11. März 1999

Endlose Verleumdungskampagnen gegen den VgT:
Der "Bote der Urschweiz" macht Opfer zu Tätern

Eine Bande aus sechs Metzgern und Mästern überfielen vier auf einer Brücke friedlich für vegetarische Ernährung werbende Frauen und schlugen sie 10 Minuten lang brutal zusammen (www.vgt.ch/vn/98-6.htm). Der Bote der Urschweiz titelte seinen Bericht über die Gerichtsverhandlung mit "Handgreifliche Tierschützer. Strafgericht bestätigt VgT-Urteil".  

Aus den ärztlichen Zeugnissen ergeben sich folgende Verletzungen der vier Tierschützerinnen, die sich beim Überfall aktenkundig nicht gewehrt hatten:  

Fabienne B: Hirnerschütterung, Prellungen am rechten Hinterkopf und Mittelhaupt, Prellungen linke Niere, Ohrensausen, Kopfweh, Rückenschmerzen, verschlechterte Funktion der Hals-Wirbel-Säule. Dauernde Einbuchtung am Kopf , die heute noch ohne weiteres durch Abtasten festgestellt werden können.

Marlène G: Hirnerschütterung, Prellung mit Bluterguss des linken Auges mit bleibender Hautverfärbung, die chirurgisch behoben werden musste, Prellung des rechten Ellbogens, Prellung des rechten Oberschenkels, Prellung Unterleib. Arbeitsunfähigkeit zwei Wochen zu 100 %und weitere zwei Wochen zu 50 %.

Marcela F: Psychisches Schocksyndrom mit schweren Schlafstörungen und Alpträumen über ca 7 Wochen. Nicht kontrollierbare Angst- und Panikgefühle gegenüber kräftigen Männern mit ähnlicher Physiognomie wie die Täter. Posttraumatisches Belastungssyndrom als Nachwirkung eines Schockerlebnisses.

Gemäss Artikel 134 des Strafgesetzbuch wird ein solcher Angriff mit Gefängnis bis zu fünf Jahren bestraft. Bedingter Vollzug kommt nur in Frage, wenn erwartet werden kann, dass sich der Täter dadurch von weiteren Vergehen abhalten lasse. Voraussetzung hiefür ist vorallem Einsicht und Reue. Das fehlte der Metzger- und Mäster-Bande total. Bis zur Gerichtsverhandlung eineinhalb Jahre nach dem Überfall kein Wort der Entschuldigung. Bei der Einvernahme grinste der Haupttäter frech als ihm obige Verletzungen der Frauen vorgehalten wurden. Ein Jahr nach dem Überfall schrieben die Haupttäter dem Verhörrichter, die Frauen seien selber schuld. In rechtswillkürlicher Weise wurde den Tätern - zur milden Strafe von nur 20 bis 60 Tagen Gefängnis - auch noch der bedingte Strafvollzug gewährt. Die vom VgT dagegen erhobene Einsprache wurde am 5. März vor dem Strafgericht verhandelt. Der VgT wird Berufung ans Kantonsgericht erheben, sobald das schriftliche Urteil vorliegt. 

Seit vor zwei Jahren der "Schwyzer Schweinekrieg" ausgebrochen ist - eine Auseinandersetzung zwischen dem VgT, unterstützt von der "Mythen-Post", gegen die Innerschwyzer Agro- und Politmafia - steht der "Bote" mit einseitiger und teils verlogener Berichterstattung stets auf der Seite der Tierquäler. Indem er nun aus den brutal zusammengeschlagenen, sich nicht wehrenden Tierschützerinnen "handgreifliche Tierschützer" und aus der Verurteilung der Metzger- und Mästerbande eine VgT-Verurteilung machte, haben die systematischen Verleumdungskampagnen dieses konservativen Blattes einen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Mag dieser Falsch-Titel auch "nur" eine unbewusste Fehlleistung sein, so offenbart er doch deutlich den Geist der Redaktion. 


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