25. Mai 1999

Landwirtschafts-Zeitung kündigt merkwürdige Klage gegen den VgT an  

Die Landwirtschafts-Zeitung "Die Grüne" hat eine Ehrverletzungsklage gegen VgT-Präsident Erwin Kessler angekündigt, weil dieser die "Redaktoren" als "Landwirtschaftsberater" bezeichnet hat. Die Redaktoren der "Grünen" betrachten das Wort "Landwirtschaftsberater" offenbar als Schimpfwort! Wir haben bei der Landwirtschaftlichen Beratungszentrale in Lindau nachgefragt, was die dortigen Landwirtschafts-Berater von dieser seltsamen Auffassung halten. Diese wollten jedoch nicht dazu Stellung nehmen.

Auslöser der ganzen Kontroverse war folgende Internet-News des VgT vom 21.5.99): 

"Selbsternannte Landwirtschaftsberater" haben keine Ahnung von der Tierschutzgesetzgebung

Die konservativ-rückständige Landwirtschaftszeitung "Die Grüne" hat in der neuesten Ausgabe 20/99 wieder einmal einen neuen Rekord an Arroganz und Ignoranz aufgestellt: Seite vier ist arrogant von "selbsternannten Tierschützern" die Rede. Ein paar Seiten weiter im gleichen Blatt steht dann folgender Unsinn: "Der Spaltenboden ist aus Tierschutzgründen nicht in allen Kantonen erlaubt." Diese selbsternannten Landwirtschaftsberater haben offenbar noch nie etwas davon gehört, dass die Tierschutzgesetzgebung Bundessache ist und die Kanton nur für den Vollzug zuständig sind, nicht zum Erlass von Tierschutzvorschriften, wie zB ein Verbot von Vollspaltenböden.

Der Vollzug - oder besser gesagt Nichtvollzug - der eidgenössichen Tierschutzvorschriften ist unter dem Einfluss der Agro-Mafia sehr unterschiedlich und zwar derart krass, dass die ein- statt ausgebildeten Schreiberlinge dieser Landwirtschafts-"Fachzeitschrift" nun schon glauben, die Tierschutzgesetzgebung sei eine kantonale Angelegenheit.

Danke für dieses Eingeständnis des Tierschutzvollzugs-Notstandes durch die Agro-Lobby selbst!

Auf diese Internet-News reagierte "Die Grüne" wie folgt:

Betreff: Verleumdungsklage, Datum: Freitag, 21. Mai 1999, Von: "Christian Guler" <cguler@pop.agri.ch>,

Sehr geehrte Damen und Herren. Da lachen ja die Hühner... das mit dem Landwirtschaftsberater: Wir sind Redaktoren, insofern eine Verleumdung... Insofern verlangen wir eine öffentliche Richtigstellung (Verleumdung) und werden uns die dazu notwendigen, rechtlichen Schritte abklären. Mit freundlichen Grüssen.

Christian Guler, Redaktor bei der Grünen.


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