5.November 1997
Verheerende Auswirkung der nach unten revidierten Tierschutzverordnung:
Missbrauch der neuen Kompetenz zu Ausnahmeregelungen


Mit der vom Bundesrat am 1. Juli 1997 in Kraft gesetzten revidierten Tierschutzverordnung haben die kantonalen Vollzugsbeamten die Kompetenz erhalten, einzelnen Tierhaltern Ausnahmebewilligungen zu erteilen. Dieser neue Artikel 76 lautet:

In begründeten Fällen kann die kantonale Behörde auf Gesuch hin befristete Ausnahmen von der Pflicht zur Gewährung von Auslauf für Rindvieh bewilligen.

Dass diese Ausnahmekompetenz missbraucht werden würde, war vorauszusehen. Der erste krasse Fall ist jetzt im Kanton Thurgau bekannt geworden:

Landwirt Hermann Engel in Mammern TG hält seine Kühe dauernd an der Kette. Im Frühjahr 1997 hat deshalb eine Nachbarin beim kantonalen Veterinäramt Anzeige erstattet. Als sich bis im Herbst nichts änderte, meldete sie sich beim VgT. Am 3. Oktober intervenierte der VgT deshalb beim Veterinäramt. Da gerade Obsternte war, redete sich der Landwirt damit heraus, er habe während dem Obsten keine Zeit, seine Kühe in den Laufhof zu lassen. Hierauf erteilte ihm das Veterinäramt die beiliegende skandalöse Ausnahmebewilligung. Die Handschrift der Agro-Mafia zeigt sich am Zusatz, dass ihm auch grad noch erlassen wurde, den Verzicht auf Auslauf während 6 Wochen zur Obsternte in der übrigen Zeit zu kompensieren.

 

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Darum: Pflanzenmargarine statt Butter

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