27. September 2001

Auch deutsche Tierschützer geschockt über die Aufhebung des Schächtverbotes:

Der Arbeitskreis für humanen Tierschutz und gegen Tierversuche eV hat Bundesrat Couchepin folgendes geschrieben:

Der grösste Feind des Rechts ist das Vorrecht

Sehr geehrter Herr Couchepin,

dem Internet- und Presseberichten, selbst hier in Deutschland, ist zu entnehmen, dass im Rahmen der Novellierung des Tierschutzgesetzes in der Schweiz erwogen wird, betäubungsloses Schächten für bestimmte extremistisch-fundamentalistische Religionsgruppierungen per Ausnahmegenehmigung zuzulasssen. Ist dies richtig? Nachdem in anderen Ländern, u a in Deutschland, solche Sondergenehmigungen für Tierquälerei aufgrund höchstrichterlicher Grundatzentscheidungen eingeschränkt werden, will sich die Schweiz ins Mittelalter zurückkatapultieren und anachronistisches, grausamstes betäubungsloses Abmetzeln von Tieren neu zulassen? Und dies nach über hundert Jahren vorbildlichem Schächtverbot in der Schweiz?!

Wieviele Gessler-Hüte wollen Sie denn noch grüssen? Auch die, die Mädchen-Beschneidungen oder Vielehen ritualisieren und zur "Religionsausübung" hochstilisieren? Sie werden eindringlich ersucht, von solch wahnwitzigem Gesetzesänderungsverfahren abzusehen. Noch mehr Qualen wie schon bisher (auch in der Schweiz) - Massentierhaltung, Anbindung in dunklen Ställen etc - ist den Mitgeschöpfen wahrlich nicht mehr zumutbar.

In Erwartung Ihrer konkreten Rückäusserung zu oben angeführten Fragen und Ausführungen verbleiben wir
mit freundlichen Grüssen

Ulrich Dittmann, Arbeitskries für humanen Tierschutz und gegen Tierversuche eV, 28.9.2001


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