10. November 2000

Teilerfolg:
In der revidierten eidg Fischereiverordnung wird das tierquälerische Fischen mit lebenden Köderfischen eingeschränkt - leider nicht ganz verboten

Die revidierte eidg Fischereiverordnung tritt auf den 1.1.2001 in Kraft und enthält folgende Bestimmung:

Art 5 b Lebende Köderfische

Es ist verboten, lebende Köderfische zu verwenden; als Verwendung gilt auch das Mitführen solcher Fische.

Die Kantone dürfen lebende einheimische Köderfische für den Fang von Raubfischen in Gewässern oder in Teilen von Gewässern zulassen, in denen Raubfische anders kaum gefangen werden können. Die lebenden Köderfische dürfen nur am Maul befestigt werden.

Da es keine Notwendigkeit gibt, Raubfische unbedingt und überall zu fangen, verletzt Absatz 2 den Artikel 2 des Tierschutzgesetzes - ein politischer Kompromiss an die Fischer, auf Kosten der wehrlosen Tiere.

Als weiteres tierquälerisches, gesetzwidriges Zugeständnis erlaubt die revidierte Fischereiverordnung das Einsetzen von Regenbogenforellen in Angelteiche, wo die ausgewachsenen Tiere einzig und allein eingesetzt werden, um von zahlendem Publikum wieder geangelt zu werden.

Interessenpolitik kommt im schweizerischen Pseudo-Rechtsstaat auch hier wieder, wie üblich, vor dem Gesetz, vorallem wenn "nur Tiere" die Leidtragenden sind.

Die Einschränkung der lebenden Köderfische stellt wenigstens einen Teilerfolg dar im heftigen Kampf des VgT gegen diese Tierquälerei, die nur von "Sport"-Fischern, nicht von Berufsfischern, betrieben wird.

Siehe auch: www.vgt.ch/justizwillkuer/petriheil.htm


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