8. November 1999

Offener Brief an das Kloster Fahr

wir lehnen Ihr Gesuch um Gegendarstellung zu unserem Bericht über die Gerichtsverhandlung vor dem Obergericht in den VN99-5 ab, da es den gesetzlichen Anforderungen an Gegendarstellungen nicht genügt.

Im übrigen bin ich nach wie vor der Meinung, dass es bessere, einfachere und kostengünstigere Möglichkeiten zur Beendigung des Konfliktes gibt, die auch dem Ansehen des Klosters weit förderlicherer wären, als eine öffentliche Auseinandersetzung anlässlich von Gerichtsverfahren, über die wir weiterhin ausführlich berichten werden. Ich empfehle Ihnen deshalb, Ziffer 4 in Ihrem Schreiben vom 21. Juni 1999 zu überdenken, der lautete:

Verhandlungen mit Ihnen über die Tierhaltung sind nicht nötig. Das Kloster Fahr achtet die Würde des Tieres und trägt auch den Entwicklungen im Tierschutz angemessen Rechnung.

Nachdem im vergangenen Sommer im klösterlichen Schweinestall eine Verschlechterung gegenüber dem gerichtlichen Augenschein festgestellt wurde (wie in den VN99-5 dargelegt), sind die Voraussetzungen für unseren freiwilligen Verzicht auf weitere Kampagnen nicht mehr erfüllt, weshalb wir diesen für beendet erklärt haben.

Kastenstände für Mutterschweine, Einzelhaft für junge Kälber und Elektrisiervorrichtungen im Kuhstall sind mit der Würde des Tieres ganz sicher nicht vereinbar und tragen auch den Entwicklungen im Tierschutz nicht angemessen Rechnung.

 

Aktuell zum Thema: Forum-Beitrag vom 8. November 1999


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