2. Mai 2005 / VN05-3

Tierschützer Erwin Kessler zum Gefängnisantritt aufgeboten:

Bild aus einem in England aufgenommen Videofilm: Modernes, "tierschonendes" jüdisches Schächten. Einer mechanisch fixierten Kuh wird bei vollem Bewusstsein der Hals aufgesäbelt.

Video-Film und weitere Infos zum Schächten: www.vgt.ch/themen.htm#schaechten

Weil VgT-Präsident Dr Erwin Kessler solche Massenverbrechen an höheren Säugetieren mit Nazi-Verbrechen verglichen hat, muss er am 22. Juni 2005 eine Gefängnisstrafe im geschlossenen Vollzug antreten; das Zürcher Obergericht verurteilte ihn am 10. März 1998 zu 45 Tagen Gefängnis unbedingt (mehr dazu: www.vgt.ch/justizwillkuer/schaecht-prozess.htm).

 

VgT-Vizepräsidentin beim Besuch von Erwin Kessler: "Das Obere auf deinem Wunschzettel kann ich noch entziffern: Metallsäge. Aber das Zweite? Strickleder oder Strickleiter, oder was?"

Inzwischen hat das Zürcher Obergericht Erwin Kessler; am 29. November 2004 ein zweites mal verurteilt, diesmal zu 5 Monaten Gefängnis unbedingt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Beim Zürcher Kassationsgericht ist eine Nichtigkeitsbeschwerde hängig. Der renommierte Rechtsprofessor Dr Franz Riklin von der Universität Freiburg bezeichnete dieses Urteil in einem Gutachten als «Wundertüte» voller Widersprüche (www.vgt.ch/news2005/050303.htm). Wir werden in den VgT-Nachrichten VN05-3 ausführlich über diesen politischen Willkürprozess berichten.

Erwin Kessler hat mit seinem unerschrockenen Kampf gegen das Schächten entscheidend dazu beigetragen, dass der Bundesrat die im Jahr 2002 geplante Aufhebung des Schächtverbotes aufgeben musste. Er hat das mit Gefängnis bezahlt, würde es aber, wie er sagt, wieder tun. Unerträglicher als Gefängnis wäre es, wenn sich keine laute und klare Stimme mehr gegen dieses Massenverbrechen gegen die Menschlichkeit erheben würde.

Die Verurteilung zu 45 Tagen Gefängnis unbedingt erfolgte, weil angeblich die folgende Veröffentlichungen gegen das Schächten aus
den Jahren 1995 und 1996 in den VgT-Nachrichten "rassendiskriminierend" seien:

VgT-Nachrichten Juni 1995:
Meine Prognose war richtig:
Das Antirassismusgesetz ist ein Maulkorbgesetz für Tierschützer
Wir haben zwar ein teilweises Schächtverbot in der Schweiz (gilt nicht für Geflügel), das aber leicht umgangen werden kann: Der Import von Schächtfleisch ist legal. Meine Krtitik des grausamen jüdischen und moslemischen Schächtens ist laut Gerichtsurteil vom 21. März 1995 rassistisch. Religiöse Fanatiker, die unter dem Vorwand «religiöser» Vorschriften Tiere auf bestialische Art schlachten, geniessen den Schutz des Antirassismusgesetzes. Aber ich gehe lieber ins Gefängnis, als zu diesem Massenverbrechen an Wehrlosen zu schweigen. Ein Massenverbrechen bleibt ein Verbrechen, auch wenn es mit Ideologien gerechtfertigt wird. Die Nazis hatten ihre Ideologie, den Arierwahn. Orthodoxe Juden und Moslems haben eine andere, ebenfalls bestialische Ideologie. Rechtfertigt diese den Schächtholocaust?
Ich meine: Tierquälerei kann niemals religiös sein. Kein Jude und kein Moslem wird von seiner Religion gezwungen, Schächtfleisch zu essen. Mit einer gesunden vegetarischen Ernährung verletzt er keine Religionsvorschrift. Die Bestialität des Schächtens wird lediglich für den kulinarischen Fleischgenuss betrieben. Es ist absurd, eine solche Perversion mit Religionsfreiheit und Antirassismusgesetz zu schützen. Wenn aber unsere Gesellschaft nicht pervers wäre, bräuchte es den VgT nicht!


VgT-Nachrichten 1995-7:
Warum, Herr Schawinski, befürworten Sie das Schächten?
Offener Brief an Roger Schawinski, Jude, Chef TeleZüri / Radio24
Sehr geehrter Herr Schawinski,
Sie haben sich mit Selbsterfahrung und Bewusstseinsbildung befasst. Ich auch. Dabei habe ich gelernt, mich von überholten religiös-moralischen und anderen Zwängen zu befreien. Sie nicht?
In Ihren Doppelpunkt-Interviews bohren Sie sich in die innersten, persönlichen Bereiche Ihrer Interview-Partner, in einer Mischung aus Journalismus und Psychoanalyse. So weit so gut.
Schlecht passt zu dieser Rolle Ihre jüdisch-dogmatische Blindheit, wenn es um das tierquälerische Schächten geht. Sie haben mir bestätigt: "Jawohl, ich bin Jude." Soweit auch gut; dass Sie Jude sind, ist an sich nicht interessant. Interessanter wäre zu hören, ob Sie das Schächten befürworten und ob Sie Schächtfleisch essen. Dieser Frage sind Sie hartnäckig ausgewichen. Fürchtet der gnadenlose Frager Schawinski hier selbst einmal Fragen nach Verdrängtem?
Es gibt orthodoxe, konservative Juden, und es gibt aufgeschlossene, weltoffene, grosse jüdische Geister. Zu welcher Sorte gehören Sie? Liefert Ihre aggressive, sachlichen Argumenten ausweichende Reaktion zum Thema Schächten die Antwort?
Auf dieses Thema angesprochen, verlieren Sie Ihre Fassung und die zur Schau getragene Überlegenheit. Sie reagieren gleich wie ein verknorzter, kurzsichtiger orthodoxer Religionsfanatiker: Mit Gehässigkeiten, rassistischem Verfolgungswahn und sonderbaren Bibelhinweisen, welche aufgeklärte Menschen wohl kaum überzeugen können.
An diesem Punkt unserer Auseinandersetzung konnte ich zu Ihrer Entschuldigung noch annehmen, dass Sie nicht genügend darüber informiert waren, welch grauenhafte Tierquälerei das Schächten darstellt. Ich habe Ihnen dann Berichte neutraler Beobachter (zB des durch seine Tiersendungen im deutschen Fernsehen bekannten Kameramannes und Buchautors Manfred Karremann) zugestellt und Sie auch darauf aufmerksam gemacht, dass ich das Schächten selbst aus eigener Anschauung kenne und weiss, wovon ich rede, und auch weiss, dass immer wieder jüdische Stellungnahmen abgegeben werden, welche das Schächten als eine relativ humane Tötungsart darstellen. Die Realität sieht leider anders aus, wie Sie aus den Ihnen zugestellten Berichten entnehmen können, wenn Sie zu diesem Thema überhaupt etwas zur Kenntnis nehmen wollen, das Ihren jüdischen Vorurteilen zuwiderläuft. Glauben Sie im Ernst, ich würde soviel Zeit gegen das Schächten aufwenden, wenn das nicht wirklich eine Tierquälerei übelster Sorte wäre?
Kein Mensch muss Fleisch essen. Eine gesunde, koschere vegetarische Ernährung ist in vollkommener Übereinstimmung mit der jüdischen Glaubenslehre. Fleisch ist kein Lebens- sondern ein Genussmittel. Und da wollen Sie das grauenhafte Verbrechen an Tieren, das Schächten, mit einem angeblichen biblischen Gesetz rechtfertigen, für das es - wie Sie schreiben - "zumindest aus historischer Sicht klare sinnvolle und nachvollziehbare Beweggründe" gäbe. Rechtfertigen historische Gründe heute schreckliche Tierquälerei? Haben Sie es nicht geschafft, sich von solchen Zwängen und Traditionen zu befreien?
Sie haben mir nicht mehr geantwortet. Sie haben sich zu den grauenvollen Augenzeugenberichten zum Schächten nicht geäussert. Mögen Sie sachliche Argumente nicht? Es ist natürlich leichter, gegen angebliche rassistische Verfolgung zu lamentieren, wenn das Thema Schächten aufgegriffen wird, als mit Argumenten zu reagieren. Ich werfe den schächtenden Juden vor, aus dem Unrecht, das ihnen im Nazi-Holocaust geschehen ist, das Recht abzuleiten, jetzt unkritisiert selbst abscheuliche, ähnlich wie bei den Nazis systematisch von Führern organisierte, von Akademikern (Aerzte, Juristen, Journalisten) mitgetragene und industriell durchgeführte Massenverbrechen zu begehen.
Sie haben mir in Ihrem Doppelpunkt-Interview vorgeworfen, ich stelle Menschen und Tiere auf die gleiche Ebene. Was Sie damit meinen, ist Ihnen wohl selbst nicht ganz klar, da Sie sich ganz offensichtlich noch zuwenig mit Ethik und Tierschutz befasst haben, sonst wäre Ihnen bekannt, dass Menschen und andere höhere Säugetiere tatsächlich in mancherlei Beziehungen ähnlich sind, zum Beispiel biologisch: Tierexperimentatoren - nicht ich - stellen Menschen und Versuchstiere derart "auf die gleiche Ebene", dass sie glauben, die Gesundheit des Menschen durch Versuche an Tieren erforschen zu können. Die gleichen Tierexperimentatoren - und offenbar auch Sie - sind dann sofort wieder fest überzeugt, dass Tiere und Menschen völlig verschieden zu betrachten sind, wenn es um die Fähigkeit geht, seelisch und körperlich zu leiden. Der berühmte Verhaltensforscher Konrad Lorenz hat einmal gesagt:
"Ein Mensch, der ein höheres Säugetier wirklich genau kennt und nicht davon überzeugt wird, dass dieses Wesen ähnliches erlebt wie er selbst, ist psychisch abnorm und gehört in die psychiatrische Klinik, da eine Schwäche der Du-Evidenz ihn zu einem gemeingefährlichen Monstrum macht."
Bitte denken Sie einmal über die Schizophrenie und Grausamkeit nach, mit welcher die Menschheit mit den Tieren umgeht. Ich halte es nicht für ganz ausgeschlossen, dass Sie es schaffen könnten, Ihren jüdischen blinden Fleck inbezug auf das Schächten zu beseitigen.
Ein Massenverbrechen bleibt ein Verbrechen, auch wenn es mit Ideologien gerechtfertigt wird. Die Nazis hatten ihre Ideologie, den Arier-Wahn. Sind Sie so tolerant, den Holocaust zu entschuldigen, weil die Nazis einer Ideologie folgten? Warum entschuldigen Sie dann den Schächt-Holocaust an Tieren mit einer jüdischen Ideologie? Hat Sie Ihre jüdische Abstammung derart blind und unfähig zur Selbstkritik gemacht?
Ich lehne jede Form von Rassismus aufs Schärfste ab. Mit dem Nazi-Holocaust habe ich mich über viele Jahre ernsthaft auseinandergestzt, da es für mich lange total unverständlich war, wie ein solches, von einem ganzen Staat getragenes, bürokratisch organisiertes Verbrechen möglich war. Ich habe erst verstanden, als ich die erschreckenden Parallelen zum heutigen Holocaust an den Nutztieren erkannte und sehen lernte, dass sich heute wieder die gleichen sozio-psychologischen und politischen Gesetzmässigkeiten abspielen. Darum halte ich an meiner Auffassung fest: Wenn Juden massenhaft Tiere durch Schächten umbringen, dann sind sie nicht besser als ihre früheren Nazi-Henker, dann zeigen sie den gleichen Überlegenheitswahn gegenüber anderen Lebewesen und fühlen sich in gleich verwerflicher Weise berechtigt, diese brutal umzubringen.
Im Wahn zu leben, dem von Gott auserwählten einzigen Volk anzugehören, macht Selbstkritik sicher nicht einfacher. Aber vielleicht forschen Sie doch besser einmal in Ihrer eigenen, anstatt nur immer in fremden Psychen nach der Wahrheit. Wirtschaftlicher Erfolg und inneres Reifen sind nicht dasselbe, Herr Schawinski. Sie haben mich enttäuscht.

VgT-Nachrichten 1995-7:
"Nicht-Arier" haben unter dem Nationalsozialismus Ungeheuerliches, mit Worten kaum Beschreibbares erlitten. In einem Fall warfen die Nazis 75 000 Juden lebendig in einen Kohlebergwerk-Schacht. Kann man ohne Übelkeit versuchen, sich das vorzustellen? Wie diese endlose Menschenschlange, von Maschinengewehren bewacht, im Bergwerk verschwand; wie die Vordersten ins Dunkle springen mussten oder gestossen wurden... Oder kann man sich vorstellen, wie in bürokratisch organisierter Schichtarbeit Hundertausenden bei vollem Bewusstsein die Kehle durchgeschnitten wird. Der durchschnittene Kehlkopf und das in die Luftröhre einströmende Blut ermöglichen kein Schreien - lautlose Qualen, entsetzliche Todesangst. Doch halt - dieses Massaker geht nicht auf das Konto von Nazi-Schergen, sondern von Juden und Moslems; und die Opfer sind Kälber, Rinder und Schafe, die ebenso leidensfähig sind wie wir Menschen.
Die Nazis stützten ihre Unmenschlichkeit auf ihren Arier-Wahn; schächtende Juden und Moslems rechtfertigen ihr bestialisches rituelles Schlachten ohne Betäubung mit falsch verstandenen religiösen Vorschriften. In beiden Fällen handelt es sich um einen perversen Wahn, um einen fanatischen Wahnsinn.
Während die Nazi-Greuel Geschichte sind, ist das teuflische Schächten heute noch grausame tägliche Realität - gotteslästernd als religiöse Handlung ausgegeben, obwohl vegetarische Ernährung gesünder ist und weder die jüdische noch die islamische Religion vorschreibt, es müsse Fleisch gegessen werden.

VgT-Nachrichten 1996-1:
Die jüdische Bundesrätin Ruth Dreifuss zum grausamen Schächten: «Glaubensfreiheit»
Vor zwei Jahren habe ich die für den «Nationalfonds zur Förderung der Forschung» zuständige Bundesrätin Dreifuss gebeten, sehr qualvolle Tierversuche des höchsten Belastungsgrades nicht mehr mit öffentlichen Geldern zu unterstützten. Die Sache verlief im Sand... Dagegen protestierten wir anlässlich eines öffentlichen Auftrittes von Frau Dreifuss mit Flugblättern. Sie liess der Presse ausrichten, ich hätte mich mit diesem Anliegen noch nie an sie gewandt...
Da Frau Dreifuss Jüdin ist, habe ich sie - ähnlich wie Yehudi Menuhin - gebeten, sich vom grausamen Schächten zu distanzieren. Sie antwortete nicht...
Darauf habe ich ihr erneut geschrieben. Die im folgenden Auszugsweise widergegebene Korrespondenz offenbart krass den Unterschied zwischen einer grossen (jüdischen) Persönlichkeit wie Yehudi Menuhin und der (jüdischen) Bundesrätin Ruth Dreifuss:
Sehr geehrte Frau Dreifuss, ich teile Ihre Ansicht, dass Rassismus, dh die Diskriminierung aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Religion oder ethnischen Volksgruppe, vorbehaltlos abzulehnen ist. Rassismus ist absolut verwerflich, weil dabei andere aufgrund von Vor- oder Pauschalurteilen anstatt aufgrund ihres tatsächlichen Wesens und ihres individuellen Verhaltens behandelt, misshandelt oder ausgestossen werden. Jeder Mensch hat ein Anrecht darauf, als Individuum gesehen zu werden und nicht für vermeintliches oder tatsächliches Verhalten seiner Verwandten, seiner Sippe oder seiner Glaubensbrüder verantwortlich gemacht zu werden.
In der Schweiz sind es zur Zeit die Tiere, welche unter rassistischem Denken am meisten zu leiden haben. Lediglich deshalb, weil sie nicht der menschlichen Rasse zugerechnet werden, gelten empfindsame, leidensfähige Mitlebewesen rechtlich als "Sachen" - und sie werden in der landwirtschaftlichen Intensivhaltung und in Versuchslabors auch so behandelt.
Menschenaffen, insbesondere Schimpansen, haben nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu 98 Prozent die gleichen Erbanlagen wie wir Menschen. Mensch und Menschenaffen haben die gleichen Vorfahren, wie inzwischen auch erwiesen ist. Es ist im Zeitmassstab der Evolution noch nicht sehr lange her, seit die Menschen und die Menschenaffen getrennte Wege gingen. Biologisch gesehen ist der Mensch eine dritte Schimpansen-Art...
Trotzdem behandeln die Menschen Tiere - auch ihre nächsten Verwandten, die Schimpansen -, generell und rassistisch als Sachen und Verbrauchsobjekte. Auch Schimpansen werden für Tierversuche verwendet, gequält, zerstümmelt, getötet. Man fragt nicht danach, ob diese Lebewesen genauso wie wir Menschen seelisch und körperlich leiden können, sondern einzig danach, ob daraus irgend ein (oft fragwürdiger) Nutzen herausgeholt werden kann. So haben auch die Nazi-KZ-Ärzte gedacht.
Sie, Frau Dreifuss, dulden weiterhin, dass der Ihrem Departement unterstellte Nationalfonds sehr grausame Tierversuche der höchsten Belastungsstufe finanziert. Das ist Rassismus, der entsetzlich in die Nähe der nationalsozialistischen Verbrechen eingeordnet werden muss. Auch was in der Schweiz täglich mit Millionen von Nutztieren geschieht, verdient diese Qualifikation. Und schliesslich ist auch das grausame rituelle Schlachten von Tieren ohne Betäubung, das Schächten, Rassismus in seiner schlimmsten Erscheinung...
Sie haben vor der Abstimmung über das Anitrassismus-Gesetz gesagt - so stand es in den Zeitungen -, dass jeder, der dieses Gesetz ablehnt, ein Rassist sei. 47 Prozent der Stimmbürger haben abgelehnt. Das sollte Ihnen, Frau Bundesrätin, zu denken geben. Sie haben die Nation beleidigt, weil Sie nicht gemerkt haben, dass es gute Gründe gibt, dieses Maulkorbgesetz abzulehnen, selbst wenn man Rassismus absolut verurteilt. Seine Unangemessenheit zeigt sich bereits deutlich:
- Es wird in erster Linie gegen Tierschützer eingesetzt, welche nichts als Tierquälerei kritisieren.
- Die mit Abstand am meisten unter Rassismus Leidenden - die Nutz- und Labortiere - hat dieses Gesetz ausgelassen. Das Antirassismus-Gesetz ist selbst rassistisch.
- Das Gesetz hat geradezu lächerliche Konsequenzen und setzt sinnlose Strafprozesse in Gang. Weil Sie das nicht glauben, beweise ich Ihnen das am folgenden Beispiel:
Wilhelm Busch schreibt in seiner Geschichte "Die fromme Helene" folgenden Vers:
Und der Jud mit krummer Ferse,
Krummer Nas' und krummer Hos'
Schlängelt sich zur hohen Börse
Tiefverderbt und seelenlos.

Wir sind wohl gleicher Meinung, dass ein solcher Vers als geschmacklos und rassistisch abzulehnen ist. Er erfüllt ganz klar den Tatbestand des neuen Antirassismusparagraphen im Strafgesetzbuch. Die Geschmacklosigkeit wird jeder vernünftige Leser erkennen. Aber stellt eine solche Geschmacklosigkeit tatsächlich eine derart grosse Gefahr dar, dass hiefür ein Maulkorbgesetz, eine Einschränkung des Grundrechtes auf freie Meinungsäusserung unbedingt nötig ist?
Jedenfalls müssen Sie, Frau Dreifuss, nun Strafanzeige gegen alle Buchhändler in der Schweiz einreichen, welche Wilhelm-Busch-Bücher mit diesem Vers vertreiben. Indem ich Ihnen nämlich diese ganz eindeutige Verletzung des Antirassismusparagraphen zur Kenntnis gebracht habe, sind Sie als Amtsperson verpflichtet, Strafanzeige zu erstatten. Sie wollen doch als vereidigte Amtsperson nicht ein Strafdelikt decken?
Ich hoffe, dass Sie aufgrund dieses Beispieles zumindest den Schimmer einer Idee erhalten haben, dass es Menschen gibt, die keine Rassisten sind, und die trotzdem das Antirassismus-Gesetz in seiner Gummi-Formulierung ablehnen. Ein pauschaler Maulkorb ist das denkbar ungeeignetste Mittel, schlechte Gesinnungen auszurotten. Und Sonderrechte für Juden und andere religiösen und ethnischen Gruppen sind ebenso ungeeignet, Antisemitismus und Rassismus zu bekämpfen.
Ich denke nicht daran, mit meiner scharfen Kritik an den Juden und Moslems, welche das Schächten befürworten, aufzuhören, nur weil gewisse jüdische Kreise deswegen ein grosses Anti-Rassismus-Geschrei verbreiten. D a s wäre Rassismus, wenn ich Tierquäler unterschiedlich, je nach ihrer Religionszugehörigkeit, behandeln und Schächt-Juden verschonen würde.
Mit freundlichen Grüssen Erwin Kessler

Antwort von Frau Dreifuss vom 10. Oktober 1995:
Sehr geehrter Herr Kessler...
Rassismus richtet sich gegen Menschen. Bei Tieren von Rassismus zu reden, heisse Mensch und Tier gleichsetzen, was ich klar ablehne...
Selbstverständlich unannehmbar ist Tierquälerei bei Tierversuchen. Das Tierschutzgesetz, welches bei Forschungsbewilligungen als Grundlage dient, muss eingehalten werden. Sie fordern aber eher ein Verbot für Tierversuche...
Zu Ihrer Kritik am Schächten: Für mich ist dies eine Frage der Glaubens- und Gesinnungsfreiheit. Wer sich davon distanziert, masst sich Kritik an religiösen Wertten an, die gewissen Menschen wichtig sind. Das möchte ich nicht.
Mit freundlichen Grüssen Ruth Dreifuss

Erwiederung vom 12. Oktober 1995:
Sehr geehrter Frau Dreifuss,
in Ihrem Antwortschreiben vom 10. Oktober wollen Sie mich offensichtlich missverstehen. Sie schreiben, Tierquälerei bei Tierversuchen sei selbstverständlich unannehmbar... In unserer bisherigen Korrespondenz ist es jedoch klar und unmissverständlich und ausschliesslich um die sehr qualvollen Tierversuche mit dem höchsten Belastungsgrad gegangen, welche vom Nationalfonds unterstützt werden. Wenn Sie wirklich meinen, was Sie schreiben, müssten Sie also unsere Ansicht teilen, dass solche Versuche nicht unterstützt werden dürfen. Diesem Begehren haben Sie bisher nicht entsprochen. Ihr Lippen-Bekenntnis steht im Widerspruch mit Ihren Taten.
Im übrigen nehmen wir mit Befremden zur Kenntnis, dass Sie schlimme Tierquälerei, die im Namen Ihres jüdischen Glaubens begangen werden, gutheissen und dies als eine Frage der Glaubensfreiheit bezeichnen. Wären Sie wohl auch so tolerant, wenn sich eines Tages Menschenfresser bei uns niederlassen, deren Glauben vorschreibt, jede Woche das Herz einer Jüdin zu fressen? Würden Sie dann dazu auch - mit Ihren eigenen Worten formuliert - sagen: "Das ist für mich eine Frage der Glaubens- und Gesinnungsfreiheit. Wer sich davon distanziert, mass sich Kritik an religiösen Werten an, die gewissen Menschen wichtig sind."?
Und was meinen Sie zum Todesurteil gegen Salman Rushdi? Wollen Sie sich da auch keine Kritik an religiösen Werten anmassen? Oder gilt Ihre religiöse Toleranz vielleicht nur gegen Juden, nicht gegen Andersgläubige?
Indem Sie dafür plädieren, das Schächten zu tolerieren, stellen Sie sich hinter eine Barbarei, die durch das vom Volk mit über 80 Prozent Ja-Stimmen gutgeheissenen Tierschutzgesetz verboten ist. Eine solche, demokratische Gesetze ablehnende und perverse Tierquälerei befürwortende Haltung ist einer Bundesrätin unwürdig - genauso unwürdig, wie Ihre Beschimpfung der 47 Prozent Stimmbürger, welche das Antirassismusgesetz abgelehnt haben, als Rassisten.
Wir bitten Sie, als amtierende Bundesrätin Ihre persönlichen Interessen gegenüber der geltenden Rechtsordnung und dem demokratischen Volkswille zurückzusetzen. In diesem Sinne ersuchen wir Sie nochmals, dafür zu sorgen, dass der mit Steuergeldern finanzierte Nationalfonds keine qualvollen Tierversuche (höchster Belastungsgrad) unterstützt.
Mit freundlichen Grüssen
Erwin Kessler

Hier liess Frau Dreifuss uns durch einen Mitabeiter erneut Antisemitismus vorwerfen und mitteilen, dass sie die Korrespondenz nicht weiterzuführen wünsche. So verhalten sich leider viele Juden in der Diskussion ums Schächten. Wer keine Argumente hat, fürchtet die Diskussion; deshalb tabuisieren sie dieses Thema. Ich habe langsam den Eindruck, dass das Antirassismusgesetz überhaupt nur für diesen Zweck geschaffen wurde.
Es nützt offenbar wenig, wenn Sozialdemokraten und Frauen in den Bundesrat kommen. Die sind gegenüber drängenden Problemen, die einen grossen Teil der Bevölkerung bewegen - qualvolle Tierversuche, qualvolles Schlachten - genauso stur wie ihre konservativen männlichen Kollegen.

VgT-Nachrichten 1997-1:
Die Macht der Juden:
Das grausame Schächten von Geflügel bleibt erlaubt
In der Vernehmlassung zur laufenden Revision der Tierschutzverordnung war das vorgesehene Schächtverbot für Geflügel völlig unbestritten.
Nun haben es jüdische Kreise mit sozialdemokratischer Unterstützung innert weniger Tagen geschafft, dass dieses Schächtverbot gestrichen wird: Gemäss einer von der sda verbreiteten Meldung hat das Bundesamt für Veterinärwesen nach Intervention jüdischer Kreise sofort erklärt, es werde dafür sorgen, dass das Schächten von Geflügel weiterhin uneingeschränkt möglich bleibe, obwohl es keine Zweifel daran gibt, dass diese Grausamkeit von einer grossen Mehrheit der Schweizer Bevölkerung abgelehnt wird. Die Juden werden damit bald erneut Grund haben zum Wehklagen, man werfe ihnen vor, sie seien selber schuld für antisemitische Tendenzen. Wer sich derart für primitivste Tierquälerei - und erst noch in gotteslästernder Weise als religiöse Handlung ausgegeben - einsetzt, der verdient nach meiner Überzeugung tatsächlich nichts anderes als tiefe Verachtung. Ob diese Verachtung dann als Antisemitismus verschrien wird, interessiert mit mittlerweile nicht mehr.
Wenn der Begriff «Antisemitismus» heute nur noch bedeutet, ein grausames, pervers-religiöses jüdisches Ritual abzulehnen, dann ist Antisemitismus nichts Negatives mehr, sondern eine gesunde Haltung der überwiegenden Mehrheit der nichtjüdischen Bevölkerung.
Klarzustellen bleibt, dass ein solcher Antisemitismus rein gar nichts mit Rassismus zu tun hat, auch wenn gewisse Antirassismus-Neurotiker dies nicht unterscheiden können.
 

Erwin Kessler hatte sich vor Gericht geweigert, diese inkriminierten Veröffentlichungen zum Schächten zu widerrufen, so wie sich vor fünfhundert Jahren Kepler geweigert hat seine Erkenntnis zu widerrufen, dass sich die Erde um die Sonne dreht.


Inhaltsverzeichnis VN05-3

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