21. Mai 1999

Selbsternannte "Landwirtschaftsberater" haben keine Ahnung von der Tierschutzgesetzgebung

Die konservativ-rückständige Landwirtschaftszeitung "Die Grüne" hat in der neuesten Ausgabe 20/99 wieder einmal einen neuen Rekord an Arroganz und Ignoranz aufgestellt: Seite 4 ist arrogant von "selbsternannten Tierschützern" die Rede. Ein paar Seiten weiter im gleichen Blatt steht dann folgender Unsinn: "Der Spaltenboden ist aus Tierschutzgründen nicht in allen Kantonen erlaubt." Diese selbsternannten Landwirtschaftsberater haben offenbar noch nie etwas davon gehört, dass die Tierschutzgesetzgebung Bundessache ist und die Kanton nur für den Vollzug zuständig sind, nicht zum Erlass von Tierschutzvorschriften, wie zB ein Verbot von Vollspaltenböden.

Der Vollzug - oder besser gesagt Nichtvollzug - der eidgenössichen Tierschutzvorschriften ist unter dem Einfluss der Agro-Mafia sehr unterschiedlich und zwar derart krass, dass die ein- statt ausgebildeten Schreiberlinge dieser Landwirtschafts-"Fachzeitschrift" nun schon glauben, die Tierschutzgesetzgebung sei eine kantonale Angelegenheit.

Danke für dieses Eingeständnis des Tierschutzvollzugs-Notstandes durch die Agro-Lobby selbst!


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