12. Mai 2000

VgT-Vorschlag zur Änderung der Thurgauer Tierschutzverordnung

An den Regierungsrat des Kantons Thurgau, Regierungsgebäude, 8500 Frauenfeld

Antrag auf Anpassung von §12 der Tierschutzverordnung

Sehr geehrte Herren Regierungsräte,

in einer Stellungnahme in der Volkszeitung vom 11.5.00 schlägt der Thurgauische Tierschutzverband (TTSV) eine Änderung von §12 der kantonalen Tierschutzverordnung vor mit neu folgendem Wortlaut: "Die Vollzugsorgane arbeiten mit dem Verein gegen Tierfabriken zusammen."

Wir unterstützen die Stossrichtung des TTSV im Grundsatz, schlagen jedoch im Interesse der Sache eine allgemeinere Fassung vor, da wir es als unzweckmässig erachten, wenn die Zusammenarbeit der Tierschutzvollzugsorgane mit Tierschutzorganisationen auf eine einzige, namentlich festgelegte beschränkt bleibt. Statt dessen bitten wir Sie, folgenden Änderungstext zu beschliessen:

"Die Vollzugsorgane arbeiten soweit zweckmässig mit den Tierschutzorganisationen zusammen."

Die vorgeschlagene Formulierung würde es ermöglichen, der Kompetenz der verschiedenen Organisationen Rechnung zu tragen und im Bereich der Heimtiere schwerpunktmässig mit dem TTSV, im Bereich der Nutztiere mit dem VgT zusammenzuarbeiten.

Der TTSV hat es übrigens abgelehnt, den VgT als Sektion aufzunehmen - mit Rücksicht auf die Bauernvertreter im TTSV-Vorstand, wie mir Präsident Zepf erklärte. Verschiedene Thurgauer Tierschutzvereine gehören dem TTSV auch nicht an. Die heute geltende Bestimmung nach §12 der Tierschutzverordnung, wonach die Vollzugsorgane ausschliesslich mit dem TTSV zusammenarbeiten, ist deshalb höchst unzweckmässig und dringend anzupassen.

Mit bestem Dank und freundlichen Grüssen
Erwin Kessler, Präsident VgT

Anmerkung:
Während die etwas konfuse Stellungnahme des TTSV Zweifel an der Ernsthaftigkeit dieser Organisation aufkommen lassen könnte, ist unser Antrag ein ernstgemeinter Vorschlag für einen effizienteren Tierschutzvollzug


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