30. Oktober 1998:

Brigitte Bardot wegen Kritik am Schchten verurteilt

In einer Presse-Kurzmeldung hiess es krzlich, Frankreichs einstiges Sex-Symbol Brigitte Bardot msse wegen Aufruf zum Rassenhass eine Geldbusse von 20 000 Francs zahlen. Durch diese allzu kurze Kurzmeldung werden beim Leser ganz falsche Vorstellungen geweckt. Brigitte Bardot hat nmlich nichts mit Rassismus zu tun. Tatsache ist vielmehr, dass sie seit Jahren ihr Vermgen, ihren Namen und ihre ganze Kraft gegen Tierqulerei einsetzt. Nur logisch, dass sie neben vielen anderen Tierqulereien auch das in Frankreich stark verbreitete grausame Schchten kritisiert, und das wurde ihr nun als Rassendiskriminierung ausgelegt, genauso ungerecht und willkrlich wie hier in der Schweiz im Schchtprozess gegen mich. Ich fhle mich in guter Gesellschaft mit Brigitte Bardot, die nicht nur den Mut hatte, sich als Schauspielerin ber die verklemmte Sexmoral unserer Gesellschaft hinwegzusetzen, sondern sich auch heute von der geheuchelten Moral der Antirassismus-Fanatiker nicht davon abhalten lsst, das grausame Schchten zu kritisieren. Wie ich weigert sie sich unter dem Druck staatlicher Sanktionen unsere stummen Mitgeschpfe im Stich zu lassen. Von dieser verchtlich als "Sex-Symbol" titulierten Frau knnten unsere egoistischen Staatsmnner und Spitzenpolitiker, die nichts tun gegen den europaweiten Holocaust an den Nutztieren, einiges an Ethik und Verantwortung lernen. Das gilt auch fr die Redaktoren, die leichtfertig derart irrefhrende Kurzmeldungen verfassen.

Erwin Kessler, Prsident Verein gegen Tierfabriken VgT


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