18. Oktober 2000

Die schweizerische Post hält am Boykott der "VgT-Nachrichten" fest

Die Generaldirektion der Post hat heute erneut entschieden, am Boykott der "VgT-Nachrichten" festzuhalten. Eine bei der Post Weinfelden aufgegebene unadressierte Sendung der neuen Ausgabe wird auf Weisung der Generaldirektion nicht speditiert und muss wieder abgeholt werden, so der heutige telefonische Bescheid der Post Weinfelden (Herr Gerber). Eine Begründung für die Zensur wurde uns wie schon früher, nicht mitgeteilt; vielleicht erfahren wir in den nächsten Tagen wieder aus den Medien etwas. Zur Zeit will niemand bei der Post diese Weisung gegeben haben. Herr Bohren von der Generaldirektion (Tel 031 338 69 55) habe die Weisung erteilt, hiess es bei der Post Weinfelden. Statt Bohren nahm dessen Chefin ab: Herr Bohren sei heute gar nicht da und habe sicher keine solche Weisung erteilt, meinte dessen erstaunte Chefin. Sie werde der Sache nachgehen und mich zurückrufen. Darauf wartete ich heute Nachmittag vergeblich.

Im Rahmen des immer noch hängigen sog "Post-Prozesses" (Klage des VgT gegen die Post wegen Zensur der VgT-Nachrichten) heuchelte der Post-Vertreter an der Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Frauenfeld, die Post sehe ein, dass diese Zensur ein Fehlentscheid gewesen sei, aber die Post habe das Recht dazu.

Die zensurierte neue Ausgabe der VgT-Nachrichten ist vollständig auch online: www.vgt.ch/vn/0004/index.htm

Erwin Kessler, Präsident VgT


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