30. März 2001

Tierisches im Bio-Knäckebrot von Coop

Eipulver im Brot! Das ist nicht normal, und das ausgerechnet im Coop-Naturaplan-Knäckebrot, kritisert die Konsumentenzeitschrift "Saldo" in der jüngsten Ausgabe zu Recht. (Der VgT hat in seinem Einkaufsführer für vegane Produkte schon lange vor diesem Coop-Knäckebrot gewarnt.)  Die Herstellerfirma, Roland, verwende sonst keine solchen Zusätze im Knäckebrot, und für die Konkurrenz, Wesa, ist sowas schlicht undenkbar. Die lapidare Rechtfertigung von Coop: Bio heisse nicht vegetarisch. Und schliesslich zitiert Saldo auch noch Renato Pichler, den längst unglaubwürdig gewordenen Präsident der schweizerischen Vereinigung für Vegetarismus: "Leider müssen die Konsumenten immer zuerst das Kleingedruckte lesen, denn die meisten Schweizer Lebensmittelkonzerne weigern sich, geeignete Produkte mit dem internationalen Vegetarier-Label zu deklarieren." Gottlob weigern sie sich, denn gerade auch in diesem Knäckerbrot-Fall wäre die Konsumententäuschung mit dem Vegetarierlabel nur noch verstärkt worden. Pichler vergibt dieses nämlich auch für eihaltige Lebensmittel, was der nichtsahnende Konsumente nur merkt, wenn er das Kleindgedruckte liest, nämlich das kleingedruckte "ovo-vegetarisch". Kleingedrucktes zu lesen halten Vegetarier aber wahrscheinlich gerade dann nicht für nötig, wenn ein Vegetarier-Label einer sonst so strengen Vegetariervereinigung darauf steht. Mehr über dieses zweifelhafte Vegetarier-Label, das die Lebensmittelkonzerne zum Glück nicht verwenden: www.vgt.ch/vn/0002/huehner.htm


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