7. Dezember 2001

EU will 50 Millionen Tiere vergiften - Die Unterstützung für einen EU-Beitritt schwindet, bravo!
Studie ueber das Ausmass des geplanten Testprogramms vorgelegt

Mindestens 50 Millionen (!) Tiere sollen fuer ein geplantes
Chemikalien-Testprogramm der EU qualvoll sterben. Diese schockie-
rende Zahl enthuellt jetzt eine vom britischen Umweltministerium
in Auftrag gegebene Studie. Der "Bundesverband der Tierversuchs-
gegner - Menschen fuer Tierrechte e.V." prangert dieses umfang-
reichste Tierversuchsvorhaben in der Geschichte Europas als
"Skandal ohne gleichen" an, denn Tierversuche koennten nicht
zur Risikoabschaetzung dieser Stoffe beitragen und effektive
tierversuchsfreie Methoden wuerden ignoriert.

Die EU will 30.000 Chemikalien, die seit ueber 20 Jahren auf
dem Markt sind, in grausamen Tierversuchen auf ihre Giftigkeit
hin testen lassen. Die kuerzlich erschienene Studie aus
Grossbritannien zur Durchfuehrbarkeit geht von mindestens
12,8 Millionen benoetigter Tiere aus. Hinzu kommen die Nach-
kommen von Reproduktionsversuchen, so dass sich die Gesamtzahl
auf rund 50 Millionen erhoeht. Die Studie errechnet zudem einen
Kostenrahmen von 8,68 Milliarden Euro, womit die von der EU-
Kommission kalkulierten 2,1 Milliarden Euro um das Vierfache
ueberschritten wuerden.

Bei den geplanten Tierversuchen werden Substanzen des taeglichen
Bedarfs, wie Holzschutzmittel, Wandfarbe oder Schmierstoffe den
Affen, Hunden, Meerschweinchen, Kaninchen, Ratten und Maeusen
in den Magen gepumpt, in die Augen oder auf die geschorene Haut
gerieben. Die Tiere sterben einen qualvollen Gifttod oder werden
nach Ablauf einer Frist getoetet. In weiteren Versuchen werden
die Stoffe traechtigen Tieren verabreicht. Ihre Jungen werden ge-
toetet und auf Missbildungen hin untersucht.

"Fuer das geplante Chemikalien-Programm der EU sollen Millionen
fuehlender, leidensfaehiger Mitgeschoepfe geopfert und Milliarden
Steuergelder verschwendet werden", empoert sich Dr. Corina Gericke,
Fachreferentin beim Bundesverband der Tierversuchsgegner -
Menschen fuer Tierrechte. Tierversuche seien zudem voellig ungeeig-
net, die Sicherheit der Verbraucher vor schaedlichen Chemikalien zu
gewaehrleisten, da die Ergebnisse aus solchen Experimenten nicht
auf den Menschen uebertragbar seien. "Die Giftigkeit von Chemika-
lien kann mit Hilfe tierversuchsfreier Methoden wesentlich
besser, schneller, billiger und mit fuer den Menschen relevanten
Ergebnissen festgestellt werden", sagt Gericke. Eine ebenfalls in
Grossbritannien veroeffentlichte Studie beweist, dass ein voll-
staendiger Ersatz aller Giftigkeits-Tierversuche innerhalb
kuerzester Zeit moeglich waere.
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Weitere Informationen finden Sie hier: http://tierrechte.de/themen/eutierversuche/uliste.shtml

Bundesverband der Tierversuchsgegner - Menschen fuer Tierrechte e.V.
eMail: infodienst@tierrechte.de Internet: http://tierrechte.de/
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Die Schweiz will auf Distanz zu Europa bleiben. Die Unterstützung für einen EU-Beitritt schwindet seit der Abstimmung über die bilateralen Verträge kontinuierlich. Dies zeigt der neuste Europa-Barometer des GfS-Forschungsinstituts. Aktuell sind 45 Prozent der Befragten gegen einen EU-Beitritt und 39 Prozent dafür. Noch geringer ist die Unterstützung, wenn ein Beitritt Konsequenzen hätte auf die Mehrwertsteuer, die direkte Demokratie, das Bankgeheimnis und das Konkordanzsystem. Im Juni hatten sich noch 40 Prozent für einen Beitritt ausgesprochen. [Tages-Anzeiger Newsticker 6.12.01


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