VN00-2

Leserbriefe

Sehr geehrter Herr Kessler, ich bewundere Ihre grosse Beständigkeit und Ihren Mut, nicht aufzugeben trotz der vielen Anfeindungen und Verleumdungen. Vielleicht erinnern Sie sich noch, dass ich Sie anlässlich einer öffentlichen Gerichtsverhandlung fragte, ob ich für Sie zu Gott beten dürfe - Sie sagten «ja», und seither bitte ich jeden Morgen und jeden Abend um Schutz für Ihr Heim, Ihre Familie und um Gesundheit, Kraft und Schutz für Sie. H Ammann, Winterthur

Tierschützer Erwin Kessler und ich fahren in der roten Frauenfeld-Wil-Bahn. Gegenüber sitzen drei Miliz-Feuerwehrmänner auf dem Heimweg. Einer davon schaut und schaut und plötzlich huscht ein grinsendes Lachen über sein Gesicht, und die braunen Augen geben zu erkennen, dass sie etwas entdeckt haben. "Schau mal nach hinten, wer da sitzt", sagt er zum Kollegen. "Das ist doch der Kessler!" Ha, ha, ha, röhrt es aus ihren Kehlen. "Hast du die Kühe draussen? Hast du sie ins Freie gelassen?" fragt er den Dritten. "Wenn du sie nicht ins Freie gelassen hast, gibt es 'Lämpä', pass auf." sagt er zweimal mit zunehmender Lautstärke. So ist es gut, denken wir uns - auch wenn sie dazu grinsen, sickert es hoffentlich allmählich in ihr Bewusstsein, dass die uns anvertrauten Tiere, weil sie wie wir fühlende Lebewesen sind, ein Anrecht haben an die frische Luft zu kommen, um sich frei bewegen zu können. Tiere sind der Natur noch näher als wir, deshalb brauchen sie nicht nur hie und da Auslauf, sondern täglich. Heidi Kessler, Tuttwil

Den VgT-Nachrichten Nr 5 vom Oktober 1999 habe ich wieder nur Schauderhaftes und Widerliches entnehmen können. Aber leider ist heutzutage von ,,Menschen" nicht viel mehr zu erwarten. Ich habe einen sieben Monate alten Sohn. Jedes Mal, wenn ich an sein Bettchen trete, erhalte ich ein ganz verzücktes Lächeln. Jeden Abend schläft er selig ein, wenn ich mit ihm zum Schutzengeli gesprochen habe. Jeden Abend danke ich Gott für dieses liebe Geschöpf, dessen Leben noch frei von Sorgen und bösen Gedanken ist. Doch eines Tages werde ich ihn auf diese Welt vorbereiten müssen. Ich werde ihm kleine Geschichten erzählen, vom Glauben an Gott, Buddha, Allah, von Menschen und ihren Taten. Eines Tages werde ich ihm die Geschichte vom Kloster Fahr und seinen Schweinchen und Kälbern erzählen. Vielleicht wird er mich dann fragen: ,,Mami, warum tun Menschen so etwas?". Doch wenn er mir diese Frage stellen wird, weiss ich, dass ich ihn auf den richtigen Weg geführt habe. An diesem Tag wird er die Lektion lernen: Nicht jeder, der in einem Haus Gottes lebt, lebt nach Gottes Gesetzen; nicht jeder Gesetzesvertreter vertritt das Gesetz. Ich werde aber auch versuchen, ihn Positives wie Mut und Hoffnung zu lehren. Vielleicht kann ich eines Tages die Geschichte mit dem Satz beenden: ,,Dank dem Mut eines Mannes dürfen die Tierli vom Kloster Fahr heute frei hemmspringen und es führen alle ein glückliches Leben bis an ihr Ende". Priska Bellmont Lussmann, Altdorf

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Tierquälerei im Kloster Fahr (www.vgt.ch/vn/9905/fahr.htm)

Vom Artikel über den Vorwurf angeblicher «Rassendiskriminierung» im Schächtprozess (www.vgt.ch/justizwillkuer/schaecht-prozess.htm) möchte ich gerne noch 20 Stück zum Verteilen. Anlässlich unserer Ausstellung werde ich diesen auflegen. Es scheint mir sehr wichtig zu sein, den Leuten klar zu machen, wie der wahre Sachverhalt ist. Jederman wird so verstehen, dass dringend etwas unternommen werden muss, was ja mit «Rassendiskriminierung» nichts zu tun hat.- Ich kann Sie und Ihre Argumente sehr gut verstehen. Es ist auch mir unverständlich, weshalb mit dem Tierschutzgesetz so unseriös und gleichgültig umgesprungen wird. Dieses Gesetz wird mit den Füssen getreten. Es ist den Herren Richtern und Vollzugsbeamten gleich, wie es den Tieren ergeht. Sie sitzen ja auf gepolsterten Stühlen, wohnen in geheizten Villen und kümmern sich keinen Deut um das Schicksal und die unermessliche Qual der geschundenen, eingepferchten, misshandelten Kreatur. Sie haben am Ende des Monats genau gleich ihren Lohn. Mein Gott - wenn es ihn gibt - weshalb lässt er solche «Menschereien» zu? Menschen wie Sie sind ihnen unbequem, erinnern Sie sie doch ab und zu daran, wie es sein sollte. Ich bewundere Sie und Ihren Mut. Ines Schumacher, Zurzach

Aus einem Brief an die Herren vom Kloster Einsiedeln: Nichts ist schlimmer als wenn Menschen anderen Lebewesen Leid und Qualen zufügen. Da ich eine Gläubige Person bin, an Gott glaube und seine Gesetze nach bestem Gewissen einhalte, kann ich solche Missstände in Kloster-Betrieben nicht verstehen. Aus diesem Grund bin ich per sofort aus der Röm. Kath. Kirchenausgetreten. Meine eingesparte Kirchensteuer werde ich in Zukunft dem VgT spenden, damit alle Missstände auch in Zukunft aufgedeckt werden.
Claudia Oldani, Tägerig

Der Bericht in den VgT-Nachrichten über die Konsumententäuschungen mit Pelzkleidern beim Modegeschäft Vögele hat mich veranlasst, der Direktion zu schreiben. Ich wollte wissen, wieso zu den Vorwürfen des VgT nicht Stellung genommen werde. Mein Brief wurde nicht beantwortet, obwohl mir eine Frau Tschopp am Telefon versicherte, man werde sich um die Angelegenheit kümmern. So habe ich zwei Monate auf eine Antwort gewartet. Bei einer nochmaligen Anfrage war nun eine Frau Wyss für diese leidige Angelegenheit zuständig. Ich informierte sie noch einmal und bat um eine Stellungnahme. Auch hier wartete ich vergebens, bis ich mich nach zwei weiteren Monaten telefonisch über dieses Verhalten beschwerte. Die Antwort war klar und deutlich: «Die Konzernleitung gibt keine Antwort auf diesen Zeitungsbericht». Als ich entgegnete, dass ich in dem Falle nicht mehr bei Vögele einkaufen und auch meine Bekannten und Verwanden informieren würde, dies aber nach dem gewinnreichen Geschäftsjahr 1998 wohl keinen grossen Verlust bedeute, kam die Antwort sofort: «Sie sagen es, unsere Firma kann sich das jederzeit leisten». Ich glaube, da erübrigt sich jeder weitere Kommentar! J. Fölmli, Rikon

Vielen herzlichen Dank an Sie und Ihre Aktivisten, die unentwegt, teils unter Lebensgefahr (siehe Affoltern, VN00-1A) kämpfen. Tierschinder, gewisse Politiker (zB Porto-schmutzli) und «unabhängige» Richter zu überzeugen, ist eine Sysiphus-Arbeit. Nach der Lektüre der VN habe ich immer eine Wut in Bauch und Kopf.
Franz Zepf, Niouc/Sierre

Ein vom ‘Blick’ nicht veröffentlichter Leserbrief:
Es wird immer schöner in unserer «freien Demokratie». Nach dem («Antirassismus»-)Maulkorbgesetz nun noch die Zensur durch die Post. Nach Artikel 16 der neuen Verfassung ist die Meinungs- und Informationsfreiheit gewährleistet. Jeder Mensch, aber scheinbar nicht Erwin Kessler, hat das Recht, seine Meinung frei zu bilden und sie ungehindert zu äussern und zu verbreiten - hier gehindert durch die Post. In unserem Staat darf man alles sagen was man denkt. Man muss nur das Richtige denken.

Walter Guler, Zürich

Anmerkungen auf Spenden-Einzahlungen:
"Geben Sie weiterhin Vollgas." Matthias Vogel, Weinfelden.
"Weiter so!" Bea Külling, Thalwil

Ein vom "Beobachter" nicht veröffentlichter Leserbrief zu seinem Artikel "Post boykottiert militanten Tierschützer": 
Das Schächten ist ein verabscheungswürdiges Tötungsverfahren, das den Tieren einen qualvollen Tod bereitet. Das ist eine wissenschaftlich belegte Tatsache. Es ist das Verdienst von Herrn Kessler, dieses Thema aufgegriffen und eine mutige Aufklärungskampagne gegen das Schächten gestartet zu haben. Schade hingegen, dass nur wenige andere Tierschutzorganisationen den Mut aufgebracht haben, diese Kampagne zu unterstützen. Schade ebenfalls, dass Herr Raos in seinem Artikel im Beobachter überhaupt kein Wort der Kritik für das Schächten findet, sondern sich darauf beschränkt, die Persönlichkeit von Erwin Kessler in ein schiefes Licht zu stellen. Herr Raos findet es auch nicht nötig, die Post wegen ihres unerhört undemokratischen Vorgehens gegenüber dem VgT zu kritisieren. Herr Kessler ist, gemäss seiner eigenen Aussage, kein Antisemit. Seine Kritik gilt nur solchen Juden (einer kleinen Minderheit, übrigens), die das Schächten praktizieren bzw. unterstützen. Es ist heute aber leider so, dass etliche jüdische Organisationen aus verständlicher Angst vor dem mancherorts wieder aufkommenden Antisemitismus, jedwelche Kritik an Juden bzw. dem jüdischen Staat automatisch als rassistisch inspirierten Angriff auf das jüdische Volk, dh als Antisemitismus aufnehmen und auslegen. Dies ist ungerecht, unannehmbar und für die Bekämpfung des echten Antisemitismus höchst kontraproduktiv. Herr Kessler ist nur einer unter vielen Opfern dieser unüberlegten, gefährlichen Abwehrhaltung. Ich hätte mir gewünscht, dass Herr Raos in seinem Artikel seine Leser über den richtigen Sachverhalt aufklären würde, aber davon leider keine Spur. Und noch ein Punkt: Ich finde es traurig, dass Herr Raos mit keinem Wort den beispiellosen, unermüdlichen Einsatz von Herrn Kessler zugunsten der misshandelten, gequälten Nutztiere würdigt Das ist m.E. gar nicht BEOBACHTER-mässig, oder doch?
Dr G Zucco, Oberrieden


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VN00-2 ,  April 2000
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