12. September 2011, letztmals ergänzt am 24. August 2016

>>> Bürger von Wil: wählen Sie den herzlosen Stadtrat Marcus Zunzer nicht mehr! <<<

Tierquälerische Kasten-Kaninchenhaltung von Sepp Eicher auf einer Liegenschaft der Stadt Wil/SG

Das Kaninchengefängnis steht in Wil unterhalb des Spitals, auf einer Liegenschaft der Stadt. Der zuständige Stadtrat Marcus Zunzer unterstützt diese Tierquälerei aktiv und uneinsichtig.  

 

Josef Eicher ist Präsident des Russenkaninchen-Klubs Schweiz! In den (meist überalterten) Kaninchenvereinen wird kein Wert auf artgerechte Kaninchenhaltung gelegt. Wichtig ist den Züchtern, an Ausstellungen Preise mit ihren Tieren zu ergattern.

Tiere sind aber keine Ausstellungsobjekte, sondern empfindsame Lebewesen! Kaninchen lebenslang in solch kleine Käfige zu sperren, ohne Artgenossen und  ohne Auslauf ins Freie, ist  grausame Tierquälerei. Kaninchen sind sozial lebende Rudel-Tiere, bewegungsfreudig und graben gerne Höhlen. In ihrer lebenslänglichen Isolationshaft werden grundlegende angeborene Bedürfnisse permanent unterdrückt. Unter den Tierschutzorganisationen und Fachleuten besteht ein Konsens, dass dies Haltungsform Tierquälerei ist und dem Tierschutzgesetz widerspricht. Der nicht vom Volk gewählte Bundesrat erlaubt dies trotzdem - im Interesse der Pharma- und Tierversuchs-Industrie, welche ihre Versuchskaninchen möglichst billig auf engstem Raum halten will.

Der Umstand, dass der Bundesrat diese Tierquälerei immer noch erlaubt, nützen skrupellose, dumme Menschen aus, um ihre Kaninchen ebenso tierquälerisch zu halten wie in den Tierversuchslabors.

Die Tierschutzorganisationen haben schon so viel öffentliche Aufklärungsarbeit geleistet, dass jeder informiert ist, dem der Tierschutz nicht im vornherein gleichgültig ist. Wer diese Tierquälerei immer noch betreibt, tut dies wider besseren Wissens.

Tierschutzorganisationen bleibt deshalb nichts anderes übrig, als diese Tierquälerei überall öffentlich anzuprangern, wo diese heute noch angetroffen wird. Dabei werden die Verantwortlichen beim Namen genannt, da sie offensichtlich ohne persönliche Betroffenheit nicht bereit sind, Tierschutzinformationen zur Kenntnis zu nehmen und danach zu handeln.

Informationen über Kaninchen: www.vgt.ch/doc/kaninchen  

Eichers Kaninchengefängnis in Wil (unterhalb des Kantonsspitals) auf einer Liegenschaft der Stadt.

Hier in Rickenback bei Wil wohnt Eicher:

 

Josef Eicher                                                                                            
Toggenburgerstrasse 62
9532 Rickenbach b. Wil
Tel. 079 469 35 72
mail Russenkaninchenklub: seppeicher@thurweb.ch

Die Stadt Wil unterstützt Tierquälerei - eiskalt und bürokratisch.
Direkt verantwortlich ist Stadtrat Marcus Zunzer.

Der Hauptverantwortliche für diese Tierquälerei auf einer städtischen Liegenschaft::
Stadtrat Marcus Zunzer, Hauptstrasse 20, Postfach 56 9552 Bronschhofen
Telefon direkt 071 914 47 20, marcus.zunzer@stadtwil.ch
Privat: Neugrubenstrasse 22, 9500 Wil, Tel 071 910 20 59
Architekturbüro Marcus Zunzer, Wil: Tel 071 911 08 08,
zunzer.arch@bluewin.ch

So bürokratisch arrogant und bürgerfeindlich funktioniert die Wiler Stadtverwaltung unter der Verantwortung von Stadtrat Marcus Zunzer:

9. Januar 2014: Brief an Stadt Wil 

Stadt Wil
Departement Bau, Umwelt und Verkehr
Hochbau
Postfach 56
Herr Oliver Gehrer, Leiter Liegenschaften
9552 Bronschhofen 

Tierquälerischer Kaninchenstall auf Land der Stadt Wil an der Weidlistrasse

Sehr geehrter Herr Gehrer,

Laut Franz Blöchlinger, Tierschutzbeamter im Veterinäramt des Kantons St Gallens, sind die Kaninchen die von der Tierschutzverordnung des Bundesrates am schlechtesten geschützten Nutztiere. Die völlig ungenügenden Mindestvorschriften verunmöglichen laut Blöchlinger die Durchsetzung einer artgerechten Kaninchenhaltung. Auch das Bundesamt für Veterinärwesen räumt ein, dass diese Mindestvorschriften für eine artgerechte Kaninchenhaltung nicht ausreichen. Die Tierschutzverordnung des Bundesrates missachtet auf weiten Strecken den heutigen Stand der Kenntnisse über die angeborenen Bedürfnisse der Hauskaninchen (und anderer Nutztiere). Unter den Tierschutzorganisationen ist die Formulierung „erlaubte Tierquälerei“ üblich. Das gilt insbesondere auch für die Käfighaltung von Kaninchen. Unter den schweizerischen Tierschutzorganisationen besteht ein Konsens, dass diese das  Tierschutzgesetz verletzt und im Widerspruch steht zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen über die Bedürfnisse der Kaninchen und deshalb in der Tierschutzverordnung dringend verboten werden müsste. Der nicht vom Volk gewählte, von Lobby-Interessen gesteuerte Bundesrat verletzt mit seiner Verordnung das Tierschutzgesetz im Interesse der Tierversuchsindustrie, insbesondere der Pharma, welche ihre Versuchskaninchen aus Kostengründen in möglichst kleinen Käfigen halten will, damit sich ihre Abzocker (Vasella und Konsorten) noch unverschämtere Honorare auszahlen können. 

Auf einer städtischen Liegenschaft an der Weidlistrasse betreibt Sepp Eicher aus Rickenbach – nicht einmal ein Wiler! – ein Kaninchenstall. Die Kaninchen verbringen ihr ganzes Leben in der berüchtigten, tierquälerischen Käfighaltung und – ganz besonders grausam – sogar in Einzelhaltung. Diese Kaninchenhaltung ist zwar leider – wie dargelegt – nicht verboten, aber in höchstem Mass verwerflich, rücksichtlos, unmoralisch. Bekanntlich ist nicht alles, was nicht verboten ist, auch ethisch-moralisch vertretbar.

Wir halten es für ebenso verwerflich, eine solche Tierquälerei in irgendeiner Form zu unterstützen, insbesondere durch ein Gemeinwesen wie die Stadt Wil, indem dem Täter städtisches Land zur Verfügung gestellt wird.

Eicher ist völlig uneinsichtig – ein sturer, ewiggestriger Züchter der -  zum Glück langsam aussterbenden - alten Sorte. Für ihn zählt nicht das Wohlbefinden der Tiere, sondern nur Erfolg und Gewinn an Ausstellungen der Rassezüchter, wo einzig das Aussehen der Tiere bewertet wird – eine antiquierte Mentalität und Einstellung zur Natur.

Aus diesen Gründen ersuchen wir Sie, diese Käfigkaninchenhaltung auf städtischem Land nicht weiter zu dulden und diese Tierquälerei nicht weiter zu unterstützen.

Wie schön wäre es für die städtische Bevölkerung, an diesem beliebten Spazierweg Kaninchen in einem artgerechten Freigehege beobachten zu können. Land wäre ja zur Genüge vorhanden. Allerdings ist das mit dem jetzigen Pächter völlig undenkbar. Er hat nicht die richtige Einstellung und auch nicht die nötigen Kenntnisse, wie Kaninchen in Gruppen gehalten werden können. Darum behauptet er, das gehe gar nicht, ohne dass sich die Kaninchen gegenseitig verletzen würden. Das aber passiert nur, wenn es falsch gemacht wird. Eine Auflage an Eicher, ein Freigehege zu errichten, wäre deshalb eine tierschützerisch nicht verantwortbare Massnahme. Die einzige sachgerechte Massnahme ist, ihm die Pacht zu künden. Besser gar keine Kaninchen dort, als in tierquälerischer, für die Bevölkerung alles andere als vorbildlicher Käfighaltung. Ich bin überzeugt, dass sich jemanden finden liesse, der hier mit viel Liebe und Engagement ein Kaninchenparadies erstellen würde – zur Freude der Tiere und der Bevölkerung. Gerne unterstützen wir Sie dabei. 

Mit freundlichen Grüssen
Dr Erwin Kessler, Präsident Verein gegen Tierfabriken Schweiz VgT.ch

Beilagen: Einige Ausgaben unseres Magazins mit Berichten über artgerechte Kaninchenhaltung. (Weitere Infos über Kaninchen: www.vgt.ch/doc/kaninchen)

 

15. Januar 2014: Antwortbrief der Stadtverwaltung

Eingangs-Bestätigung

Sehr geehrter Herr Kessler

Wir bestätigen Ihnen den Eingang Ihres Schreibens vom 9. Januar 2014 in Sachen Kaninchenstall an der Weidlistrasse.
Ihr Anliegen werden wir intern prüfen, insbesondere mit den Tierschutzbeauftragten der Stadt Wil. Wir werden Sie danach weiter informieren.

Freundliche Grüsse
Stadt Wil
Philipp Dörig, Departementssekretär                             Oliver Gehrer, Leiter Liegenschaften

 

Die versprochen Antwort wurde stillschweigend unterlassen, offensichtlich aus schlechtem Gewissen, denn die beiden Verantwortlichen - Dörig und Gehrer, beschlossen (wie später herauskam), das Begehren des VgT zu ignorieren, und hofften, der VgT werde die Sache vergessen und die Angelegenheit werde sich damit von selber erledigen. Das ist eine bekannte Praxis von Staatsbürokraten: einfach nichts tun in der Hoffnung, die Sache erledige sich mit der Zeit von selber. Diese Praxis funktioniert indessen beim VgT nicht.

7. Juni 2014, Email an Stadtverwaltung Wil:

Guten Tag Herr Gehrer,
warum höre ich in dieser Sache seit einem halben Jahr nichts mehr?
Mit freundlichen Grüssen
Erwin Kessler, VgT.ch

10. Juni 2014, Antwort-Email von Stadtverwaltung:

Guten Tag Herr Kessler,
Ihr Anliegen wird von Philipp Dörig, Departementssekretär Bau, Umwelt und Verkehr, bearbeitet und beantwortet. Aus diesem Grund haben Sie von mir keine Antwort erhalten.
Freundliche Grüsse
Oliver Gehrer, Leiter Liegenschaften

10. Juni 2014, Email an Stadtverwaltung, Oliver Gehrer:

Danke. Können Sie mir bitte seine Email-Adr angeben?
MfG
Erwin Kessler

Diese Rückfrage blieb unbeantwortet. Deshalb wandte sich der VgT nun an den politisch Vorgesetzten dieser unhöflichen Beamten.

1. Juli 2014, Brief an Stadtrat Marcus Zunzer:

Stadt Wil
Herr Stadtrat Marcus Zunzer

Departement Bau, Umwelt und Verkehr
Hauptstrasse 20
9552 Bronschhofen 

Tierquälerischer Kaninchenstall auf Land der Stadt Wil an der Weidlistrasse

Sehr geehrter Herr Zunzer,

auf einer städtischen Liegenschaft an der Weidlistrasse betreibt Sepp Eicher aus Rickenbach – nicht einmal ein Wiler! – ein Kaninchengefängnis. Die Kaninchen verbringen ihr ganzes Leben in der berüchtigten, tierquälerischen Käfighaltung und – ganz besonders grausam – sogar in Einzelhaltung. Diese Kaninchenhaltung ist zwar leider nicht verboten, aber in höchstem Mass verwerflich, rücksichtlos, unmoralisch. Bekanntlich ist nicht alles, was nicht verboten ist, auch ethisch-moralisch vertretbar.

Wir halten es für ebenso verwerflich, eine solche Tierquälerei in irgend einer Form zu unterstützen, insbesondere durch ein Gemeinwesen wie die Stadt Wil, indem dem Täter städtisches Land zur Verfügung gestellt wird.

Mit Schreiben vom 9. Januar 2014 (Beilage) haben wir Ihr Departement ersucht dafür zu sorgen, dass diese tierquälerische Kaninchenhaltung von der städtischen Liegenschaft verschwindet und entweder durch eine vorbildhafte Freilandhaltung oder gar nichts ersetzt wird – lieber gar nichts als ein schlechtes Vorbild für die Bevölkerung (Spaziergänger, Jugendliche). 

Mit Antwortschreiben vom 15. Januar 2014 haben mir Ihre Beamte Dörig und Gehrer die Prüfung des Anliegens in Aussicht gestellt, ebenso mich dann zu informieren. 

Seit einem halben Jahr warte ich darauf. 

Rückfragen nach dem Stand der Dinge gehen ins Leere. Ihre Herren Dörig und Gehrer glauben offenbar, mit mir Versteck spielen zu können. Dagegen protestiere ich hiermit in aller Form und halte fest:

Ihre zuständigen Beamten haben dieses Kaninchengefängnis bisher geduldet, obwohl inzwischen wohl jeder einigermassen aufgeklärte und weltoffene Bürger in der Schweiz weiss, dass diese Form der Kaninchenhaltung von allen Tierschutzorganisationen und unabhängigen Fachleuten in der Schweiz als Tierquälerei abgelehnt wird. Und nachdem ich nun darauf aufmerksam gemacht habe, versuchen Ihre Beamten mit Rechthaberei und Versteckspiel ihr Gesicht zu wahren und mich einfach bürokratisch endlos hinzuhalten. Wer mich kennt, weiss, dass das nicht funktionieren kann. 

Die Sache eskaliert aufgrund dieses Verhaltens Ihrer Bürokraten nun bald einmal zu einem politischen Skandal. 

Hiermit gebe ich Ihnen vorher Gelegenheit zum Rechten zu sehen. 

Mit freundlichen Grüssen
Erwin Kessler, VgT.ch 

Beilagen:
- Die erwähne Korrespondenz
- Einige Ausgaben unseres Magazins mit Berichten über Kaninchenhaltung

Stadtrat Zunzer liess seinen Departementssekretär Dörig antworten - unglaublich bürokratisch, auf das Anliegen und dessen Begründung mit keinem Wort eingehend, ausweichend, am Anliegen vorbei, typisch bürokratisch eben. Die Tierhaltung genüge den gesetzlichen (Mindest-) Anforderungen - was überhaupt nicht zur Diskussion stand, sonst hätte der VgT sich nicht an die Stadt, sondern an die Staatsanwaltschaft gewandt. Man lese nochmals obige Eingabe vom 9. Januar 2014 und dann diese Antwort, dann weiss der Leser, wie Staatsbürokratie funktioniert.

 

3. Juli 2014, Brief der Stadtverwaltung:

Ihre Schreiben vom 9. Januar 2014 und vom 1. Juli 2014 - Überprüfung der Tierhaltung

Sehr geehrter Herr Kessler

Bezugnehmend zu Ihren beiden Schreiben vom 9. Januar 2014 und 1. Juli 2014 haben wir unseren Tierschutzbeauftragten der Stadt Wil, Herr Marcel Jung, Leiter Tierheim Dicken, mit der Überprüfung der Tierschutzvorschriften beim Kaninchenstall von Josef Eicher an der Weidlistrasse beauftragt. Nach seinen unangekündigten Besuchen vom 11. Februar 2014 und 20. Marz 2014 konnte der Tierschutzbeauftragte feststellen, dass die Tiere sauber gehalten werden und die Anlage den Tierschutzvorschriften entspricht. Aufgrund verschiedener weiterer Abklärungen hat sich die Beantwortung Ihres Schreibens verzögert, wofür wir uns entschuldigen. Wie vorstehend ausgeführt, entspricht die von Ihnen kritisierte Kaninchenhaltung den derzeit gültigen eidgenössischen Vorschriften, weshalb wir für uns als Vermieterin keine Grundlage und Notwendigkeit sehen, den Vertrag mit dem für die Tierhaltung zuständigen Mieter, Herr Josef Eicher, Rickenbach, zu kündigen. Sollten sich die Rechtsgrundlagen in der von Ihnen geforderten Stossrichtung ändern, müsste die Situation neu beurteilt werden. Besten Dank für die Kenntnisnahme.

Freundliche Grüsse
Stadt Wil
Philipp Dörig, Departementssekretärt                             Oliver Gehrer, Leiter Liegenschaften

Kopie: Stadtrat Marcus Zunzer

Diese Antwort ist ein Musterbeispiel, wie Bürokraten Eingaben von Bürgern, die ihnen nicht passen abweisen. Dörig ging auf das ausführlich dargelegte Anliegen des VgT nicht ein und argumentiert gezielt daran vorbei. Der VgT hat nicht in Frage gestellt, dass Eichers Käfighaltung die (absolut ungenügenden) Mindestvorschriften des Bundesrates erfüllen. Andernfalls hätte sich der VgT an die Staatsanwaltschaft und nicht an die Stadtverwaltung gewandt.

Der VgT machte geltend, dass der Tierschutz ein öffentliches Anliegen mit Verfassungsrang ist und ein öffentliches Gemeinwesen auf ihren Liegenschaften für eine vorbildliche Tierhaltung sorgen sollte. Die Stadt ist in keiner Art und Weise verpflichtet, Kaninchenzüchter Eicher eine Liegenschaft zu verpachten oder den Pachtvertrag zu verlängern. Darauf ging Dörig gezielt mit keinem Wort ein - ganz nach der Art ekelhafter Staatsbürokraten, die zwar von den Bürgern und deren Steuergeldern leben, aber nicht auf deren Anliegen, die ihnen Arbeit und Denken abverlangen könnten, eingehen.

Das ist grundsätzlich nichts Neues. Der eigentliche Skandal in vorliegender Sache ist, dass dieses Verhalten seiner Beamten und Tierquälerei vom politisch Verantwortlichen, Stadtrat Marcus Zunzer aktiv gedeckt und unterstützt wird:

4. Juli 2014, Email an Stadtrat Zunzer:

Guten Tag Herr Zunzer,  
ich beziehw mich auf mein Schreiben an Sie vom 1. Juli in obiger Angelegenheit, das Sie von Ihren Beamten Dörig und Gehrer beantworten liessen.
Sind Sie mit deren Antwort vom 3. Juli zufrieden? Finden Sie diese gut und angemessen und Ihren Vorstellungen vom Umgang Ihrer Beamten mit Bürgereingaben entsprechend?  
Mit freundlichen Grüssen  
Erwin Kessler, Verein gegen Tierfabriken Schweiz VgT.ch  

8. Juli 2014, Stadtrat Zunzer stellt sich ausdrücklich hinter die bürokratische Beantwortung der VgT-Eingabe:

Sehr geehrter Herr Kessler
Den Begriff Beamte kennen wir nicht mehr, es sind Mitarbeitende. Deren Antwort vom 3.Juli habe ich nichts hinzuzufügen. 
Freundliche Grüsse 
Marcus Zunzer 
Stadtrat

Wenn Zunzer und seine Bürokraten glauben, damit sei die Sache erledigt, dann kennen sie aber den VgT ganz schlecht. Jetzt fängt es erst richtig an. Was bei minimalster Einsicht von Zunzer und seinen Bürokraten ein kleiner Routinefall gewesen wäre, hat die Wiler Stadtbürokratie zu einem Skandal gemacht.

Eine ganz üble Rolle spielte in dieser Sache auch der
Tierschutzbeauftragte der Stadt Wil,
Marcel Jung
Dieser Typ wird vom tierverachtenden Stadtrat Zunzer wohl deshalb beauftragt, weil er sofort bereit ist, wenn er dafür bezahlt wird, Tierquälerei zu verschleiern und als gute Tierhaltung hinzustellen. Im vorliegenden Fall deckt er diese tierquälerische Kaninchenhaltung. Den Tieren gehe es "gut", sie seien sehr sauber - als ob das für artgemässes Wohlbefinden genügen würde. Das war seine erste Stellungnahme; deswegen in die Kritik geraten heuchelte er gegenüber einer empörten Leserin: "Leider Gottes ist alles gemäss den gesetzlichen Vorschriften." Warum "leider Gottes", wenn es den Kaninchen doch "gut" geht?

Jung leitet das Tierheim "Büsihof Papageienhof" in Dicken bei Degersheim/SG. Schwer vorstellbar, dass er das gut macht mit seiner tierverachtenden Einstellung. Er versteht entweder nichts von Tieren, zumindest nichts von Kaninchen, oder deckt diese Tierquälerei wider besseren Wissens, weil er dafür bezahlt wird.

 

Abwahl-Kampagne gegen Stadtrat Marcus Zunzer


Der tierverachtende Stadtrat Marcus Zunzer (CVP)

Der VgT wird bis zu den nächsten Stadtratswahlen im September 2016 auf die Abwahl des Hauptverantwortlichen, Stadtrat Marcus Zunzer, hin arbeiten - mit Kundgebungen und Standaktionen in Wil, mit laufend aktuellen News auf www.vgt.ch und im Facebook, sowie mit Reportagen und Berichten über diesen Fall in der Zeitschrift "VgT-Nachrichten", welche aus diesem Anlass bis zu den Wahlen in alle Briefkästen in Wil verbreitet wird. Bis zu den Wahlen im September 2016 wird jeder in Wil, der es bisher noch nicht gewusst hat, wissen, dass diese Art der Kaninchenhaltung, die hier von Stadtrat Zunzer unterstützt wird - lebenslängliche grausame Isolationshaft in kleinen Käfigen - ein moralisches Verbrechen an Tieren ist.

Ein Mensch, der zu sowas fähig ist, kann kein guter Mensch sein, muss im innersten ein eiskaltes Herz aus Stein haben. Und ein solcher Mensch gehört nicht in den Stadtrat.

14. September 2014:
Sendung Tele Ostschweiz tvo: "Tierschützer kämpft gegen Stadt Wil und Kaninchenzüchter."  Kaninchenquäler Sepp Eicher behauptet verlogen, Gruppenhaltung von Kaninchen sei nicht möglich. Stellungnahme des VgT dazu:

(S/E) Der verantwortliche Stadtrat Markus Zunzer sagte im Interview, er sehe der geforderten Abwahl gelassen entgegen. Die Stadt und er hätten alles richtig gemacht. Die Kaninchenställe seien vom Tierschutz immer wieder kontrolliert worden. Will Zunzer wirklich nicht kapieren, was ihm wiederholt erklärt wurde, nämlich dass es hier nicht um (ungenügende) Mindestmasse von Ställen, sondern um das Tierwohl geht, oder ist er vielleicht schlichtweg einfach zu beschränkt dazu? Die Vorwürfe von Erwin Kessler bezeichnete er als beleidigend und ehrverletzend. Seine Arroganz unschuldigen Tieren gegenüber nennen wir einen gewichtigen Grund für die Wiler Bevölkerung, ihn künftig nicht mehr zu wählen.  

Kaninchenquäler Eicher gab sich im Interview als armes Opfer. Es sei für ihn ein Schock und ein Eingriff in seine Privatsphäre, dass Erwin Kessler so gegen ihn vorgehe. Kessler behaupte zwar, dass man Kaninchen zusammen halten könne, aber es habe ja mehrfach solche gegeben, die das probiert hätten mit dem Resultat, dass es zu abgebissenen Hoden und Ohren gekommen sei und einige Kaninchen seien sogar "kaputt" gegangen, weil sie in Höhlen gejüngelt hätten.  Die sachliche Stellungnahme von Erwin Kessler dazu wurde von der tvo-Redaktion aus dem Interview herausgeschnitten!

Es ist typisch für diese egoistischen Kaninchenzüchter, dass sie immer wieder verlogen in der Öffentlichkeit behaupten, Kaninchen zusammen zu halten sei unmöglich. Wie kann etwas unmöglich sein, was der Natur eines Tieres entspricht? Kaninchen sind nun mal Gruppentiere. Die Behauptung von Sepp Eicher zeigt, wie wenig er von Kaninchen versteht. Sollte es bei der Vergesellschaftung von Kaninchen wirklich zu schwerwiegenden Verletzungen gekommen sein, liegt dies nicht daran, dass man Kaninchen nicht zusammen halten kann, sondern die Vergesellschaftung wurde falsch angegangen, weil die Züchter zu bequem dazu waren, sich vorher richtig zu informieren. (Siehe nähere Informationen zur Vergesellschaftung von Kaninchen und die Stellungnahme von Tierarzt Dr Morgenegg).

 Der VgT hat Sepp Eicher  schriftlich aufgefordert, konkrete Fälle mit Namen und Adresse zu nennen. Eicher ist dieser Aufforderung nicht nachgekommen, er kennt gar keine solchen Fälle oder er weiss ganz genau, dass der betreffende Kaninchenhalter schwere Fehler gemacht hat und eine Strafanzeige wegen Tierquälerei zu befürchten hat, weshalb er keine Namen nennen will.

So oder so hat sich Eicher nun mit seiner Behauptung, Gruppenhaltung von Kaninchen sei nicht möglich, als skrupelloser Lügner entlarvt. Wir stellen immer wieder fest, dass Tierquäler auch hemmungslos lügen. Aus der Kriminalistik ist bekannt, dass Tierquälerei oftmals einhergeht, mit Gewalt auch gegen Menschen. Tierquälerei ist eben ein schwerer Charaktermangel.

Es bleibt dem VgT weiterhin nichts anderes übrig, als die Bevölkerung der Stadt Wil direkt, ohne Umwege über verzerrende Medienbericht, darüber zu informieren, dass Kasten- und Einzelhaltung von Kaninchen eine grobe Tierquälerei ist, die von Stadtrat Zunzer als Mittäter unterstützt wird - tierverachtend und auch menschenverachtend, denn einer Mehrheit der Bevölkerung ist Tierschutz ein wichtiges Anliegen. Viele Menschen leiden seelisch unter Tierquälerei. Und der Tierschutz ist ein in der Bundesverfassung verankertes öffentliches Anliegen. Indem Stadtrat Zunzer gegen dieses verfassungsmässige öffentliche Interesse handelt und eine schockierende Kaltherzigkeit gegenüber Wehrlosen (Tiere) an den Tag legt, hat er sich als Politiker selber disqualifiziert. Er gehört deshalb abgewählt. 

4. Oktober 2014, WELTTIERSCHUTZTAG:
Stand-Aktion gegen Stadtrat Zunzer in Wil

Am 2. August 2014 stellte der VgT der Stadt Wil folgendes Gesuch, denn "in der Schweiz, das hat sich bewährt, muss man immer zuerst die Obrigkeit fragen, ob man gegen sie demonstrieren darf." (Niklaus Meienberg):

An Stadtrat Marcus Zunzer.
Hiermit stelle ich das Gesuch um Bewilligung, am  Samstag, 4. Oktober,
13-15 Uhr, in der Fussgängerzone Obere Bahnhofstrasse, oberhalb Schwanenkreisel, zusammen mit ca 12 Personen gegen Sie demonstrieren zu dürfen. Die Kundgebung steht unter meiner persönlichen Leitung. Erwin Kessler, Präsident VgT.ch

Die Bewilligung musste erteilt werden. Der VgT hat einen gesetzlichen Anspruch darauf (Kundgebungsfreiheit).

Standplakate:

       

  

 

11. Oktober 2014: Home-Demo vor dem Haus von Kaninchenquäler Josef Eicher, Toggenburgerstrasse 62, 9532 Rickenbach b. Wil, 14-15 Uhr.

Sechs Aktivisten hielten Spruchbänder und Plakate auf, vor allem von den vorbeirollenden Autos beachtet. Eine Passantin auf dem Trottoir sagte: "Aha, hier wohnt Eicher. Ich verfolge die Sache in der Zeitung - ein spannender Krimi!"
Eicher hatte seinen Kaninchenzüchter-Club aufgeboten. Freudig erwartete die Meute aus mehr als 20 dieser Kaninchenquälertypen darauf, die Kundgebung zu stören und verbal zu provozieren - sich  im grossen Rudel und in der Übermacht sicher fühlend. Sofort nach Beginn der Kundgebung begannen sie, Aktivistinnen zu belästigen und zu beschimpfen und auch körperlich zu bedrängen. Als Erwin Kessler dagegen einschritt und die Typen aufforderte, die Frauen in Ruhe zu lassen, reagierten sie sofort mit Gewaltdrohungen. Der von Erwin Kessler hierauf aufgebotene Polizeischutz war rasch zur Stelle. Von da an war Ruhe und die Enttäuschung war Eicher ins Gesicht geschrieben.

Die nächste Demo wird bald folgen. Der VgT kann gegen Tierquälerei sehr hartnäckig sein. Gegen Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens - nicht aber der VgT.

Gegenüber der Wiler Zeitung und den Wiler Nachrichten behauptete Eicher verlogen, der VgT habe zu einer Demo aufgerufen, aber ausser den VgT-Aktivisten sei niemand gekommen. Wahr ist, dass gar nicht zu einer Demo "aufgerufen", sondern eine für "ca 7 Personen" bewilligte Kundgebung des VgT angekündigt und genau so durchgeführt wurde, was aber die Wiler Zeitung und die Wiler Nachrichten nicht daran hinderte, Eichers verlogene Sprüche abzudrucken, während der VgT nicht zu Wort kam.

15. Oktober 2014: Kaninchenquäler Eicher lügt und lügt.
Er hat bezüglich der angeblich nicht möglichen Gruppenhaltung gelogen. Nun ist er einer weiteren Lüge klar überführt: Am 10. Oktober schrieb der VgT dem St Galler Kantonstierarzt Dr Fritsche folgendes:

Sehr geehrter Herr Dr Fritsche, 

gemäss "Wiler Nachrichten" vom 9. Oktober, "Hinterthurgau", hat Kaninchenzüchter Sepp Eicher aus Rickenbach, der in Wil Kaninchen züchtet, behauptet, seine von uns kritisierte Käfig- und Einzelhaltung  sei "kürzlich durch einen kantonalen Tierschutzbeauftragten kontrolliert worden. Letzterer hielt fest, dass meine Kaninchen sauber und artgerecht gehalten werden." 

Sollte dies zutreffen, dass Ihr Tierschutzbeauftragter diese Käfighaltung gemäss Mindestanforderungen der TSchV als "artgerecht" beurteilt hat, wäre das eine ungeheure, amtsmissbräuchliche Irreführung der Öffentlichkeit. Wie Ihnen und Ihren Tierschutzbeauftragen bekannt sein muss, ist die Käfig- und Einzelhaltung von Kaninchen zwar vom Bundesrat noch erlaubt, aber nach übereinstimmender Auffassung der Schweizer Tierschutzorganisationen und unabhängiger Fachleute eine (erlaubte) Tierquälerei. Sogar in den Richtlinien des BVet ist nachzulesen, dass diese Mindestvorschriften für eine artgerechte Kaninchenhaltung nicht genügen.

Ich ersuche Sie deshalb dringend um eine Stellungnahme, ob der Käfighaltung von Sepp Eicher wörtlich oder sinngemäss Artgerechtigkeit attestiert wurde, wie dieser behauptet.

Das Amtsgeheimnis verpflichtet Sie nicht, zu solchen (hoffentlich) unwahren Behauptungen zu schweigen. In einem solchen Fall sind Sie geradezu verpflichtet, die Öffentlichkeit über den wahren Sachverhalt aufzuklären. Eine unbefriedigende Antwort würde mich zu einer Disziplinarbeschwerde zwingen, um die Sache zu klären.

Mit bestem Dank und freundlichen Grüssen
Erwin Kessler, VgT.ch

Die Antwort von Dr Fritsche:

 

 

 

 

 

 

 

 

18. Oktober 2014
In einer schriftlichen Stellungnahme an den VgT hält der verantwortliche Stadtrat Zunzer erneut stur und ignorant fest, es genüge ihm, dass Eichers Kaninchenhaltung auf einer Liegenschaft der Stadt den gesetzlichen Mindesvorschriften genüge.
Es stellt sich die Frage, wie lange Zunzer sein Architekturbüro noch betreiben kann, bevor er keine Kunden mehr hat mit seiner Einstellung, es genüge, einfach gesetzliche Mindestvorschriften einzuhalten, etwas mehr Lebensqualität brauche es nicht. Denn wenn er das bei wehrlosen höheren Säugetieren denkt, dann wohl auch bei wehrlosen Menschen - alles andere wäre unlogisch. Der VgT wird die Öffentlichkeit in der Region in geeigneter Weise aufklären und Kunden seines Architekturbüros warnen. Es ist eine ständige Erfahrungstatsache, die auch in der Kriminologie bekannt ist, dass Menschen, deren Gewissen und Empfinden sie nicht von Tierquälerei abhält, auch eine potentielle Gefahr für Menschen darstellen.
Indem Zunzer jetzt seine Gefühllosigkeit gegenüber Wehrlosen, seine Herzenskälte, Sturheit und Ignoranz erneut an den Tag gelegt hat, hat sich die Dringlichkeit seiner Abwahl als Stadtrat erneut gezeigt. Der VgT wird deshalb die laufende Abwahlkampagne verstärkt weiterführen.

 

VgT verlangt den Ausstand von Stadtrat Zunzer betreffend der Kastenkaninchenhaltung von Joseph Eicher auf städtischer Liegenschaft

Am 20. November hat der VgT dem Stadtrat Wil folgende Beschwerde gegen Zunzer eingereicht:

Stadt Wil
Stadtrat
Postfach 1372
9500 Wil 2

Sehr geehrte Damen und Herren Stadträte,

hiermit erhebe ich namens des Vereins gegen Tierfabriken Schweiz (VgT.ch)

Befangenheitsbeschwerde gegen Stadtrat Marcus Zunzer

mit dem

Antrag:

Das  Dossier „Vermietung einer städtischen Liegenschaft an Kaninchenzüchter Joseph Eicher“ sei Stadtrat Marcus Zunzer wegen Befangenheit zu entziehen.

Begründung:

1

Seit Monaten besteht – wegen unverständlicher Uneinsichtigkeit von Stadtrat Zunzer – ein öffentlich ausgetragener Konflikt um die tierquälerische Kaninchenhaltung von Joseph Eicher, dem die Stadt Wil unter der Verantwortung von Marcus Zunzer zu diesem Zweck eine städtische Liegenschaft unterhalb des Spitals zur Verfügung stellt.

2

Bis jetzt war es rätselhaft, aus welchen Motiven Stadtrat Zunzer diesen Tierquäler deckt, auch nachdem wir ihn mehr als genug über diese Tierquälerei informiert haben (ausführlicher Bericht dazu: www.vgt.ch/news/110912-kanin-rickenbach-eicher.html). Nun ist aufgeflogen warum: Marcus Zunzer ist mit seinem privaten Architekturbüro an der Konstanzerstrasse 80 in einem Haus eingemietet, das einem ebensolchen Kaninchenquäler gehört (Fidel Hinder, siehe /www.vgt.ch/news2006/060405-kanin-wil.htm). Würde Zunzer die gleiche tierquälerische Käfigkaninchenhaltung von Joseph Eicher nicht mehr länger auf der städtischen Liegenschaft dulden – wie es seine Pflicht wäre –, würde er seinen Vermieter offensichtlich sehr verärgern, so dass ihm möglicherweise die Räumlichkeiten für sein privates Architekturbüro gekündigt würden. Es kann deshalb nicht ausgeschlossen werden und ist im Gegenteil zu vermuten, dass Stadtrat Marcus Zunzer in dieser Angelegenheit die öffentlichen Interessen nicht mehr unbefangen wahrnehmen kann. Dies genügt nach schweizerischer Rechtspraxis zur Feststellung von Befangenheit.

3

Wir haben Marcus Zunzer schriftlich ersucht, das Dossier wegen Befangenheit abzugeben. Er hat darauf – wie es so seine überhebliche Art ist – nicht geantwortet, weshalb wir nun die Sache Ihnen, dem Gesamtstadtrat, und wenn nötig später auch noch dem Stadtparlament unterbreiten müssen.

4

Zur Sache selbst ist klarzustellen, dass es bei der Kaninchenhaltung von Joseph Eicher nicht darum geht – wie Zunzer immer wieder stereotyp vorschiebt -, ob diese die Mindestanforderungen der Tierschutzverordnung erfüllt, denn es geht hier nicht um eine strafrechtliche Frage. Die vom Bundesrat erlassenen Mindestanforderungen sind politisch, nicht naturwissenschaftlich und tierschutzethisch motiviert, und richten sich nicht nach den Bedürfnissen der Tiere, sondern nach den Interessen der Pharma- und Tierversuchsindustrie, welche ihre Versuchskaninchen möglichst billig in kleinen Käfigen halten möchte.

5

Es besteht ein Konsens unter den Schweizer Tierschutzorganisationen und unabhängigen Fachleuten, dass die vom Bundesrat immer noch erlaubte Einzelhaltung von Kaninchen (soziale Isolation) sehr grausam und mit dem Tierschutzgesetz unvereinbar ist und deshalb in der Tierschutzverordnung des Bundesrates ausdrücklich verboten werden müsste. Es gibt jedoch keine Volksrechte, mit denen das politisch durchgesetzt werden könnte, insbesondere weil die Schweizer Landesregierung nicht vom Volk gewählt wird. Selbst das für den Tierschutzvollzug zuständige Bundesamt (BLV) empfiehlt in seiner Broschüre über Kaninchenhaltung die Gruppenhaltung, weil nur diese Haltungsform artgerecht ist (Beilage 1). Zitate daraus:

Hauskaninchen verhalten sich wie Wildkaninchen.

... obwohl sie seit Jahrhunderten domestiziert sind, zeigen sie unter natürlichen Bedingungen im Wesentlichen noch immer dasselbe Verhalten wie ihre Vorfahren.

Kaninchen brauchen Platz, Beschäftigung und Artgenossen.

Kaninchen brauchen viel Platz zum Hoppeln, Rennen, Springen, Kapriolen machen und Hakenschlagen.

Ein mindestens tagsüber zugängiger Auslauf kommt dem Bewegungsbedürfnis von Kaninchen entgegen. Deshalb wird ein Stall mit Auslauf empfohlen.

Kaninchen sollten in Gruppen oder Paaren leben können. Dazu brauchen sie Artgenossen.

5

Die Stadt ist frei, wem sie ihre Liegenschaften vermietet. Nur weil Joseph Eicher die Mindestvorschriften einhält, hat er darauf keinen Anspruch. Nicht alles, was nicht verboten ist, ist auch ethisch-moralisch vertretbar. Der Tierschutz hat in der Schweiz Verfassungsrang. Es ist die Pflicht aller staatlichen Organe, bei allen ihren Tätigkeiten diesem öffentlichen Interesse Rechnung zu tragen. Es ist sachlich gesehen absolut unverständlich und nur durch seinen Konflikt mit privaten Interessen zu erklären, dass es Marcus Zunzer weiterhin duldet, dass in einem beliebten Naherholungsgebiet der Stadt auf einer städtischen Liegenschaft Kaninchen tierquälerisch so gehalten werden, wie sie gemäss den Empfehlungen des BLV (Beilage 1) nicht gehalten werden sollten. Damit unterstützt die Stadt entgegen dem öffentlichen Interesse ein schlechtes Vorbild für die Spaziergänger, insbesondere auch Familien mit Kindern, die dort vorbeigehen, anstatt diese mit einer artgerechten Freilandhaltung von Kaninchen zu erfreuen (oder besser gar keine Tiere, als tierquälerisch gehaltene).

Mit freundlichen Grüssen

Dr Erwin Kessler, Präsident Verein gegen Tierfabriken Schweiz VgT.ch

Antwort des Stadtrats vom 15. Dezember 2014
Stellungnahme des VgT dazu: Der Stadtrat behauptet, es gebe "keine Hinweise oder Vermutungen", welche die geltend gemachte Befangenheit von Stadtrat Zunzer stützen könnten. Diese Behauptung ist falsch. Der VgT hat in seiner Befangenheitsbeschwerde (siehe oben) klare Fakten genannt, die eine Befangenheit vermuten lassen. Unter Verweigerung des rechtlichen Gehörs hat sich der Stadtrat mit keinem Wort damit befasst. Nach geltendem Recht gibt es leider kein Rechtsmittel gegen diesen Willkürentscheid des Stadtrates.

 

Dezember 2014:

Das Verteilen der September-Ausgabe des VgT-Magazins in alle Haushaltungen in Wil, Bronschhofen, Rickenbach und Wilen (erster Bericht über Zunzer) ist abgeschlossen. Das Verteilen wurde verzögert, weil der VgT von der Schweizer Staatspost diskriminiert wird und das Verteilen privat organisiert werden musste.  

In den letzten Tagen wurde auch ein Flugblatt in alle Briefkästen in Wil, Bronschhofen und Rickenbach verteilt.

Das Verteilen der Dezember-Ausgabe der VgT-Nachrichten  mit einem Fortsetzungsbericht begonnen, speziell auch in Wil und Bronschhofen.  

13. Dezember 2014: nochmals eine Protestaktion des VgT (Home-Demo) vor dem Haus von Kaninchenquäler Joseph Eicher an der Toggenburgerstr 62 in Rickenbach. Diesmal liessen sich Eicher und Konsorten nicht blicken. Zahlreiche Autofahrer, die schon aus den VgT-Nachrichten und anderen Medien informiert waren, zeigten mit Daumen nach oben ihre Sympathie mit der Aktion.

 

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3. Oktober 2015:
Grosse Standaktion in Wil für die Abwahl von Stadtrat Zunzer

 Wiler haben ein Herz für Kaninchen

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7. Dezember 2015:
Brief des VgT mit Weihnachtswunsch an Zunzer

Guten Tag Herr Zunzer

Am kommenden Samstag dem 12. Dezember 2015 von 14-16 Uhr (bei schlechtem Wetter wird der Anlass verschoben) werden wir in Wil eine Demo durchführen unter dem Motto: „Unser Weihnachtswunsch an Stadtrat Marcus Zunzer“. Der Demozug wird vom Bahnhof bis ans Ende der Oberen Bahnhofstrasse gehen. Wir werden Flugblätter verteilen, welche die Passanten auf das Leiden der Kaninchen von Sepp Eicher und Ihre Mitverantwortung als Stadtrat aufmerksam machen.

Diese und weitere Aktionen könnten Sie verhindern, wenn Sie sich endlich auf die Seite der schwächsten in unserer Gesellschaft – die Tiere - stellen und auf städtischem Land keine tierquälerische Kaninchenhaltung mehr dulden würden.

Das beiliegende Poster schenken wir Ihnen. Es wird als grosses Plakat an der Demo mitgetragen werden. Vielleicht kann es Sie dazu anregen, sich einmal in die Lage der lebenslänglich eingesperrten Kaninchen zu versetzen. Wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie Ihr gesamtes Leben in einer kleinen Zelle in Einzelhaft verbringen müssten?

Falls Sie Christ sind, öffnet vielleicht ja die Adventszeit endlich Ihr Herz für die Tiere. Sie würden damit einem Grossteil der Wiler Bevölkerung eine grosse Freude machen, wie die vielen Gespräche an unseren Standaktionen und die Unterschriftensammlung bei den Anwohnern im Quartier unterhalb des Kantonsspitals zeigen. Ausser den ewiggestrigen Kaninchenzüchtern und Ihnen will fast niemand mehr diese so bewegungsfreudigen Tiere alleine in Kästen dahinvegetieren sehen.

Beste Grüsse
VgT

 

12. Dezember 2015: Kundgebung in Wil

Zunzer hat vor eineinhalb Jahren voreilig und typisch bürokratisch sinngemäss verlauten lassen, er sehe keinen Handlungsbedarf. Dies Tierquälerei lässt ihn offenbar völlig kalt. Darum führt der VgT bis zu den nächsten Stadtratswahlen eine Abwahlkampagne gegen Zunzer.

Für diese Demo hat der VgT folgende Karikatur anfertigen lassen:

Bericht über die Kundgebung, die viel Beachtung und Zustimmung fand.

Zensur:
Tele Ostschweiz war vor Ort und filmte die Kundgebung für die Nachrichtensendung am Sonntagabend. Die geplante Sendung wurde dann aber von Geisterhand abgesetzt - offensichtlich aus politischen Motiven, denn die auffallend kurzen Nachrichten vom Sonntagabend enthielten weder Dringendes noch Interessantes. Wie sagte doch schon der Schriftsteller Kurt Tucholsky: "In der Schweiz gibt es keine Zensur - aber sie funktioniert."

24. Dezember 2015

  

Am Heilig Abend hat der VgT vor der St. Nikolaus Kirche in Wil/SG den Besuchern der Weihnachtsmesse den Weihnachtswunsch an Marcus Zunzer kundgetan und  in seinem Quartier Flugblätter verteilt. Während Zunzer feiert, leiden die Kaninchen weiterhin einsam in ihren Kästen! Marcus Zunzer ist katholisch und war bis vor kurzem noch Teil der Kirchenbehörde. Wie fühlt es sich an, Herr Zunzer, in der Kirche zu Weihnachten beten zu gehen und gleichzeitig verantwortlich zu sein für das Leid von Tieren, die sich nicht wehren können? Bezieht sich das Gebot der Nächstenliebe für Sie etwa nur auf Menschen?

 

Abwahl-Kampagne in der Endphase vor den Wahlen im September 2016:

August 2016: Folgendes Flugblatt wird zur Zeit in alle Briefkästen in Wil (inkl Bronschhofen und Rossrüti) verteilt:

 

Standaktion am 23. August 2016:

 

Samstag, 27. Aug 2016:
Demo für die Abwahl des tierschutzfeindlichen Stadtrates Zunzer:
Unter dem Motto: "Wil soll eine tierfreundliche Stadt werden" demonstrierte der VgT am letzten Samstag mit zahlreichen Aktivisten vom Bahnhofplatz über die Obere Bahnhofstrasse bis zum Gemeindehaus in der Altstadt und klärte die Passanten darüber auf, dass die Stadt Wil einem Kaninchenzüchter Land für sein tierquälerisches Hobby zur Verfügung stellt.

Wir konnten zahlreiche interessante Gespräche führen und viele Leute gingen mit uns einig, dass Stadtrat Marcus Zunzer endlich zugunsten der Tiere handeln und dem Kaninchenzüchter das Grundstück kündigen sollte. Weil Marcus Zunzer sich aber weiterhin kaltherzig gegen Tiere zeigt, ermunterten wir dazu, ihm bei den Stadtratswahlen im September keine Stimme mehr zu geben. Trotz des ernsten Hintergrundes war es eine farbenfrohe Demonstration.

 

29. August 2016

Kaninchen-Petition an die Stadt Wil

Eine Befragung im Wohnquartier in Wil, in dem die Kaninchenkästen stehen, ergab, dass 2/3 der Anwohner diese Tierquälerei nicht wollen. Sie unterschrieben eine Forderung an Marcus Zunzer und die Stadt Wil, auf dem öffentlichen Grundstück keine Kastenkaninchenhaltung mehr zu dulden. Die Unterschriften warfen wir am Ende der Demo im Sinne einer Petition in den Briefkasten der Stadt Wil. 

Der VgT hat diese Stichproben-Umfrage durchgeführt, um der Stadt Wil zu zeigen, dass eine tierfreundlichere Einstellung der Stadtregierung die Unterstützung einer Mehrheit der Bevölkerung fände. Die von der Umfrage erreichten Einwohner im Quartier beim Kaninchengefängnis von Sepp Eicher, auf einer städtischen Liegenschaft, zeigt, dass eine Mehrheit diese lebenslängliche Kasten-Kaninchenhaltung ohne Auslauf ins Freie - zu Recht - als Tierquälerei ansieht. Unter den Tierschutzorganisationen der Schweiz besteht ein Konsens, dass diese Form der Kaninchenhaltung eine Tierquälerei (im Sinne des Tierschutzgesetzes) darstellt, die vom Bundesrat gesetzwidrig immer noch erlaubt wird, aber ganz klar ausdrücklich verboten gehört:
http://www.vgt.ch/news2006/konsens-kaninchenhaltung.pdf

Dass diese Tierhaltung den völlig ungenügenden Mindesanforderungen der Tierschutzverordnung genügt, ist kein Grund, solche erlaubte Tierquälerei auf städtischem Land zu dulden. Vielmehr würde es der Stadt Wil gut anstehen, die Bevölkerung mit einer tierfreundlichen Kaninchenhaltung zu erfreuen, so wie es die Stadt Zürich erfolgreich vormacht:
http://www.vgt.ch/news/131222-kanin-tierhof-hoeckli.htm

Ja, Wil soll eine tierfreundliche Stadt werden. Damit das möglich ist, unser Aufruf an die Wiler Bevölkerung: Wählen Sie im September Stadtrat Zunzer nicht mehr!

 


 

Medienspiegel:

"Tierschützer droht Stadtrat: Kessler nimmt Zunzer ins Visier", 25. Juli 2014:
- Wiler Zeitung
- St Galler Tagblatt und Thurgauer Zeitung

Stadtrat Zunzer: Gut bleibt Kessler hartnäckig, St Galler Tagblatt 28. Juli 2014

VgT will gegen Stadtrat demonstrieren, Wiler Zeitung, Thurgauer Zeitung, 7. August 2014

Kaninchen Stadt Wil: Zunzer "prüft", St Galler Tagblatt & Thurg Z, 13. Sept 2014

Tierschützer kämpft gegen Stadt Wil und Kaninchenzüchter, Tele Ostschweiz tvo, 14. September 2014 

Die Wiler Kaninchen und Stadtrat Zunzer, Wiler Nachrichten, 17. Sept 2014

Zweifacher Protest gegen Kaninchenzucht in Wil, St Galler Tagblatt u Thurgauer Z, 27. Sept 2014

Standaktion gegen Stadtrat Zunzer und den Wiler Kaninchenquäler, Wiler Zeitung , 9. Oktober 2014.
                                                                                        Kurzbericht dazu in der Thurgauer Zeitung

Demo vor dem Haus des Wiler Kaninchenquälers, Wiler Nachrichten, 9. Oktober 2014

"Demonstration löst Polizeieinsatz aus", Wiler Zeitung und Thurgauer Zeitung, 14. Oktober 2014

Gegenüber der Wiler Zeitung und den Wiler Nachrichten behauptete Eicher verlogen, der VgT habe zu einer Demo aufgerufen, aber ausser den VgT-Aktivisten sei niemand gekommen. Wahr ist, dass gar nicht zu einer Demo "aufgerufen" wurde, sondern eine für 7 Personen bewilligte Kundgebung des VgT angekündigt wurde. Und genau so wurde die Aktion auch durchgeführt, was die Wiler Zeitung und die Wiler Nachrichten nicht daran hinderte, Eichers verlogene Sprüche abzudrucken, während der VgT nicht zu Wort kam.

Home-Demo vor dem Haus des Wiler Kaninchenquälers Josef Eicher, Wiler Nachrichten, 16. Oktober 2014 - Einmal mehr bieten die Wiler-Nachrichten einseitig dem Kaninchenquäler eine Plattform, um seine Unwahrheiten ungeprüft zu verbreiten.

"Eine Forderung, zwei Proteste." Wiler Zeitung 26. Nov 2014

Erneut eine Home-Demo bei Eicher, Wiler Zeitung 15.12.2014

Erwin Kessler lässt nicht locker  St Galler Tagblatt 22. Dezember 2014


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