13. Juni 1999

Dioxin-Vergiftung tierischer Lebensmittel: eine Tat belgischer Tierschützer? 

Einer Meldung einer belgischen Gruppe der ALF (Animal Liberation Front) zufolge ist die Dioxin-Affäre das Werk einer belgischen Gruppe der ALF (Animal Liberation Front). Die Vergiftung der zur Futtermittelproduktion verwendeten Kadaver und Schlachtabfälle mit Mineralöl sei gewählt worden, weil damit den Tieren nicht geschadet werde: Mit Extremzüchtung, industriellem Kraftfutter und Antibiotika-Dopping werde das Schlachtgewicht in der Massentierhaltung in extrem kurzer Zeit erreicht, so dass sich eine chronische Dioxinvergiftung gar nicht auswirken könne. Nicht nur die Tiere, sondern auch unschuldige Konsumenten, die ihrer ethischen Verantwortung gemäss bereits auf vegetarische Ernährung umgestellt hätten, würden nicht betroffen. Geschädigt würden daher nur die Profiteure der Tierausbeutung und diejenigen Konsumenten, die gewohnheitsmässig Tierquälerprodukte essen. Die ALF betrachtet die Vergiftung von tierquälerisch produzierten Lebensmitteln nach dem EU-weiten Versagen des demokratisch-rechtstaatlichen Tierschutzes als letzte Möglichkeit gegen die Massenausbeutung der Tiere. Mit weiteren ähnlichen Massnahmen müsse in der Zukunft gerechnet werden. Von den Behörden und den Medien werde die wahre Ursache der Dioxinvergiftung verheimlicht, damit der Konsum von Fleisch und Eiern nicht aus Angst vor weiterer Vergiftungs-Aktionen vollends zusammenbreche. Da die EU jährlich hohe Milliardenbeträge für die Überschussverwertung von Agrar-Produkten ausgebe, hätten die Behörden das gleiche Interesse am ungestörten Absatz wie die Produzenten.

 

Anmerkung:

Die Meldung lässt sich nicht überprüfen, da - wie üblich bei ALF-Meldungen - aus rechtlichen Gründen keine Rückfrageadresse angegeben wurde. Vorstellbar ist auch, dass die Meldung fingiert wurde, um vom skrupellosen Verhalten der Agro-Mafia abzulenken, die zur Einsparung von Entsorgungskosten giftiges Mineralöl unter die tierischen Abfälle gemischt haben, welche zu Tierfutter verarbeitet werden. (Durch die hohe Erhitzung bei der Tiermehlfabrikation entsteht aus Mineralölbestandteilen das hochgiftige Dioxin.)

So oder so ist die VgT-Empfehlung aktueller denn je: Essen Sie vegetarisch - Ihrer Gesundheit und den Tieren zuliebe!

Erwin Kessler, VgT


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