20. September 1999

Weitere Episode um den Hedinger Landwirt Baumann, der seine Kühe nie weidet  (Forum-Beiträge zum Thema):

Strafanzeige gegen den Hedinger Landwirt Andreas Baumann

Der VgT hat heute dem Statthalteramt Affoltern eine Strafanzeige gegen Landwirt Andreas Baumann, Hausackerstr 3, 8908 Hedingen/ZH, eingereicht wegen fortgesetzter Verletzung von Artikel 17 der eidgenössischen Tierschutzverordnung. 

Begründung: 

Artikel 17 der Tierschutz-Verordnung lautet:
"Für Kälber bis vier Monate, für Kühe und hochträchtige Rinder sowie Zuchtstiere muss der Liegebereich mit ausreichender und geeigneter Einstreu versehen werden." 

Ausreichend und geeignet ist Einstreu dann, wenn die schweren Kühe weich liegen können.  

Beim Angezeigten sind die Kühe der allergrösste Teil ihres Lebens im Stall angebunden. Geweidet werden sie nie und nur hie und da - nicht jeden Tag - erhalten sie kurz Auslauf auf dem kleinen Betonplatz vor der Stalltüre. In einer solchen Situation, wo die Tier nie auf einer weichen Weide liegen können, ist Einstreu im Stall besonders wichtig. Trotzdem haben die Kühe des Angezeigten nur Spuren von wenig Sägemehl im Liegebereich; diese dünne Sägemehlstreuung bedeckt nicht einmal den ganzen Liegebereich. Einige vereinzelte, kleine Häufchen feuchtes Sägemehl ist alles (siehe Foto).  

hedingen_kuehe_ohne_einstreu.jpg (383160 Byte)

Die Tiere liegen hart auf den Hartgummi-Lägermatten, gerade so als wenn es gar keine Einstreu hätte. Das ist offensichtlich nicht "ausreichende und geeignete Einstreu" im Sinne des Gesetzes. 

Die Gesetzesverletzung erfolgt offensichtlich aus reiner Faulheit, so wie der Angezeigt auch seine Kühe aus reiner Faulheit nie auf eine Weide lässt. Angesichts der Milliarden-Subventionen aus Steuergeldern, welche der Landwirtschaft jährlich zufliessen, kann ein solcher Umgang mit Tieren aus Faulheit nicht hingenommen werden. 


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