13. Mai 1999 

EuGH – Tiertransportzeiten – Skandal

Wie nicht nur wir mit allergrößter Empörung in Erfahrung bringen mußten, hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschieden, daß das bislang für Europa vorbildliche österreichische Tiertransportgesetz-Straße (erlaubt sind für Schlachttiertransporte 6 Stunden Fahrzeit oder 260 Autobahnkilometer bis zum nächstgelegenen inländischen Schlachthof) nicht EU-konform ist, da es den "freien Warenverkehr" behindere ! 

Die EU-Richtlinie erlaubt für Rindertransporte bis zu 29 Stunden (!) ohne Entladung, Schweine und Pferde dürfen bis zu 24 Stunden, Kälber und Lämmer bis zu 19 Stunden transportiert werden (entsprechender Mißbrauch bzw. Nichteinhaltung dieser Transportzeiten sind vorprogrammiert und nachweislich auch laufend geschehen !). 

Dieses mehr als empörende Urteil des EuGH zeigt leider wieder einmal den Stellenwert von leidensfähigen Tieren und Mitgeschöpfen in der europäischen Union, die wohl nach wie vor nur den Stellen/Marktwert von "Waren" oder "Sachen" innehaben. 

Der Verein gegen Tierfabriken Deutschland bittet, appelliert und fordert alle Parteien auf sich dringlichst dahingehend einzusetzen, damit – auch unter der "Ausnutzung" der deutschen EU-Ratspräsidentschaft – endlich der Stellenwert der Tiere und deren Schutz (Tierschutz) seine ihm zustehende Wertigkeit der Mitgeschöpflichkeit erhält !

Ingrid Dietz, Geschäftsleitung VgT D


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