3. April 2000

Tierquälerei in der Sendung "Robinson" auf TV3 

In der Sendung "Robinson" auf TV3 wurde am vergangenen Sonntag-Abend grausame Fisch-Quälerei gezeigt: Die Teilnehmer in zwei Gruppen hatten die Aufgabe, in einem abgetrennten, kleinen Bereich am Meeresufer, wo grosse Fische gefangen waren, diese mit den Händen herauszufischen und in einen kleinen Behälter (Kescher) zu werfen. Sie benutzten dabei Handschuhe, damit sie die Fische überhaupt greifen konnten. Wir gehen davon aus, dass diese Handschuhe die Fische verletzen.

Die Teilnehmer durchsuchten also das seichte Wasser und packten die Fische, wie`s grad ging. Eine Frau packte die Fische immer am Schwanz und schleuderte sie richtiggehend in den Kescher. Andere hielten die Fische am Kopf.

Das ist brutale Tierquälerei - und das für Einschaltquoten. Dies beweist wieder einmal das tiefe Niveau dieser Sendung, die sowieso fragwürdig ist: die Teilnehmer erhalten lebende Hühner und die sonstigen Lebensmittelrationen werden so reduziert, dass die TV-Macher sicher sind, dass die Hühner getötet und gegessen werden - und somit ist wieder die Sensation für eine Sendung mehr im Kasten.

TV3 meint wirklich, er könne sich alles erlauben, nur weil es im fernen Malaysia passiert.

Nicole Wyss, VgT-Delegierte für Konsumentenfragen


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