6. Juni / 18. Dezember 2001 /VN2002-2

Verfügung der Bezirksanwaltschaft:
Rassismusvorwurf des Tages-Anzeigers war unberechtigt

In der Ausgabe vom 2. Juni brachte der Tages-Anzeiger folgende Meldung zum geplatzen Vegi-Wurst-Grillen bei der "umverkehR"-Veranstaltung in Zürich:

Kessler grillierte nicht

Der umstrittene Tierschützer Erwin Kessler hat am gestrigen "Umverkehr"-Fest auf dem Kanzleiareal nur einen kurzen Auftritt gehabt. Er reiste kurz nach Festbeginn wieder ab. Vorgesehen war, dass Kessler vegetarische Würste grilliert und verkauft. Weil Kessler wegen Verstosses gegen das Anitrassismusgesetz verurteilt ist, protestierte im Vorfeld die Vereinigung kritischer Jüdinnen und Juden gegen seinen Auftritt. Kesslers Abreise hatte ihren Grund dann allerdings nicht in diesem Prostest, sondern darin, dass er ein Plakat nicht am vorgesehenen Ort aufhängen durfte. (luh)

Erwin Kessler hat folgende Gegendarstellung verlangt:

Es war ein Protest gegen das Erpressen-Lassen

Ich habe die "umverkehR"-Veranstaltung nicht deshalb verlassen, weil ich "ein Plakat nicht am vorgesehenen Ort aufhängen durfte", sondern weil sich die Veranstalter von jüdischen Kreisen erpressen liessen, dass keine VgT-Infos aufgelegt werden durfte und dann auch noch das zuvor abgemachte Aufhängen eines Spruchbandes "Essen Sie heute vegetarisch - Ihrer Gesundheit und den Tieren zuliebe" neben dem Grillstand verhinderten.

Die Tamdedia AG hat die Gegendarstellung verweigert, da sie antisemitisch.

Da heute kein Rechtsanwalt verbindlich beurteilen kann, was mit Blick auf das Antirassismus-Gummi-Maulkorbgesetz noch gessagt werden darf und was nicht, hat Erwin Kessler eine Selbstanzeige gegen sich selber eingereicht, um diesen haltlosen Vorwurf des Tages-Anzeigers durch die Strafbehörden prüfen zu lassen. Nun liegt das Ergebnis vor: Die Bezirksanwaltschaft hat das Verfahren eingestellt, weil nichts Rassendiskriminierendes erkennbar sei (Einstellungsverfügung vom 6. Dezember 2001).

Das zeigt, wie vorschnell und sorglos der pro-schächtjüdische, konstant VgT-feindliche Tages-Anzeiger mit Rassismus-Vorwürfen um sich wirft. Das sollten sich alle Leser merken, welche diese Zeitung immer noch lesen.

Die tendenziöse Berichterstattung des Tages-Anzeigers zeigte sich kürzlich auch wieder im Zusammenhang mit dem Monsterprozess (Schächtprozess Nr 2): Um was es in diesem Verfahren eigentlich geht, unterdrückte der Tages-Anzeiger. Statt dessen behauptete er, unter den rund 100 Zuhörern an der öffentlichen Gerichtsverhandlung hätten sich "mindestens zwei Rechtsextreme" befunden - als ob Erwin Kessler dafür verantwortlich dafür wäre, wer an eine öffentliche Gerichtsverhandlung kommt, wurde damit unterschwellig die jüdische Verleumdung aufgegrischt, Erwin Kessler pflege Kontakte zur rechtsextremen Szene (mehr dazu: Rechtsextreme an der Gerichtsverhandlung in Bülach?)

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