9. Juli 1998

Ehrverletzungs-Klage eines Appenzeller Schweinezüchters und Antibiotika-Händlers gegen Erwin Kessler erneut abgewiesen

In einem soeben zugestellten Beschluss weist das Zürcher Obergerichtes den Rekurs des Klägers ab und bestätigt damit den Freispruch von Erwin Kessler. Der Schweinezüchter hatte Erwin Kessler wegen Ehrverletzung eingeklagt, weil der VgT über den folgenden Skandal einen Pressebericht an die Ostschweizer Medien gesandt hatte.

Im April 1995 flog ein illegaler Antibiotika-Handel auf, in den Tierärzte und Mäster in mehreren Kantonen verwickelt waren. In der Presse genannt wurde auch der Kläger, Schweinemäster Walter Rusch aus Gonten. Er besitzt dort eine grosse Schweinefabrik. Nachdem in den Zeitungen über seine Verbindung zur Tierdrogen-Mafia berichtet worden war, interessierten wir uns auch für seine Tierhaltung: Die angetroffenen Zustände waren schlimm: Tier im eigenen Kot liegend, schwarz mit Kot verschmiert. Mutterschweine in engen Stahlrohrkäfigen zur Bewegungslosigkeit verurteil. Entgegen den Tierschutzvorschriften kein Stroh in den Abferkelbuchten. Die Muttertiere mussten auf dem harten, verkoteten Boden gebären. Ebenfalls entgegen den Tierschutzvorschriften im ganzen Betrieb kein Stroh oder ähnliches zur Beschäftigung der Tiere. Die Appenzell-Innerrhodener Behörden deckten diese Zustände auf Anzeige hin durch schriftliche Voranmeldung der Kontrolle!

Ausführlicher Bericht mit Bildern in VN98-2


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