das Challans-Enten-Ersatzprodukt von Coop und dessen Produktion. Weiter bat ich um ein Foto von einer Entenleber, wie sie für dieses Produkt verwendet wird. Ich erhielt keine Antwort.

Erst als ich hartnäckig am 24.1.2009 - mehr als einen Monat später! - nochmals bei Feyel Artzner nachfragte, erhielt ich eine extrem dürftige Antwort - die nicht mehr aussagte, als das Inserat in der Coop Zeitung. Zudem erwähnte Herr Jakubowski eine "website of challans products" - jedoch ohne mir die genaue Website Adresse anzugeben. Ich konnte diese nicht finden. Bei einer Website- Adresse, wo ich angeblich weitere Informationen über die foie gras Produktion hätte nachlesen können, stellte sich heraus, dass diese gar nicht existiert! Und meine Bitte, uns eine Foto von einer Enten-Leber zu senden, wurde gänzlich ignoriert.

Am 29.1.2009 informierte ich Herrn Benz über das Verhalten seines Herstellers Feyel Artzner:

"…Dies ist offensichtlich nur so zu erklären, dass hier eine massive Konsumententäuschung im Gange ist. Die dürftige Antwort Ihres Lieferanten Feyel Artzner bestätigt wieder einmal, dass hier die Konsumenten massiv betrogen werden. Anders kann dieses Verhalten jedenfalls nicht erklärt werden. Nun reicht es uns mit dem ständigen abgewimmelt werden mit fadenscheinigen, nicht nachprüfbaren Aussagen. Zudem haben Sie mir im letzten Sommer telefonisch mitgeteilt, dass zurzeit keine ungestopften Gänse- und Entenleber erhältlich sind. Auf Anfrage bei Jelmoli Gourmet Factory, wurde mir jedoch mitgeteilt, dass ungestopfte foie gras auf dem Markt erhältlich ist. Wie erklären Sie das? Haben Sie von diesem Produkt Abstand genommen, weil Ihnen die damit verbundene Konsumententäuschung bewusst wurde?
Wir ersuchen Sie dringend, die angeblich "tierfreundlich" hergestellte "mousse de canard" - über die man von Ihrem Lieferanten ganz offensichtlich nichts Näheres erfahren darf - sofort aus dem Verkauf zu nehmen. Sie können sich jedenfalls ab heute nicht mehr damit herausreden, nichts gewusst und einfach den Garantien Ihres Lieferanten geglaubt zu haben. Spätestens ab jetzt müssen Sie Zweifel haben und durch unverzügliches Handeln Verantwortung wahrnehmen. Wir ersuchen Sie hiermit um eine klare Stellungnahme und erwarten diese bis spätestens zum 15. Februar und denken, dass Sie den Schaden für Ihre Firma durch ein kooperatives Verhalten uns gegenüber am besten begrenzen können."

Am 30. Januar 2009 erhielt ich ein E-Mail von Herrn Benz, worin er für mich für ein "klärendes Gespräch" nach Basel einlud.

Am 3.2.2009 antwortete ich: "… ich verstehe wirklich nicht, was es da zu besprechen gibt. Es geht doch nur darum, dass wir gerne die klaren Auskünfte sowie das gewünschte Foto erhalten möchten - und für das braucht es sicher keine Reise nach Basel".

Am 11.2.2009 erhielt ich dann endlich sachdienliche Auskünfte. Das Coop-Produkt aus Challans-Entenlebern von Feyel Artzner werde aus normalen Lebern, nicht aus Fettlebern, hergestellt.

Am 13.2.2009 schickte ich eine E-Mail an Herrn Benz und teilte ihm mit, dass der VgT gerne die Herstellung von "mousse de canard" (das laut Coop nicht aus Fettlebern produziert wird) direkt vor Ort bei Feyel Artzner in Strassburg, besichtigen möchte - und deshalb dankbar wäre, wenn er uns eine Bewilligung zu einer kurzfristig angemeldeten Besichtigung verschaffen könnte.

Gleichentags (13.2.) antwortete Benz: "Ich werde Feyel Artzner informieren, dass er auf Ihre Anfrage für einen Besuchstermin entsprechend reagieren soll".

Am 7.3.2009 schrieb ich an Herrn C. Jakubowsk, Feyel Artzner, und fragte nach einem Besichtigungstermin, bezugnehmend auf Herr Benz, der ihn über unseren bevorstehenden Besuch informiert hatte. Weiter fragte ich, wann und wie oft das Produkt "mousse de canard" produziert werde.

Am 12.3.2009 kam eine knappe Antwort von C. Jakubowski: Das Produkt "mousse de canard" werde nur 3 mal jährlich produziert und er würde den VgT rechtzeitig informieren, wann die nächste Produktion geplant werde. Bevor er aber mit uns einen Termin vereinbaren würde, sollen wir begründen, weshalb wir überhaupt diese Besichtigung wünschen.

Am 26.3.2009 antwortete ich Jakubowski, dass der Wunsch einer Besichtigung darauf basiere, dass wir uns gerne vor Ort überzeugen möchten, dass das Produkt "mousse de canard" tatsächlich aus normalen Lebern hergestellt werde - für uns, als bekannte Tierschutzorganisation in der Schweiz, und für die Öffentlichkeit, sei dies von Interesse.

Nach diesem letzten Mail wartete der VgT ein halbes Jahr vergeblich auf die Einladung nach Strassburg, zur Besichtigung der Produktion von "mousse de canard".

Am 25.9.2009 wandte ich mich wieder erneut an Herrn Benz von Coop und informierte ihn über die versäumte Einladung seines Lieferanten  Feyel Artzner. Weiter schrieb ich: "Gemäss Herrn Jakubowski's Angaben von der dreimal jährlichen Produktion, nehmen wir an, dass sicher seit unserem letzten Kontakt (am 26.3.2009) eine Produktion von "mousse de canard" stattgefunden hat - jedoch ohne uns für eine Besichtigung einzuladen. Der Gedanke drängt sich auf, dass wir an einer Besichtigung der Produktion von "mousse de canard" bei Feyel Artzner in Strasbourg nicht erwünscht sind - und der einzige Grund dafür kann nur sein, dass es etwas zu verbergen gibt und deshalb nicht mit offenen Karten gespielt wird".

Herr Benz antwortete nicht darauf.

Am 5.10.2009 versuchte ich es nochmals mit einem Mail an C. Jakubowski, mit der klaren Aufforderung, uns bis spätestens 9. Okt. zu informieren, weshalb wir während den vergangenen 6 Monaten nicht zur geplanten Besichtigung eingeladen wurden.

Eine knappe Antwort von Jakubowski kam am 6.10.: Es sei noch kein Datum für die Produktion von "mousse de canard" gestgelegt worden(!). Weiter wolle er bei Herrn Benz noch die Begründung unseres Besuches einholen. Und wir sollen ihm auch darlegen, welche "technischen Punkte" uns in Bezug auf die Produktion interessieren würden.

Jetzt war das Fass endgültig voll! Verärgert schrieb ich gleichentags (6.10.09) ein E-Mail an Herrn Benz/Coop: "Nachdem mein Mail an Sie vom 25. Sept. 2009 unbeantwortet geblieben ist , habe ich Herrn Jakubowski bei Feyel Artzner direkt angeschrieben mit Kopie an Sie. Die Antwort von Herrn Jakubowski weist eindeutig auf die übliche Hinhalte-Taktik hin, in der Hoffnung, dass wir endlich aufhören würden, unangenehme Fragen zu stellen - die eigentlich schnell beantwortet wären, würde ein ehrliches Geschäft dahinter stecken. Dass Herr Jakubowski jetzt verlangt, wir sollen ihm darlegen, welche "technische Punkte" uns in Bezug auf die Produktion interessieren würden, ist wirklich fehl am Platz, denn ich hatte ihm schon vor einem halben Jahr den Grund unserer Besichtigung geschrieben. Was für "technische Punkte" gibt es da noch zu klären?! Wir wollen ganz einfach mit eigenen Augen sehen, mit was für Lebern das Produkt "mousse de canard" hergestellt wird, nichts anderes! Und auch Sie, Herr Benz, wissen ja schon längst, um was es geht. Und wie geht es eigentlich voran mit der Herstellung von der "ungestopften" Gänseleber in Ungarn, wo Coop - wie Sie mir in einem langen
Telefonat am 8. Juli 2008 mitgeteilt haben - mit einem Produzenten eigene Ställe aufbauen wolle, wo die Tiere nicht gestopft werden? Auch da haben Sie mich zu einer Besichtigung eingeladen - auch diesbezüglich habe ich nichts mehr von Ihnen gehört. So geht das nicht, und wir können aus diesem unglaublichen Hinhalten nur einen Schluss ziehen: Coop will so seinen Betrug mit angeblich ungestopftem foie gras vertuschen, was wir von Anfang an vermutet haben, weil es das gar nicht gibt und gar nicht geben kann. Und beim Produkt "mousse de canard" ging es ja (gemäss Ihnen) nicht einmal um foie gras, sondern um die Verarbeitung ganz normaler Entenleber. Also wenn wir selbst in diesem Fall, wo es nicht einmal um angeblich "ungestopfte Lebern" geht, derart hingehalten werden, dann zeigt das deutlich auf, dass es bei Feyel Artzner bei der Produktion von "mousse de canard" etwas gibt, das wir nicht sehen dürfen... Das Spielchen mit dieser verlogenen Hinhaltetaktik werden wir nicht mehr mitmachen - und unsere Zeit und Energie nur noch dafür einsetzen, um die           Konsumenten über diese Verlogenheit und Vertuschungs-Strategie von Coop aufzuklären."

Eine Antwort von Benz blieb aus. Um sicher zu stellen, dass Benz nicht im Nachhinein behaupten kann, er habe mein E-Mail nicht erhalten, schickte ich ihm das Mail sowie sämtliche Korrespondenz, die von März bis Okt. 2009 zwischen Benz, Feyel Artzner und dem VgT stattgefunden hat, per eingeschriebenen Brief am 12.10.2009.

Wie zu erwarten war, reagierte Benz auch darauf nicht. Was sollte er auch antworten? "Ja, Coop belügt die Konsumenten."?

Ein weiterer Beweis, wie Coop lügt und betrügt ist folgende Neuigkeit, auf die ich beim Recherchieren Ende Oktober 2009 gestossen bin: Auf der Website von Coop wird unter der Marke "Coop Fine Food" "Gänseleber ungestopft" angeboten. Und zwar "aus kontrollierter Zucht"  in Ungarn, also genau das was der VgT nicht sehen durfte - und stattdessen das Märchen von den "verängstigten Mästern, die von der foie gras-Industrie unter  Druck gesetzt werden" und deshalb keine "ungestopfte" Leber mehr für Coop produzieren können, aufgetischt bekam. Eine höchst dubiose Sache!

Kommen wir nun zu Jelmoli:

Im Dezember 2007 erschienen im Tages-Anzeiger mehrmals Inserate von Jelmoli Gourmet Factory, worin "Gänseleber Ficatum" aus Italien und "Millefeuille de Foie gras d’oie" aus Frankreich - beide Produkte nicht gestopft - angeboten wurden.

Am 18.12.2007 schrieb ich (als Konsumentin), an den Kundendienst Jelmoli Zürich und stellte folgende Fragen:

"Wie wird denn diese spezielle Gänseleber - so ganz ohne Stopfen - produziert? Welcher Produzent (Name der Firma, Adresse und Ortschaft in Italien) stellt diese Gänseleber her?"

Am 20.12.2007 rief mich Frau Nadine Spillmann (Geschäftsleiterin) an und erklärte mir, dass Jelmoli ihre nicht gestopfte Gänseleber von der Hugo Dubno AG in Hendschiken bezieht. (Anmerkung: wie auch Coop). Sie betonte, dass Hugo Dubno Jelmoli echte, ungestopfte, tierfreundliche Gänseleber garantiert - und dass sich Jelmoli auf diese Garantie voll verlassen kann.

Für das Produkt "Millefeuille de Foie gras d’oie" aus Frankreich konnte mir Frau Spillmann nur eine Postfachadresse von einer Firma Florian in Strassburg angeben. Diese Firma war weder im Internet noch im französischen Telefonverzeichnis auffindbar (trotzdem schickte ich einen Brief am 11. Feb. 2009, siehe weiter unten). 

Zum italienischen Hersteller der "Gänseleber Ficatum" konnte Frau  Spillmann mir gar keine Adresse angeben. Sie meinte dass ich doch direkt mit der H. Dubno AG Kontakt aufnehmen sollte, und zwar mit dem Produkte Manager Herrn Raphael Lenherr. Ich sagte zu Frau Spillmann, dass ich es doch sehr merkwürdig finde, dass sie keine blasse Ahnung von den Produzenten habe. Darauf wusste sie keine Antwort…    

Am 24.12. 2007 schrieb ich an den Produkte Manager, Herrn Lenherr, Hugo Dubno AG:

"Am 18.12.2007 habe ich mich an Jelmoli gewendet und mich nach der genauen Herkunft der nicht gestopften Gänseleber, die in der Jelmoli Gourmet Factory verkauft wird, erkundigt….
Sie meinte, dass es doch einfacher wäre, wenn ich direkt mit Ihnen in Kontakt treten würde, um die von mir gewünschte Auskunft zu erhalten….
In der aktuellsten CoopZeitung habe ich am 18. Dezember 2007 den Artikel "Gänseleber: Es geht auch natürlich" gelesen.
In dem Zusatzartikel "Naturnahe Aufzucht: Frei lebende, ungestopfte Gänse" kommt der Chef der Hugo Dubno AG, Ernst Leuzinger zur Sprache. Als Feinkostspezialist erwähnt er "diverse ungarische Züchter" mit denen er zusammenarbeitet, die diese tierfreundliche Gänseleber herstellen. Ziemlich ausführlich schildert er das Vorgehen in der Produktion. Genaueres über die ungarischen Züchter erfährt der Konsument aber leider nichts…“

Ich bat um vollständige Namen und Adressen von Hugo Dubno’s Produzenten in Frankreich, Italien und Ungarn. Mein Schreiben an Herrn Lenherr endete mit den folgenden Zeilen:

"Da die Hugo Dubno AG eine Garantie dafür gibt, dass die von ihr vertriebene Gänseleber natürlich und ungestopft ist, sollte es für Sie sicher kein Problem sein, mir als Konsumentin diese genauen Angaben zu machen. Sicher ist es auch in Ihrem Sinne, dass KonsumentInnen volles Vertrauen in die Hugo Dubno AG haben dürfen. Und sicher sind Sie auch meiner Meinung, dass wirkliches Vertrauen nur geschafft werden kann, wenn offen und ehrlich kommuniziert wird, wie und vor allem wo genau diese Produkte hergestellt werden…"

Keine Antwort.

Am 9.1. 2008 bekam ich von der Firma "Comptoir – für feine Sachen" in Wien (wo ich mich auch um Produzenten-Adressen für ungestopfte Gänseleber erkundigt hatte) den Hinweis, dass ich mit der Hugo Dubno AG - und zwar mit einem Herrn Bachert - Kontakt aufnehmen sollte. Dies sei die Partnerfirma in der Schweiz von "Comptoir – für feine Sachen".

So schickte ich mein E-Mail, das ich ursprünglich an Herrn Lenherr geschickt hatte, nochmals an die direkte E-Mail Adresse von Herrn Bachert.

Am 10. Januar 2008 bekam ich ein kurzes E-Mail von Herrn Eric Bachert, der mir kurz und bündig mitteilte, dass er soeben mein Mail an Herrn Lenherr übergeben habe! Also zurück an Herrn Lenherr, der dasselbe Email schon am 24.12.07 erhalten hatte. Der Fall war klar: Keiner wollte für meine Anfrage zuständig sein, denn hätte man mir die von mir gewünschten Auskünfte mitgeteilt, wäre der ganze Betrug aufgeflogen!

Von der Hugo Dubno AG habe ich auf dieses Schreiben bis heute keine Antwort erhalten.

Im Dezember 2008 sah ich wieder ein Inserat von Jelmoli im Tages-Anzeiger: "Vom Feinsten: Gänseleberpastete, nicht gestopft".

Am 26.12.2008 schrieb ich erneut an den Jelmoli Kundendienst:

"Im Tages-Anzeiger ist mir im Dezember mehrmals Ihre Anzeige "Vom Feinsten - Gourmet Factory Jelmoli" aufgefallen.
Darin wurde nicht gestopfte foie gras nach Strassburger Art angeboten. Das erstaunte mich sehr, denn auf Anfrage wurde mir z.B. in Coop-Läden mitgeteilt, dass ungestopfte foie gras dieses Jahr definitiv nicht lieferbar sein wird. Und in einem entsprechenden Artikel in der CoopZeitung wurde die Unlieferbarkeit von ungestopfter foie gras ebenfalls bestätigt. Nun meine Frage: Wieso ist denn ungestopfte foie gras nach wie vor erhältlich bei Jelmoli, wenn anderswo unlieferbar?"

Höchst merkwürdig, wenn man bedenkt, dass Hugo Dubno der Lieferant von Coop und Jelmoli ist, und ungestopfte Produkte angeblich für Coop nicht erhältlich, für Jelmoli aber schon!

Am 31.12.2008 erhielt ich folgende Antwort von Nadine Spillmann (Jelmoli):

"Ungestopfte Foie Gras ist auf dem Markt erhältlich und auch die Gänseleberpastete Strassburger Art, welche wir inseriert haben, ist aus ungestopfter Herstellung.
Als Beilage senden wir Ihnen die Produktespezifikation und ein Informationsblatt unseres Lieferanten. Diese Dokumente belegen, dass es sich nicht um gestopfte Leber handelt".

Auf beiden beigelegten Dokumenten waren natürlich - wie üblich - nichts Näheres über die Mäster und die Verarbeitungsfirma der ungestopften Lebern zu erfahren.

Auf dem Infoblatt steht u.a. Folgendes:

"Die gefrässigen Gänse produzieren auf natürliche Weise eine Leber von 300 bis 350 g. Diese Leber weist alle geschmacklichen und geschmeidigen Vorteile der Stopfgans auf. Die Leber ist weisslich bis gelblich und hat alle Qualitäten einer Stopfgänseleber. Das Fleisch der Gourmand-Gans ist schmackhaft, hat aber wegen der natürlichen Aufzucht weniger Fett".

Am 26.1.2009 schrieb ich, diesmal als Vizepräsidentin im Namen des VgT, erneut an Frau Spillmann (Jelmoli):

"…Nochmals zurück zu meiner (damaligen) Anfrage vom 18. Dezember 2007, worin ich Sie um Auskunft bat, wie ungestopfte Gänseleber produziert wird. Weiter bat ich Sie (damals) um genaue Adressen Ihrer Lieferanten… Sie meinten, dass ich doch direkt mit Ihrem Schweizer Lieferanten, die Hugo Dubno AG in Hendschiken - und zwar mit dem Geschäftsführer, Herrn Raphael Lenherr - Kontakt aufnehmen sollte… Am 24.12.2007 habe ich dies getan – und keine Antwort erhalten. Am 10.1.2008 schrieb ich nochmals, diesmal an Herrn Bachert.
Eine Antwort Ihres Lieferanten Hugo Dubno AG ist bis heute ausgeblieben.
Je länger wir in dieser Sache recherchieren, umso mehr drehen wir uns im Kreise. Überall stossen wir auf Geheimnistuerei, nirgendwo erhält man klare Auskünfte und eindeutige belegbare Fakten zu der "tierfreundlichen" Produktion von ungestopften Gänse- und Entenlebern und deren in- und ausländischen Lieferanten. Dies ist offensichtlich nur so zu erklären, dass hier eine massive Konsumententäuschung im Gange ist.
Sie haben mir noch zwei Beilagen geschickt:
'ungestopfte Gänseleber von glücklichen Gänsen' und 'Produkte Spezifikation'. Wie üblich erfährt man auch hier nichts Näheres zu den Produzenten und Lieferanten. Und auf dem 'glücklichen Gänsen'-Blatt steht, dass eine auf natürliche Weise produzierte Leber ein Gewicht von 300 bis 350 g aufweist und farblich weisslich bis gelblich ist.
Damit ist der Konsumenten-Betrug erwiesen, denn die Lebern von gesunden, nicht gestopften Gänsen sind rot und wiegen ca 50 g. Mit fettreicher Fütterung kann dies nicht wesentlich verändert werden, denn gesunde, artgerecht gehaltene Gänse überfressen sich - im Unterschied zu vielen Menschen - nicht, denn sie wissen instinktiv, dass sie sonst nicht mehr fliegen könnten.
Wir ersuchen Sie dringend, die angeblich ungestopften Gänse- und Entenlebern sofort aus dem Verkauf zu nehmen… Sie können sich jedenfalls ab heute nicht mehr damit herausreden, nichts gewusst und einfach den Garantien Ihres Lieferanten geglaubt zu haben. Spätestens ab jetzt müssen Sie Zweifel haben und durch unverzügliches Handeln Verantwortung wahrnehmen.
Wir ersuchen Sie hiermit nochmals, uns die genauen Adressen der Mäster und der Firma, welche die Lebern verarbeitet und die von Ihnen angebotenen Produkte herstellt, bekannt zu geben…  Wir erwarten dies bis spätestens zum 15. Februar und denken, dass Sie den Schaden für Ihre Firma durch ein kooperatives Verhalten uns gegenüber am besten begrenzen können.…"

An diesem Punkt brach die Korrespondenz mit Jelmoli abrupt ab. Klar konfrontiert mit der Konsumententäuschung, ist die Sache nun zu heikel geworden. Und da nach wie vor keine klare Angaben zu den Mästern und Produzenten an die Öffentlichkeit durchsickern dürfen, und es ebenfalls inzwischen klar geworden ist, dass ich mich nicht mit dürftigen, nichtssagenden Phrasen abspeisen lassen würde, wurde eine Antwort verweigert.

Am 11.2.2009 schrieb ich an die Firma Florian, von der mir Frau Spillman (Jelmoli)Ende 2007 die Postfach-Adresse mitgeteilt hatte. Ich bat um genaue Namen und Adressen der Mäster, die die Hersteller-Firma Florian mit ungestopfte Leber beliefern. Bald wurde klar, dass mein Schreiben die Firma Florian erreicht hatte - und direkt an die Hugo Dubno AG weitergeleitet wurde. Denn am 19.2.2009 erhielt ich von Herrn Pirmin Schuhmacher,  stv. Geschäftsführer von der Hugo Dubno AG ein Email, worin er mich bat, mit ihm bezüglich des Florian-Schreibens Kontakt aufzunehmen.

Am 25.2.2009 schrieb ich an Herrn Schumacher Folgendes: "Nachdem ich Ende 2007 die Dubno AG zweimal in Sachen ungestopfte foie gras angeschrieben und niemals eine Antwort erhalten habe, bin ich überrascht, dass mehr als ein Jahr später - allerdings auf Umwegen, via Florian - ein Zeichen von Ihrer Firma kommt. Wir stehen nun kurz davor eine grosse Dokumentation zur Konsumententäuschung mit ungestopfte foie gras zu veröffentlichen. Ich bitte Sie, Ihre Antworten auf meine Fragen, die ich an die Firma Florian gestellt habe, bis spätestens am 28.2.2009 (Redaktionsschluss) mir schriftlich zukommen zu lassen."

Am 27.2.2009 erhielt ich folgenden Brief von Herrn Schumacher: "Unseres Wissens wurde Ihre Anfrage im Dezember 2007 noch durch Herrn Leuzinger  behandelt, der mittlerweile unser Unternehmen verlassen hat. Wir liessen für Weihnachten 2008 aus italienischer Rohware bei Feyel Artzner in Schiltigheim Gänseleberprodukte herstellen. Seit Ende 2004 ist in Italien das Stopfen von Tieren jeglicher Art gesetzlich verboten. Die Einhaltung der italienischen Gesetze wird durch den lokalen Veterinär schriftlich bestätigt. Da es sich um eine sehr kleine Menge handelt und die Nachfrage dafür in Europa enorm ist, geben wir keinerlei Dokumente an Drittpersonen weiter. Wir sind aber gerne bereit, Sie bei uns persönlich zu empfangen und Ihnen die Sachlage im Detail zu erläutern. Wir möchten Sie aber auch darauf hinweisen, dass Sie für das Verbreiten von nicht verifizierten Angaben die volle Verantwortung tragen. Gerne erwarten wir Sie für ein Gespräch bei uns in Hendschiken."

Am 1.3.2009 antwortete ich Herrn Schumacher: "Vorweg eine Klarstellung: Meine Anfrage im Dez. 2007 wurde NICHT von Herrn Leuzinger (der gross als „Vater der ungestopften Leber“ in der Coop Zeitung im Dez. 2007 vorgestellt wurde) behandelt, sondern wurde GAR NICHT behandelt. Da Sie offensichtlich nicht bereit sind, klare Antworten auf meine Fragen zu geben, wüsste ich nicht, was ein Gespräch bei Ihnen in Hendschiken bringen soll. Die Tatsache, dass die Hugo Dubno AG schon seit langem „tierfreundliche“ ungestopfte Leber anbietet (die Menge spielt dabei keine Rolle), gleichzeitig aber nicht bereit ist, konkrete Namen und Adressen von Produzenten (Mäster) zu nennen, zeigt deutlich auf, dass es sich hier um eine Konsumententäuschung handeln muss. Mahnend schreiben Sie mir: „Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass Sie für das Verbreiten von nicht verifizierten Angaben die volle Verantwortung tragen“. Sie vergessen dabei Folgendes: Genau das macht die Hugo Dubno AG. Sie verbreitet in Bezug auf ungestopfte Leber-Produkte nicht verifizierte Angaben."

An diesem Punkt brach die Korrespondenz mit der Hugo Dubno AG endgültig ab.

Höchst brisant und aufschlussreich ist Folgendes: In der Produkte-Liste-2007 von der Hugo Dubno AG wurden verschiedene "ungestopfte" Leber Produkte aufgeführt. Auf der Produkte-Liste-2009 figuriert jedoch kein einziges "ungestopfte"-Leber-Produkt mehr! Und dies, nachdem Ernst Leuzinger - der inzwischen die Hugo Dubno AG  verlassen hat - nett und liebevoll als "der Vater der ungestopften Gänseleber"  in der Coop-Zeitung vom 18.12.2007 vorgestellt wurde!


Nun zu Globus delicatessa:

Am 22. 12.2007 brachte der Tages-Anzeiger mit dem Titel "Mir kamen wegen des Umsatzes fast Tränen" ein Interview mit dem Globus delicatessa-Verkaufsmanager Daniel Kunz. Auch da nahm ich wieder als Konsumentin mit dem Kundendienst Kontakt auf und richtete folgende Zeilen an Herr Kunz:

"Im Interview vom 22.12.07 erwähnen Sie, dass in der Globus-delicatessa seit Jahren nur ungestopfte Gänseleber verkauft wird, weil gestopfte Gänseleber gegen Ihre Ethik-Grundsätze verstossen würde. Weiter teilen Sie mit, dass Sie 'die Leber von verschiedenen Gutshöfen in der Po-Ebene beziehen'. Und gemäss Ihrer weiteren Auskunft 'werden die Tiere dort naturnah gehalten und mit Mais und Feigen gefüttert. Auf diese Weise wird die Leber auf natürliche Weise fetter. Die Leber wird von Produzenten in Frankreich verarbeitet…'
Da die Nachfrage nach Gänseleber bei Ihnen sehr gross ist (ein Renner über die Festtage, aber auch das ganze Jahr verkauft wird), kann ich kaum glauben, dass diese nur auf natürliche und tierfreundliche Weise produziert werden kann.
Leider erfährt der Leser nichts Genaueres zu den Gutshöfen und den Produzenten. Das ist sehr schade, denn gerade klare Transparenz in dieser Frage würde das Vertrauen des Kunden stärken – was sicherlich in Ihrem Sinne wäre…"

Genau wie bei Coop und Jelmoli, bat ich nun Herr Kunz von Globus, mir die genauen Namen und Adressen der "verschiedenen Gutshöfe in der Po-Ebene" zu nennen.

Am 27.12.07 erhielt ich eine knappe Antwort von Herrn Ernst Pfenninger, Mediensprecher von Globus:

"Der Globus-Einkauf (delicatessa) betont, dass in der Deutschschweiz im Globus keine Stopfleber verkauft wird. Die Betriebe spielen dabei keine Rolle - wichtiger ist vielmehr, welchen Lieferanten man hat: Kennt er die Betriebe genau? Vertritt er unsere Anliegen?
Dies trifft auf unseren Lieferanten, Firma Dubno (trat letzthin im Kassensturz auf), vollumfänglich zu. Er sichert als Spezialist die Einhaltung der Grundsätze".

So, so, die Betriebe spielen dabei keine Rolle. Und ausgerechnet von der Firma Hugo Dubno, die nun ebenfalls bei Globus, aber auch überall sonst als "vertrauenswürdiger" Lieferant auftaucht, erhält man entweder keine Antwort oder nur eine dürftige, ohne genaue Auskünfte.

Dass ich nie, weder als Konsumentin noch als Vertreterin des VgT, eine klare Auskunft von dieser Firma erhalten habe, kann nur damit erklärt werden, dass die Hugo Dubno AG offensichtlich etwas zu verbergen hat, ansonsten hätte sie doch kein Problem damit,  offen und transparent die gewünschten Auskünfte zu kommunizieren.

Noch schlimmer ist, dass sämtliche Läden, die diese Produkte verkaufen, das Verhalten und die Aussagen von Hugo Dubno nicht einmal auf meine begründeten Vorhalte hin, hinterfragen, und  dadurch ihre Kunden und Kundinnen, die ihnen ihr Vertrauen schenken, bewusst oder zumindest eventualvorsätzlich über den Tisch ziehen.

Am 18.12.2007 berichtete der Kassensturz über Stopfleber und riet den Konsumenten beim Leberprodukte-Kauf von Enten ("de canard") oder Gänsen ("d’oie"), auf die Deklaration "ungestopft" oder "non gavé" zu achten. Weiter wurde berichtet, dass immer mehr Läden - vor allem Coop und Globus - Enten-und Gänseleber von ungestopften Tieren anbieten. Die Tiere würden zwar gemästet, aber zumindest nicht zwangsgestopft. Ausgerechnet der Kassensturz, der bei der Bevölkerung als glaubwürdiges "Gütesiegel" gilt, an dass man sich voller Vertrauen orientieren kann, hilft unkritisch mit, diese offensichtliche Konsumententäuschung aufrecht zu erhalten!

Im November 2011 nahm der VgT die Recherche wieder erneut auf, als in der Coop Zeitung Nr 46 vom 15. Nov.  ein Inserat erschien, worin eine "Edelplatte" mit "Amuse-Bouche mit Gänselebermousse (ungestopft)" angeboten wurde. Zehn Tage später schickte ich eine Anfrage an drei verschiedene Coop-Mailadressen und bat um Auskunft betreffend der Herkunft dieser Gänselebermousse.
Als ich nach einem Monat immer noch keine Antwort erhalten hatte, schickte ich einen eingeschriebenen Brief direkt an die Coop Direktion in Basel und gab - mit einer Frist bis zum 10. Jan. 2012 - eine letzte Gelegenheit zu einer Stellungnahme. Auch hier wieder lange keine Reaktion.
Dann am 13. Jan. kam doch noch ein Brief, unterschrieben von Susanne Sugimoto-Erdös, Leiterin Kommunikation Coop und  Charlotte Bühler, Leiterin Konsumentendienst Coop, mit folgendem Inhalt:

"Wir haben Ihr Schreiben am 28. Dez. 2011 erhalten, in welchem Sie uns eine Frist zur Beantwortung einer Frage setzen, ansonsten Sie die angebotene ungestopfte Gänseleber als Betrug einschätzen.
Es verhält sich so, dass wir - wie Coop schon bereits früher mündlich kommunziert hat - Leserinnen und Lesern der VgT-Nachrichten, die sich an uns wenden, gerne Auskunft geben. Jedoch nehmen wir dem VgT selbst gegenüber generell keine Stellung"

Hier muss gesagt werden, dass Coop mir früher NIE mündlich die Bereitschaft Leserinnen und Lesern der VgT-Nachrichten Auskunft zu geben, kommuniziert hatte.
Mit diesem Brief ist die Absicht von Coop offensichtlich, denn diese negative Antwort ist für den VgT schwer verwertbar als Beweisdokument. Coop hat ja nichts zu verbergen, nur dem VgT gibt er keine Auskunft...
Das ist sehr raffiniert! Ich schickte folgende Antwort:

"Wir nehmen zur Kenntnis, dass Coop nach jahrelanger Hinhaltetaktik jegliche Auskunft verweigert und dass dies nur einen Schluss zulässt: Es handelt sich hier eindeutig um Betrugs-Verschleierung und bewusste Konsumententäuschung. Selbstverständlich werden wir diese Tatsache auch so weiter kommunizieren."

Mit dieser Episode ist diese Chronologie zum traurigen Thema foie gras sicher noch nicht beendet - Fortsetzung folgt.


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