VgT-Aktion am 11. Juni 98 an der Art 29’98 in Basel:
Gruppenegoistische Schein-Toleranz von Bundesrätin Dreifuss

Am Empfang im Kunstmuseum Basel anlässlich der Art 29’98 mit Bundesrätin Dreifuss als Festrednerin verteilte eine mit einer Kuhkopfmaske und blutverschmiertem weissem Overall verkleidete VgT-Aktivistin am Eingang das folgende Flugblatt an die Gäste:

Frau Bundesrätin Dreifuss,

Warum dulden Sie es, dass der Nationalfonds mit Steuer-Millionen sehr qualvolle Tierversuche durchführt?
Weil Ihr Bruder Tierexperimentator ist?
Das ist weder sozial noch demokratisch. Die Bevölkerung lehnt qualvolle Tierversuche mehrheitlich ab.

Warum distanzieren Sie sich nicht vom grausamen Schächten?
Weil Sie Jüdin sind?
Das ist nicht demokratisch. Die Mehrheit der Bevölkerung lehnt das Schächten ab.

Sie haben alle jene, welche das Antirassismus-Gesetz abgelehnt haben – das sind 47 Prozent der Stimmbürger – als Rassisten beschimpft.

Das ist weder sozial noch demokratisch – aber sozialdemokratisch?

200 dieser Flugblätter wurden an die Gäste verteilt, welche es meistens interessiert entgegennahmen. Frau Dreifuss jedoch wollte dieses Flugblatt nicht annehmen, ohne zu wissen, um was es ging. Ist Frau Bundesrätin Dreifuss politisch nicht interessiert? Oder realisiert sie langsam, dass der VgT immer wieder und endlos ihre öffentlichen Auftritte begleitet, bis Sie ihren erbärmlichen Ausspruch zurücknimmt, das grausame Schächten sei für sie eine Frage der religiösen Toleranz?

Ich habe Frau Dreifuss einmal angefragt, ob sie auch so "tolerant" wäre, wenn sich Menschenfresser bei uns niederlassen würden, deren Religion vorschreibt, jede Woche das Herz einer Jüdin zu essen. Sie wusste darauf keine Antwort. Dafür wurde dieser Satz vom Antirassismusneurotiker Sigmund Feigel, Ehrenpräsident der Israelitischen Cultusgemeinde, der nach eigenen Worten nicht religiös ist und sich nicht an das Schächtgebot hält, als rassistisch eingeklagt. Ein Zürcher Einzelrichter, der Parteigenosse von Dreifuss ist, war wohl politisch gezwungen, mit deshalb zu verurteilen, weshalb bekanntlich demnächst ins Gefängnis muss - was mich aber nicht abhalten wird, diese Frage immer wieder zu stellen, denn sie drückt den Kern der gruppenegoistischen Schein-Toleranz von Ruth Dreifuss kurz und prägnant aus. Es gibt keine bessere Formulierung.

Erwin Kessler, Präsident VgT


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