29. Januar 2002 / VN2002-2

Fleischgenuss durch Relgionsfreiheit geschützt?

Der Genuss von Koscherfleisch ist bei Juden und Moslems keine rituelle, dh keine religiöse Handlung, sondern ein ganz trivialer, kulinarischer Genuss. Die Koscherregeln, zu denen das Schächten gehört, sind reine Speisezubereitungsregeln.

Fleisch ist bekanntlich kein "Lebensmittel", sondern ein Genussmittel, und es ist heute eine wissenschaftliche Tatsache, dass vegetarische Ernährung gesünder ist. Je weniger Fleisch, um so gesünder - wie bei anderen Genussmitteln.

Kein Jude oder Moslem wird gezwungen, entgegen seiner Religion zu leben, wenn aus Tierschutzgründen auf Fleisch verzichten muss. Darum verletzt das Schächtverbot nicht die Religionsfreiheit. Sonst wäre auch das Rauchen in Rauchverbotszonen durch die Religionsfreiheit geschützt, sobald irgend eine Sekte auf die Idee kommt, Gott habe ihr befohlen, genau dort die Friedenspfeife zu rauchen.


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