Forum November-Dezember 2001

vorhergehendes Forum

Forum Gesamtverzeichnis

Anmerkungen  und Kommentare der Redaktion sind violett hervorgehoben


1. November 2001

Hallo Herr Kessler, Sie nennen vorbildlich Name und Ort eines jeden Tierquälers. Warum veröffentlichen Sie nicht gleichzeitig auch Telefon- und Faxnummer bzw. e-mail-Adresse, so dass Tierfreunde direkt protestieren können? Gruss E.W. Henrich

Antwort:
Die Adressen geben wir an, um das ganze glaubhaft und im Prinzip nachprüfbar zu machen, die Telefonnummern geben wir nicht an, weil es nichts nützt, mit diesen Tierquälern das Gespräch zu suchen oder sie zu terrorisieren. Nützlicher sind Leserbriefe an die Zeitungen, um noch mehr Menschen auf dieses Elend aufmerksam zu machen und zur vegetarischen Ernährung aufzurufen und natürlich selber, jeder für sich, auf tierische Produkte zu verzichten. Anders geht es leider nicht, denn es geht nicht um einzelne Missstände, sondern um ein Massentierelend, um einen ganz "normalen" Wahnsinn, von dem wir aus Platzgründen jeweils nur einige zufällig ausgewählte Beispiele zeigen können.
Erwin Kessler


3. November 2001

Zu:
Stopfleber im Museum Römerholz - Tierschützer sind empört, Tages-Anzeiger / Entenstopflebern im Café im Museum Oskar Reinhart in Winterthur, VgT-News

Die Damen irren sich, Foie gras ist auch in der Romandie ein Problem!

Auch hier in der Wetschweiz stösst es auf Unverständnis der "Alternativen", dass Restaurantbetreiber, die ebenfalls sehr wohl wissen, wie die "Delikatesse" hergestellt wird, diese auf ihrer Karte führen; sie verstehen auch hier nicht, dass jemand das kranke Organ eines grausig gequälten Tieres verschlingen will; denn wie auch die beiden im Artikel genannten Museumsangestellten weiss nun jedermann/frau auch hier dass "dabei Tiere gequält werden". Es wird halt da wie dort angeboten, was teuer verkauft werden kann; Geld ist schliesslich wichtiger als Gefühle für unschuldig gequälte Wesen. Die ganzen Foie-gras-Diskussionen sind eigentlich müssig; es ist doch einfach eine Frage des inneren Anstandes - die Leiden der gemarteten Tiere sind dem Einen egal und er verschlingt, was auch immer, und dem Anderen kommt das Herz und der Kopf vor dem Bauch. Es heisst ja nicht umsonst:" Sage mir was Du isst und ich sage Dir was Du bist.
Susanne Wachtl, Coppet

Stopfleber in "gestopftem" Museums-Restaurant

Stopfleber ist ein tierquälerisches Erzeugnis, das in "gestopften" - ich meine "besseren" - Restaurants leider gerne angeboten wird. Dass sowas in einem niedlichen Museums-Restaurant zur Auswahl steht, erstaunt mich schon auch. Scheinbar ist es den Museumsbetreiber/innen ziemlich Wurst, ob die Kritik gerechtfertigt ist... Wenn man nobel sein möchte, geht Prestige und Absatz eben vor. Die skrupellosen Rechtfertigungen verderben einem den Appetit auf einen Besuch in diesem Museum, welches offensichtlich mit tierquälerischen "Details" um Rang und Namen kämpfen muss. Ich werde dieses Museum meiden, obschon ich gerne Besucher von Museen bin. Die Verantwortung einfach an die Konsumenten abzuschieben ist ein billiger Trick und es ist auch keine Kunst, eine sachlich begründete Kritik mit irgendwelchen dummen Phrasen zu ignorieren.
RF, Bülach

Stopfleber im Museum Römerholz

Foie gras, ein französischer Ausdruck, welchen viele Deutschschweizer nicht einmal korrekt aussprechen können, geschweige denn dessen schrecklichen Hintergrund sie kennen, ist ein Produkt aus gröbster Tierquälerei. Enten und Gänse sind intelligente und sensible Tiere. Da sie in der Schweiz meist frei im See oder in einem Teich herumpaddeln und für die Schweizer Medien die brutale Praktik des Stopfens kein Thema ist, ignorieren und verdrängen wir die grausamen Bilder von eingesperrten und gestopften Tieren.  Es ist einfach für das Museums-Café der Sammlung am Römerholz, sich hinter Ausflüchen zu verstecken und zu behaupten, jeder wisse, was er esse, wenn er Fett-Leber bestelle. Für Leute, die bewusst und mit offenen Augen leben und sich Gedanken über unsere Umwelt machen, ist die Stopfleber nicht einfach ein "Detail" auf einer Speisekarte. Es sind Leute wie Erwin Kessler vom Verein gegen Tierfabriken, welche sich nicht scheuen, das Wort gegen Restaurantbesitzer zu erheben, die keinerlei Verantwortung in diesem Bereich wahrnehmen wollen. Letztere akzeptieren - ja fördern sogar - Tierquälerei, nur um ihrem internationalen Publikum einen fragwürdigen Gaumenschmaus zu offerieren. Ich bin überzeugt, dass die Restaurant-Besucher das Engagement des Betriebes schätzen, wenn dieser die Fett-Leber mit einem Hinweis auf die Beweggründe von der Karte streicht. Es sollte für Frau Chanez ein Leichtes sein, dieses fehlende Gericht durch tierfreundliche Menu-Kreationen wettzumachen.
Nicole W, Immensee


3. November 2001

Sehr geehrter Herr Dr Kessler, ich bin bestürzt über die Frontal-Attacke gegen Franz Weber in der letzten Ausgabe der VgT-Nachrichten. Wenn ein grosser Tierscühtzer einen anderen anprangert, tut er damit nur der Fleisch- und der Tierversuchs-Mafia einen Gefallen; sie sind die einzigen, die sich darüber königlich freuen...
Bitte senden Sie mir gelegentlich wieder eine Anzahl Kleber "Keine Tierqual ohne Fleischkonsum" und "Essen Sie heute vegetarisch". Danke
JF

Antwort:
Sehr geehrter Herr F, Sie regen sich offenbar nicht über den Urheber, sondern über den Aufdecker eines Verrates am Tierschutz und eines Rückenschusses gegen alle konsequenten Tierfreunde auf. Davon MUSSTE ich mich distanzieren, um nicht als Tierschützer in den gleichen Topf geworfen zu werden, wie dieser heuchlerische Franz Weber. Seine früheren Verdienste rechtfertigen seine heutigen schlimme Fehltritte nicht; es war nicht der erste. Ihre Behauptung, über meine Kritik freue sich die Fleischmafia, ist offensichtlich falsch: Diese freute sich über Franz Webers Vorbild, aus Höflichkeit Fleisch zu essen, und ganz sicher nicht an meiner Kritik an dieser Einstellung!
Offenbar ist Ihnen Personenkult wichtiger als ein Tierschutz ohne derartig heuchlerische, feige und widersprüchliche Kompromisse eines ausgedienten Tierschützers, der auf der einen Seite zu einem "Fleischverzichts-Gelöbnis" aufruft und andererseits alle, die sich ehrlich und konsequent daran halten, als Fanatiker und unanständige Menschen disqualifiziert!
Jeder erzählt mal einen Unsinn. Schlimm ist es, wenn er es so feierlich tut, wie Franz Weber.
Bestellen Sie künftig keine Anti-Fleisch-Kleber mehr bei mir, sondern die schlitzohrigen Botschaften Ihres verehrten Franz Webers. Vielleicht kann er Ihnen einen optimal auf Sie zugeschnittenen Kleber zur Verfügung stellen mit Ihrer Botschaft: "Weber ist der Grösste, Weber ist unantastbar, egal was für Unsinn er von sich gibt". Und übersehen Sie dann bitte, damit Sie nicht doch noch in Gewissenskonflikte kommen, Webers verlogene Rechtfertigung in seinem letzten Journal, es sei selbstverständlich nur "Bio-Fleisch" gemeint gewesen. Genau dieses Minimum an Rücksicht gegenüber den Tieren habe ich bei seinem heuchlerischen Fernsehauftritt vermisst. Wie will er wissen, ob es Bio-Fleisch ist, das ihm sein Gastgeber auftischt, wenn er glaubt, aus Anstand und ohne Widerrede das essen zu müssen, was auf den Teller kommt???? Sagen Sie nun nicht, Gastgeber würden einem Franz Weber sicher nur Bio-Fleisch servieren. Wenn diese Weber und sein Fleisch-Verzichts-Gelöbnis kennen, würden sie ihm im Gegenteil gar kein Fleisch servieren, und andernfalls ist wohl auch kaum Bio-Fleisch. Es ist wirklich unglaublich, dass ein bekannter Tierschützer, öffentlich derartigen Schwachsinn von sich geben kann und seine Anhänger keine Kritik daran vertragen! Von einer solchen verlogenen Tierschutzszene kann ich mich nicht oft und laut genug distanzieren!
Erwin Kessler


5. November 2001

Sehr geehrter Herr Kessler
In einem scheinbar demokratischen und freiheitlichen Rechtsstaat haben Sie gezeigt, wie die Realität wirklich ist. Jegliche Versuche des Staates, Ihnen zu drohen oder Angst zu machen haben nichts bewirkt. Im Gegensatz zu anderen "Tierschutzorganisationen" ist Ihre weder käuflich noch vom richtigen Weg abzubringen. Diese Haltung bewundere ich sehr und wünsche Ihnen daher am 7.
November
viel Glück!
Mit freundlichen Grüssen
Pascal Trost, FPS


6. November 2001

Hallo Herr Kessler,
aus Ihrer gesamten Argumentation entnehme ich, dass es Ihnen einzig und allein um die Aufrechterhaltung des Schächtverbots geht.
Ich habe mir die Mühe gemacht, mir Ihre Internetartikel und Stellungnahmen vor Gericht durchzulesen. Diese sind zwar brutal hart und offen und alles andere als diplomatisch, aber wie die Justiz Sie als antisemetisch einstufen kann, ist mir völlig unverständlich.
E.W. Henrich


6. November 2001

Sehr geehrter Herr Kessler, Ich wünsche Ihnen zum bevorstehenden Monsterprozess viel Erfolg. Möge die Gerechtigkeit siegen! Ich finde es wirklich toll und ich bewundere Sie, wie Sie immer wieder die Kraft haben, sich gegen die Justizwillkür (und alles andere natürlich auch) zu wehren und dabei für den Tierschutz alles inkauf nehmen!! Sie sind ein bewundernswerter Mensch.
Mit einen lieben Gruss
Flavian Jenni


6. November 2001

Das Video über das Scähchten ist grausam, grauenhaft und eindrücklich! Jedes abstimmungsberechtigte Wesen sollte es sich zu Gemüte führen. Warum stellen Sie es nicht als abrufbares Video ins Internet? Meine "internet-professionellen" Söhne meinen, dies hätte eine weit grössere Wirkung, als nur die Abgabe der Bänder.
Dieter

Antwort:
Eine Downloadversion des Schächtvideos ist bereits seit längerem vorhanden, aber dieses Minibild ist weniger eindrücklich als ein Grossbild ab Cassette. (Unsere Website umfasst gegen 2000 Seiten; ich verstehe, dass man nicht alles sehen kann.) EK


7. November 2001

Foie gras im Museum Reinhart in Winterthur

"Zuerst kommt das Fressen und dann die Moral" schrieb Brecht vor schon einiger Zeit in der "Drei Groschen Oper". Unterdessen ist das "Fressen" gekommen, in jeder Beziehung, aber wann kommt die Moral? Wieviel und was wird der Mensch noch fressen bevor er sich der Moral besinnt?
Mit freundlichen Grüssen.
C. Betens


8. November 2001

Guten Tag Herr Kessler, Irgendwann kann man nicht mehr nur zusehen, sondern muss aktiv werden. Bitte senden Sie mir das Notwendige für die Mitgliedschaft.
Mit freundlichen Grüssen
Hansruedi Sch


Zuschriften zu den Berichten der Journalistin Monika Zech im Tages-Anzeiger über die Gerichtsverhandlung vom 7.11.01 in Bülach im sog Monsterprozess gegen VgT-Präsident Erwin Kessler:

Jetzt bin ich richtig sauer!
Sie, Monika Zech und die gesamte Tagi-Redaktion sollten sich schämen, im Namen des objektiven Journalismus einen solch drastisch einseitigen Artikel über (gegen) Erwin Kessler zu schreiben ("Ein Tierschützer auf rechten Abwegen"). Um allfälligen Vorurteilen vorzubeugen: ich bin kein Mitglied seines Vereins und bin ein kritischer Mitbürger, kein Auschwitz-Lügner, sondern SP-Sympathisant und politisch dadurch hoffentlich unverdächtig genug. (Zumindest so unverdächtig wie der Tagi, nicht wahr?) Vorschlag: Besuchen Sie www.vgt.ch, verbringen Sie etwas Zeit auf dieser Site und Sie finden heraus, dass hinter den zugegebenermassen sehr brüsken, einseitigen und teils sehr unfreundlichen Formulierungen immer eines im Zentrum steht: Der Schutz der Tiere. Auf 50 Artikel über "christlich initiierte" Tierquälerei in SVP-Wählerkreisen (z.B. Gottfried-Keller-Berner-Bauern im mmitauu oder das Kloster Einsiedeln) folgt vielleicht einer übers Schächten. Dabei weiss er durchaus auch mutige jüdische Fürsprecher an seiner Seite. Lassen Sie ab von diesem hetzerischen Ton in diesem traditionsreichen Blatt. Ich möchte nämlich wissen, "was passiert" und nicht von heimlichhalbgetarnten Kommentaren durchtränkte Pseudoberichterstattungen. Und ich bin sicher, dass ich da nicht alleine bin. Wäre doch zum Beispiel spannend gewesen zu erfahren, WIESO GENAU Kessler der Prozess gemacht wird, nicht wahr? Stattdessen schreiben Sie, wer im Publikum hockt. Und wenn schon kommentieren: Wie wärs etwas über das brisante Thema "Wo hört Meinungsfreiheit auf, wo fängt (rechtlich strafbarer) Rassismus an" zu schreiben? Sie sind doch schliesslich nicht www.Anti-Vgt.ch sondern das objektive www.Tagi.ch, nicht wahr? Ich gehe dann mal wieder in den Hardturm, GC-Fankurve, und ich finde dort sicher auch mein Hundert an äusserst bedenklichen Gestalten.
Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüssen
Daniel S


Unter dem Titel "Kessler-Prozess geplatzt" kommentierte der Tagesanzeiger am 8. November 2001 das Verhalten des Tierschützers Dr. Erwin Kessler auf merkwürdige Art und Weise. Menschen, denen Tiere etwas bedeuten, müssen doch das Schächten als fürchterliche Tierquälerei ablehnen, und sie müssen etwas gegen die in der Schweiz drohende Wiedereinführung dieser Untat tun. Dr. Kessler tut es. Dabei muss er selbstversätndlich die Leute und Organisationen, die das Schächten befürworten angreifen. Dies nun als rassistisch zu verurteilen finde ich falsch. Falls ich juristisch Unrecht habe, ist das Antirassismusgesetz untauglich, und es müsste geändert werden. Das Bezirksgericht hat sich an der Verhandlung vom 7. November eigenartig verhalten. Statt sich neutral zu äussern und das Recht des Angeklagten auf einen dem Verhandlungsthema angemessenen Gerichtssaal zu vertreten, verdienten Richter und Gerichtsschreiber ihr Geld mit Nichtstun. Dass sie durch hämisches Lächeln eine Art Vorverurteilung des Herrn Dr. Kessler zum Ausdruck brachten, möchte ich nicht schreiben, da ich vielleicht auch noch angeklagt würde.
Dr. Dieter Sprecher

Der Bericht "Kessler-Prozess geplatzt" im Tages-Anzeiger ist ein Hohn. Genau DARUM will die Oeffentlichkeit an einem Prozess teilnehmen, um selbst zu sehen und zu hören was geschieht und nicht auf so einseitige, geradezu feindlich gestaltete Zeitungsberichte angewiesen zu sein. Tierschützer Erwin Kessler liess einen Prozess platzen, berichtet der Tagi. Der Prozess platzte jedoch, weil vom Gericht die Vorschriften nicht eingehalten wurden. Als wache Bürgerin habe ich nach dem Gesetz Anrecht, mich bei öffentlichen Prozessen einzufinden. Das ist ein Grundrecht und hat seine Berechtigung, denn in einem Rechtsstaat, der nichts zu fürchten hat, darf die Oeffentlichkeit teilhaben, Meinungen öussern und Kritik üben. Das Gericht Bülach hat übrigens selbst bestätigt, mittels einem Handzettel der verteilt wurde, dass man bemüht gewesen sei, den Prozess in einem grösseren Gerichtssaal abzuhalten. Es ist nicht gelungen, da von noch höherer Instanz diesem Gesuch nicht stattgegeben wurde. Also ist hier klar, wer Schuld hat, dass der Prozess platzte und einige Leute im Regen standen. Wir standen übrigens im Regen mit Herr Dr. Kessler aus Solidariätt gegenüber ihm, gegenüber den leidgeprüften Tieren. Eigenartig, dass Tierscühtzer angeklagt werden und die Tierquäler ohne Strafe davonkommen. Dass es in diesem Prozess um eine barbarische Tierquälerei, das betäubungslose Schlachten (Schächten), ging, hat der Tages-Anzeiger nicht erwähnt. Dafür scheint er ein grosses Interesse daran zu haben zu berichten, man habe zwei Rechtsextreme erkannt. Na und?! Ob es so ist, weiss ich nicht, und wenn dem so ist, macht es nichts. Das hat mit Herrn Kesslers Arbeit nichts zu tun. Es hatte vielleicht auch jemanden unter den Zuhörern, der grün oder rot oder Atheist, Jude oder Pfarrer ist. Es waren auch schon Skinheads auf der Rütliwiese. Ist hiefür der Bundesrat verantwortlich? Ich bin dankbar, dass es mutige Menschen gibt, die sich gegen Tierquälerei einsetzen und Tierquälerei anprangern, egal ob von Katholiken, Muslimen, Juden, Bauern oder Spaniern praktiziert. Warum sollen jüdische Tierquäler nicht kritisiert werden dürfen, nur weil sie Juden sind?
Marlène Gamper

Es ist bezeichnend flir die tierverachtende Gesinnung unserer Gerichte, dass das Obergericht des Kantons Zürich dem Gesuch des Bezirksgerichtes Bülach um Bentzung des Geschworenengerichtssaals für die Verhandlung im zweiten Kessler-Schächtprozess nicht entsprach mit der fadenscheinigen Begründung, mit den 25 Plätzen des Bülacher Gerichtssaals sei "dem Grundsatz und dem Anspruch auf Öffentlichkeit des Verfahrens Genüge getan". Und die Bülacher der 1. Abteilung unter dem Vorsitz von Vize-Präsident lic.iur.Fischer waren zu phantasielos oder zu träge, eine andere Lösung zu suchen. In Interlaken hat der zuständige Einzelrichter die Verhandlung im Canyoning-Prozess in den Casino-BallsaaI verlegt (SonntagsZeitung vom 4.11.2001), in Bülach aber bringt man nur fertig, die peinlich anmutende Abfuhr zu schlucken. Wir haben bald den Eindruck, dass die Herren der Obrigkeit uns vom Fussvolk ebenso geringschätzig behandeln wie die wehrlosen Tiere. Darauf wird vor den nächsten Wahlen zurückzukommen sein.
H. Keller

Auf richtigen Wegen, nicht auf rechten Abwegen!
Der abschätzige TA-Artikel gegen den Tierscühtzer Dr Erwin Kessler ("Ein Tierschützer auf rechten Abwegen") ist ein medienmässiger Machtmissbrauch. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass ich die Auffassungen Kessler’s in Sachen Schächten vollumfänglich teile und ich wundere mich, wenn ich deshalb nicht auch bald eine Rassismus-Klage am Hals habe... Weiter möchte ich mich zum TA-Artikel vom 7.11.2001 - "Ein Tierschützer auf rechten Abwegen" - nicht äussern. Eigentlich müsste es "Ein Tierschützer auf richtigen Wegen" heissen. An der geplatzten Gerichtsverhandlung in Bülach war ich ebenfalls einer jener, der im wahrsten Sinne des Wortes "im Regen stehen gelassen" wurde. Die Willkür der Schweizerischen Justiz ist perfekt:
1.wurde durch eine Monster-Bezirksanwältin ein Verfahren eingeleitet, welches den normalen Rahmen sprengt
2.sollte der "Monsterprozess" schon um 8.00 Uhr beginnen 
3. sollte dies in der Provinz Bülach stattfinden, wo man wusste, dass die erwartete Anzahl Interessierter nicht Platz haben würden. Auf diese Weise versuchte unsere Justiz Kessler auszutricksen und einen Teil der kesslerfreundlich gesinnten Bürger/innen und Steuerzahler/innen zu siebeln. Die Schweiz ist kein Rechtstaat mehr und die Fälle des VgT vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte sollten uns allmählich schon nachdenklich stimmen. Wer es endlich begriffen hat, wie es hierzulande läuft, muss mir Recht geben, dass wir auf einen Polizei-/Militärstaat zusteuern und die Blamage der vermeintlich freiheitlichen Schweiz immer grössere Dimensionen annimmt. Das Schlimmste ist die Tatsache, dass man Tierquäler laufenlässt, während Tierschützer mit Bussen, Gefängnis und Boykott schikaniert werden!
Roland F


8. November 2001

Das Maul zu halten ist keine Tugend

Mit grossem Interesse verfolge ich den Fall Erwin Kessler. Der bewundernswerte Tierschützer wurde infolge seinen Aussagen in verschiedenen Fällen verurteilt und steht neuerdings vor einem weiteren „Monsterprozess“! Ich bin kein Vegetarier, und trotzdem unterstütze ich Herr Kessler. Es geht mir nicht um das Fleischessen, es geht mir lediglich um Tierhaltung verbunden mit der Art das
Tier zu töten. Meine Meinung dazu: Von immensem Entsetzen, Fassungslosigkeit und Bestürzung befallen reagiert unsere „feine“ Gesellschaft auf Medienberichte, in denen geschildert wird, wie einige Hunde und Katzen malträtiert werden und tagein tagaus der Quälerei ihrer Halter ausgesetzt sind! Beinahe traumatisiert stellt man sich die Frage, in was für einer Welt wir leben, und dass eine solche Tierquälerei in der heutigen Zeit noch möglich ist!  Ein jeder Schweizer sollte sich seiner Nationalität schämen bei der Erkenntnis, dass es eine Bundesrätin (!) gibt die sich für die Einführung einer anderen Art der Tierquälerei einsetzt: Das Schächten!!! In was für einem Dschungel der Uneinsichtigkeit muss ein Mensch umherirren, der im Jahre 2001 (nach Christus) diese Art des „Krepierenlassens“ eines Tieres gesetzlich erlauben will? Es ist dieselbe Person, die 46% der Schweizer Bevölkerung als Rassisten tituliert hat! Wo sind die letzten 500 Jahre Evolution geblieben? Die Juden (lediglich diejenigen die sich für das Schächten einsetzen) rechtfertigen diese Tierquälerei mit dem Argument der Religionsfreiheit! Scheinbar haben einige Besserwisser noch nicht erkannt, dass man im Laufe der geistigen Entwicklung einige Rituale und Traditionen immer aufs neue überdenken sollte! Weshalb haben die Christen aufgehört rothaarige Frauen als Hexen zu verbrennen? Weshalb wird Homosexualität nicht mehr als Abartigkeit eingestuft? Diese neuen Ansichten sind die Frucht des Evolutionsbaumes, doch scheinbar hat das Licht der Weiterentwicklung nicht alle Menschen gleich hell erleuchtet! Es sind dann diese Individuen, die mit veralteten und zutiefst primitiven Ansichten im Dunkel der Ignoranz weiterirren!!! Keine Religion und keine Tradition rechtfertigt das Leiden der Tiere (Hundekampf, Stierkampf, Schächten usw.); daran sollten alle die Traditions- und Religionsfreiheit-Fetischisten denken! Die Behandlung der Tiere widerspiegelt das Gesicht einer Gesellschaft; und wenn wir das Schächten erlauben, dann stellt diese Grausamkeit die Narbe in unserem Gesichte dar! Und zuletzt noch ein Rat an all diejenigen, welche die Faust im Sack machen: DAS MAUL ZU HALTEN IST KEINE TUGEND! Leider ist die stille Wut nicht verwunderlich, denn oft hat man das Gefühl, dass die Meinungsfreiheit nur dann gilt, wenn man auch die richtige Meinung hat!!! Es stimmt mich traurig erkennen zu müssen, dass einige Politiker immer grössere Schuhe kaufen, um noch besser auf die Meinungsfreiheit treten zu können! Für gefährliche Hunde gibt es bekanntlich Maulkörbe, für unbequeme Bürger gibt es ja da noch ein bestimmtes Gesetz............

Reto G, Olten


8. November 2001

Enthornen

Sehr geehrter Herr Kessler, heute ist in den "Obersee-Nachrichten" ein Leserbrief von mir veröffentlicht. Vor 2 Wochen war eine Kuh zur "Miss Linth" auserkoren worden. Sie glauben es kaum: sie hatte keine Hörner! Stolz präsentierte der Bauer diese verstümmelte Kuh. Eine Woche später kam dann aber ein grosser Artikel über Befürworter und Gegner des Enthornens. Heute, also nochmals eine Woche später - die Zeitung kommt nur 1 mal pro Woche raus - ist nun mein Leserbrief drin; ich habe den Text teilweise von Ihnen übernommen. Ich hoffe, dass Sie nichts dagegen haben. Nebst meinem Leserbrief ist noch einer, ein sehr guter, drin.

Dies mein Leserbrief:
Diese Kühe werden lächerlich gemacht
Leserbrief zum Artikel "Applaus für Super-Kuh Paula (6): Sie ist die erste amtierende Miss Linth".
Eine verstümmelte Miss Linth! Dass solch arme Kühe ohne Hörner überhaupt an so einem Wettbewerb teilnehmen dürfen, ist unbegreiflich. Ich muss diese Kühe nur anschauen, tun sie mir leid, sie werden richtig lächerlich gemacht. Uebrigens ist das Absägen der Hörner bei erwachsenen Kühen ein schwerer Eingriff (Schädelöffnung) und führt trotz lokaler Ansthesie beim Absägen zu
nachoperativen Schmerzen und zu lang andauernden, massiven Störungen im seelischen Empfinden des Tieres. Weit verbreitet ist auch das Enthornen von Kälbern. Es erfolgt meistens durch Abätzen des Hornansatzes, was erwiesenermassen sehr schmerzhaft ist.
Ich weiss, dass nun das Argument mit dem Laufstall kommt, dass sich die Kühe nicht verletzen können, dies ist jedoch kein Argument. Es gibt nämlich auch Bauern mit Laufstall und Kühen mit Hörnern!
Bernadette Gerber, Reichenburg

Der Bauer mit dieser "Super-Kuh" ohne Hörner heisst Werner Dönni aus Benken/SG. Auf dem Foto in der Zeitung hat er sogar noch sein 2 jähriges Töchterlein an der Hand auf der anderen Seite die verstümmelte Kuh. Dann war noch ein Leserbrief gleichzeitig mit meinem in dieser Zeitung:

Den Khen die Würde genommen
Leserbrief zum Artikel "Applaus für Super-Kuh Paula (6): Sie ist die erste....(wie oben)
Das musste mal gesagt sein! Sonst kommt man morgen noch auf die Idee, aus irgendwelchen "Produktionsgründen" dem armen lieben Vieh die Ohren zu coupieren, den Schwanz abzuschneiden respektive durch Zucht zu verlängern oder die Zähne zu spitzen, damit sie besser mahlen. In der Tagesschau gabs vor einiger Zeit ein eindrucksvolles Interview mit einem Tuareg-Jungen, dem bei einem Unfall von seinem Kamel der Arm so kompliziert gebrochen wurde, dass er in der Schweiz operiert werden musste, auf die Frage, was ihm in unserem Land nicht gefalle, sagte er: "Es ist sehr laut hier, und die Kühe sehen schrecklich aus. Sie haben keine Hörner. Man hat ihnen die Würde genommen."
Edith G, Freienbach


9. November 2001

Ein Arzt zum Schächten:

Psychologische Analyse aus der Sicht eines Arztes:

Schächten: Gehorsames Befolgen religiöser Vorschriften oder Gaumenkitzel auf Kosten grausam ermordeter Tiere und der sozialen Existenz mutiger Tierschützer?

Wenn eine Religion ihren Gläubigen verbindlich vorschreiben würde, Fleisch zu essen, wäre das Beharren auf das Schächten eher verständlich. Will man unter diesen Bedingungen aber nicht vom Schächten lassen, so offenbart dies die wahre Gesinnung dieser Personen: Sie bewerten den eigenen, nur Minuten dauernden Gaumenkitzel höher als die Qualen und den Wert des Lebens der
grausam geschächteten Lebewesen. Anstatt aber diese Wahrheit zu sagen, schiebt man die Religion vor. Aber keine Religion dieser Welt schreibt einen Gaumenkitzel mit Fleisch vor! Diejenigen aber, die sich gegen das Schächten wenden, werden als Feinde der Religion bezeichnet und des Rassismus beschuldigt. Dies ist schlau eingefädelt, denn durch diese Beschuldigung sind
Schächtgegner natürlich viel wirkungsvoller vor Gericht zu bringen, als wenn sich die schächtenden Fleischgourmets über den wahren Grund ihres Ärgers beklagen würden, dass nämlich die Schächtgegner den kleinen Gaumenkitzel der Fleischgourmets, also den einige Minuten dauernden LUSTGEWINN, bedrohen.

Fazit: Nur für einen kleinen Gaumenkitzel sind offensichtlich Leute bereit, Tiere zu quälen, grausam zu töten und Tierschützer ins Gefängnis werfen zu lassen. Auf welcher Seite hier moralisches Recht und Unrecht steht, möge jeder selbst beurteilen. Zieht sich aber nicht durch die Menschheitsgeschichte das eigenartige Phänomen, dass nur allzu oft juristisches Recht gleichzeitig moralisches Unrecht war, welches nachher korrigiert wurde? Man denke nur an die ehemals legale Benachteiligung der Frau, die ehemals legale Sklavenhaltung, die ehemals legale Diskriminierung von Farbigen usw. usw. Willkürliches Errichten ungleicher Rechte und Freiheiten hat immer moralisches Unrecht zur Folge. Daher fordere ich die Anerkennung und den Schutz der gleichen Rechte und gleichen Freiheiten für alle Lebewesen, gleichgltig welcher Hautfarbe, welchen Geschlechts, welcher Religion, welcher Rasse und gleichgltig welcher Spezies.

Dr med Ernst Walter. Henrich


13. November 2001

Ich besuche jetzt schon seit längerer Zeit ihre Seite und bewundere ihre Arbeit bezüglich der Tiere! Oft bin ich auch schockiert, wenn ich im Forum Sachen lese, wie von der Frau, deren Mann auch geschächtetes Fleisch isst oder andere herzlose Berichte, von Leuten, die keine Ahnung haben und denen die Tiere egal sind. Gerade deshalb, um diesen Menschen keinen Gefallen zu tun, darf man nicht aufgeben. Wenn jeder ein bisschen was zum Schutze und Wohl der Tiere beiträgt, dann wird mit der Zeit immer mehr klar, was es mit dem Tierleid auf sich hat. Ich selbst konnte auch schon einige Bekannte davon überzeugen sich vegetarisch zu ernähren, und einige haben es auch bisweilen geschafft. Aus Liebe zum Tier und zum guten Gewissen für sich selbst. Ein Tipp für andere, die ihre Bekannten und Verwanden auch umstimmen wollen: Erzählen sie ihnen über die Stresshormone, die sie dann verzehren, wenn sie die zu Tode gequälten Tiere in sich reinstopfen, als wäre es das Natürlichste der Welt. Einmal hat mir auch das Schächtvideo weitergeholfen. Sie dürfen nur nicht gleich aufgeben, wenn irgendeiner seine Witze über das fast Schrecklichste der
Welt macht! Sie sind ein Vorbild für uns alle, machen sie weiter so. Danke. Mit freundlichen Grüssen, Julia!


15. November 2001

Es müsste dem Tierschutzverband auch am Herzen liegen, dass man immer noch Schalentiere, u.a. Krabben, Krebse etc. LEBENDIG IN KOCHENDES Wasser legt, um den "Gourmets" zu dienen. Dies is GRAUSAM. Man sollte dies nunmehr ENDlich verbieten.
Danke sehr.
Mit freundlichen Grüssen.
M. Ettisch-Enchelmaier, B.A., Geschäftsleitung
Ettisch-Enchelmaier GmbH

Antwort:
Dieser Auffassung sind wir auch. Das kochende Wasser ist nur der Höhepunkt eines langen Leidensweges. Nach schweizerischem Tierschutzgesetz kann man mit solchen Tieren beliebig grausam umgehen. Geschützt sind nur Wirbeltiere - und auch diese weitgehend nur auf dem Papier. Das einzige was wir tun können, ist immer und immer wieder diese Grausamkeiten aufzuzeigen und zur vegetarischen Ernährung aufzurufen.
Erwin Kessler, VgT


15. November 2001

buonasera herr kessler!
ich nehme jetzt mal an, dass sie der webmaster sind. ich bin per zufall auf ihre hompage gestossen. ich lebe in der nähe von florenz/italien und hier wird ja tierschutz (leider!) nicht unbedingt gross geschrieben. ich hörte mir die erste sequenz der stimmen auf dem anrufbeantworter ab und las einige dinge ber die tiertransporte und bin mehr als schockiert. mir geht es immer noch nicht in den kopf, warum menschen tiere quälen und wie sie sich über das tier stellen. wir sind doch alles eines. ich wünsche ihnen weiterhin viel mut und energie, damit sie diese wertvolle arbeit (die sie schliesslich auch für mich tun, ich hätte den mut nicht all das zu tun was sie tun) weiter führen.
grazie tanto!
christina wespi, personal travel dircector, www.christinastour.com


16. November 2001

Sehr geehrter Herr Kessler, ich bekomme regelmässig die Zeitschrift des VgT zugeschickt, ohne sie abonniert zu haben. Ich wünsche ab sofort keine weiteren Sendungen mehr! Ich bin ein wehementer Verfechter von schlechter Tierhaltung, aber ich kann mich nicht mit Ihrem Informationsmaterial identifizieren! Ich hoffe, dass meinem Wunsch stattgegeben wird und ich nicht mehr mit dieser Zeitung "belästigt" werde.
Freundliche Grüsse
Sibylle Fischer, fischer.su@pop.bluewin.ch

Antwort:
Sie nehmen es mit der Wahrheit offensichtlich nicht besonders genau. Sie behaupten, Sie bekämen die VgT-Nachrichten "gelmässig. Das kann gar nicht sein, denn Sie sind in unserer Adressdatei gar nicht enthalten. Offenbar machen Sie aus seltenen, "unregelmässigen" Streusendungen einen regelmässigen Elefanten. Das passt zu "vehementen Verfechter von schlechter Tierhaltung".
Wissen Sie, was ein Schwamm ist? Vielleicht erinnern Sie sich an die Wandtafel in der Schule. Da hatte es so einen runden, weichen, löcherigen Schwamm. Könnte es sein, dass Ihr Gehirn so aussieht? Das kommt bei Fleischfressern und Verfechtern von schlechter Tierhaltung ab und zu vor.
Gute Besserung kann ich Ihnen leider nicht wünschen. Die Sache ist unheilbar. Das ist gut so, denn nur so werden Sie künftig von unserer Zeitung nicht mehr belästigt. Eine andere Lösung gibt es leider nicht, weil Ihrem Briefkasten leider nicht angesehen werdn kann, dass Sie ein hoffnungsloser Fall sind.
EK


16. November 2001

Tages-Anzeiger auf Abwegen
Zum Tages-Anzeiger-Bericht vom 7.11.01 "Ein Tierschützer auf rechten Abwegen".
Es gibt schon zu denken, wenn man im Tagi Argumente über Argumente findet, die belegen sollen, dass Erwin Kessler (VgT) zu Recht des Rassismus angeklagt werde - und kein Wort darüber, worum es (nicht nur ihm!) in der Sache geht, nämlich um das Schächten.
Susanne Werth


20. November 2001

Zum Bericht "Umstrittenes Schächten" im St Galler Tagblatt vom 19.11.2001:
Keine Freiheit für unmenschliche Religionen!
Die Bilder in den kürzlich im Kanton St Gallen verbreiteten VgT-Nachrichten zeigen, wie furchtbar die Tiere beim Schächten leiden - und dies alles nur für den Fleischgenuss. Wer meint, kein Fleisch von human geschlachteten Tieren essen zu dürfen, der kann sich ja vegetarisch ernähren, was erst noch gesünder ist. Es ist mir unverständlich wie der Bundesrat behaupten kann, Tierquälereien und Fleisch-Essen seien durch die Religionsfreiheit geschützt. Tolstoi war da weitsichtiger: "Solange es Schlachthäuser gibt, wird es Schlachtfelder geben." Vielleicht ist es kein Zufall, dass im Nahen Osten sich ausgerechnet Fundamentalisten endlos und grausam bekriegen, die auch Tiere grausam schächt-schlachten: Juden und Moslems.
Rosmarie Gerschwiler


23. November 2001

Ich glaube ich spinne – kann nicht fassen, was ich in den VgT-Nachrichten lese. Habe ich das richtig verstanden, Sie werden wegen Kritik am Schächten in Gefängnis verbannt? Kann doch nicht wahr sein – ich denke in der CH gibt es die freie Meinungsäusserung!
Einen Trost habe ich – ich denke, dass jeder, was er auch in seinem Leben tut irgenwann (vielleicht in einem anderen Leben) für seine Untaten mit Zinseszins bezahlen wird. Die Natur lsst niemanden ungestraft davonkommen. Vielleicht sollten die Menschen mal auch  darüber nachdenken, warum sich die Natur-Katastrophen in den letzten Jahren so häufen.
Georgette Pusec

Antwort:

Angesichts der Selbstverständlichkeit, mit welcher dieser Unrechtsstaat funktioniert - das war im Nazi-Staat auch so! - müssen sich denkende Menschen tatsächlich immer wieder fragen, wer denn in diesem Irrenhaus eigentlich noch normal ist.
Erwin Kessler


23. November 2001

Grezi Herr Kessler. In Ihrer Ausgabe über das Schächten haben Sie verschiedene Kösereien mit Schweinehaltung namentlich erwähnt und die jeweiligen Zustände in der Schweinehaltung aufgezeigt. Da ich selbst auch Köser gelernt habe, ist mir die Haltungsart bekannt und hab auch so meine Mühe damit. Mein persönliches Fazit daraus ist, dass ich (fast) kein Fleisch mehr esse. Aus diesem Grunde hab ich grundsätzlich nichts gegen solche Publikationen. Was mich jedoch enttäuscht hat, ist die Tatsache, dass Sie beim Beispiel der Käserei Seelmatten/ZH die Käsesorte aufgeführt haben. Gut, ich arbeite für Tilsiter Switzerland (Marketing) und deshalb stört es mich besonders. Aber es ist ja nun wirklich so, dass die Schweinehaltung nichts mit der produzierten Käsesorte (Emmentaler, Tilsiter, Appenzeller ...) zu tun hat, sondern aufgrund des Tiergesetzes so gehandhabt wird. Da Sie in Ihrem Artikel nur bei der Käserei Seelmatten die Käsesorte angegeben haben, nicht aber bei den anderen aufgeführten Käsereien (die ja kein Tilsiter produzieren, sondern eine andere Käsesorte), möchte ich Sie bitten, künftig auch die Käsesorte Tilsiter nicht mehr zu erwähnen.
Falls Sie mit meiner Bitte nicht einverstanden sind, wäre ich foh, wenn Sie mir die Gründe kurz mitteilen könnten.
Mit freundlichen Grüssen aus dem Tilsiterland
TILSITER SWITZERLAND GmbH
Jürg Kriech

Antwort:
Die Käsesorte ist nicht ohne weiteres von jeder Käserei bekannt. Hinweis: Bericht über Schweinereien hinter Appenzeller-Käsereien


24. November 2001

Kürzlich bekam ich Ihre Zeitschrift "Der Schächter-Prozess" und ich muss sagen, ich war nicht nur geschockt! Ich war traurig und hatte zugleich eine enorme Wut auf die Menschen, die zu solchen Taten fähig sind! Ich bin kein bisschen rassistisch eingestellt, aber wenn ich solche grausamen Dinge lese, die die Menschen machen, so wundere ich mich doch sehr über diese Religion und über die Menschen, die das alles glauben! Wenn man einen Funken Verstand hat, sieht man doch, dass das nur sinnlose, grauenvolle Tierquälerei ist! Glauben diese Menschen wirklich, dass Tiere keine Gefühle haben, und nur irgendwelche Dinge sind? Und manchmal überkommt mich doch ein Zweifel am Menschen! Wieso muss der Mensch alles zerstören, ohne an die Konsequenzen zu denken?!! Er sieht die schlimmen Dinge, zu denen er fähig war, erst, wenn alles zu spät ist! Man sagt, der Mensch ist ein intelligentes Lebewesen, doch sieht man all die schlimmen Dinge, die der Mensch schon gemacht hat, so kann man nur sagen: Der Mensch ist ein dummes Tier! Ich brauche mit Absicht das Wort Tier, denn für mich ist der Mensch auch nur ein Tier, das aber fähig ist, in die Vergangenheit und in die Zukunft zu denken, aber auch sich und seine Umwelt zu zerstören! Was stört die Menschen daran, als Tier bezeichnet zu werde? Doch nicht nur dass der Mensch zerstört, nein, er ist nicht einmal fähig, dies einzusehen!! Ich bin manchmal (vorallem jetzt nach diesem Bericht) so wütend, dass ich die Menschen, die den Tieren auf so eine qualvolle Art sterben lassen, auf die gleiche qualvolle Art hinrichten würde, nur um ihnen zu zeigen, was sie eigentlich tun! Aber wenn ich solche Taten durchführen könnte, würde ich das trotzdem nicht machen, denn das würde beweisen, dass ich genau gleich bin, wie diese Menschen! Ich bin zwar nur 16 Jahre alt, und viele denken vielleicht, ich wäre nicht fähig das zu verstehen, aber das braucht nur einen gesunden Menschenverstand und das Alter spielt hier keine grosse Rolle! So ist auf alle Fälle meine Meinung! Es tut mir leid, dass ich das sagen muss, aber ich verabscheue diese Sorte von Menschen, die zum Spass töten! Ich könnte eigentlich noch viel mehr schreiben, aber was ich vorallem sagen wollte: Ich bewundere Sie für Ihren Mut und Ihren Einsatz!!! Ich bin froh, dass es noch solche Menschen gibt, die viel aufs Spiel setzen ohne nur immer an das Geld zu denken und an sich!!! Ich bin jetzt auch Vegetarierin geworden, weil ich diesen Gedanken nicht ertragen kann, dass durch mich ein Tier stirbt!
Mit freundlichen Grüssen Anjes B


22. November 2001

Regelmässig besuche ich Ihre Hompage und bin mit Ihrer Arbeit sehr zufrieden. Dies ist auch der Grund, dass ich Sie, bzw. Ihren Verein, unterstützen möchte. Ich bitte Sie, mir einen Einzahlungsschein für die Mitgliedschaft beim VgT zuzustellen. Von Herzen wünsche ich Ihnen viel Erfolg und Kraft für Ihren Einsatz!
Mit freundlichen Grüssen
Simone Schneider

26. November 2001

Wow, ging ja wie der Blitz. Besten Dank für die Unterlagen. Habe den Mitgliederbeitrag heute überwiesen. Die Kleber haben Ihre Plätze bereits gefunden. Die beiden Journals sind gelesen und liegen nun für unsere Gäste auf dem Salontisch bereit! Obwohl ich schon seit einigen Jahren über die unsagbaren, schrecklichen Zustände in der Tierhaltung aufgeklärt bin, schockieren mich die Berichte und Fotos immer wieder zutiefst. Es ist gut, dass Sie die Leser mit der Realität konfrontieren. Die Konsumenten mssen aufgeklärt werden, wie das Leben unserer Freunde aussieht!
Simone Schneider


26. November 2001

Sehr geehrter Herr Kessler
Sie können ja mal mit kommen auf die Baustelle, Handlanger sind irgendwie immer zu gebrauchen!
viele Grüsse von einem ungebildeten Bauarbeiter( in ihren Augen ein "BLOEDER
TROTTEL").
METZGETE IST GEIL!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Essen sie heute mal Fleisch!
Gonz@gmx.ch

Antwort:
Eben! Damit haben Sie sich klar als blöden Trottel qualifiziert.
Keine akademische Bildung haben und ein blöder Trottel sein sind ganz verschiedene Dinge. Wer das nicht auseinander halten kann, ist nicht ungebildet, sondern tatsächlich ein blöder, krank gefressener Trottel.


29. November 2001

Sehr geehrter Herr Kessler, ich schätze Ihre Arbeit und den unermüdlichen Einsatz für die gequälte Kreatur sehr. Es ist ausserordentlich wichtig, dass es Leute gibt, welche sich für das Recht von Tier und Mensch stark machen. Mit Ihrem Leserbrief [Warum sterben Bauarbeiter früher?] haben Sie jedoch weit übers Ziel hinausgeschossen. Ihre Darstellung des Bauarbeiters als "biersaufender und fleischfressender Idiot" ist eine entwürdigende Aussage für sehr hart arbeitende Menschen...
Alex Granato, Sekretär der Gewerkschaft Bau und Industrie (GBI) in St Margrethen

Antwort:
Sehr geehrter Herr Granato, Sie haben offenbar meinen Leserbrief nicht richtig gelesen. Was Sie in Anführungszeichen falschspielend als Zitat ausgeben, findet sich nicht darin. Ich habe Bauarbeiter nicht als Idioten bezeichnet; dieses Wort stammt von IHNEN.
Es gibt mir schon zu denken, dass Sie nicht akademisch Gebildete als Idioten verstehen! Das zeugt nicht von mangelnder Bildung, sondern von mangelnder Intelligenz. Können Sie wegen Befangenheit und Voruteilen ganz einfach eine Kritik zur Forderung der Gewerkschaft nicht objektiv lesen?? Auch Ihre weitere Ausführungen sind wenig qualifiziert, weshalb ich sie hier im Forum schon gar nicht erst wiedergebe.
Sie bringen die Unfallgefahr ins Spiel und lenken damit vom ursprünglichen Thema der höheren Sterblichkeit von Bauarbeitern und der Forderung nach Frühpensionierung ab. Auch trägt Ihre Bezeichnung von Büroangestellten als "Marzipanknaben" wenig zu einer sachlichen Diskussion über die Gründe der Sterblichkeit von Bauarbeitern bei. Wo ist auf den heutigen stark mechanisierten Baustellen die "gesundheitsraubende" hart körperliche Arbeit anzutreffen? Ich behaupte nicht, Bauarbeit sei leicht, und dass Bauarbeiter abends müde sind, kann ich gut glauben und kann deshalb auch die Forderung nach einer kürzeren Arbeitszeit verstehen. Aber eine anstrengende, ermüdende körperliche Arbeit ist nicht an sich "gesundheitsraubend". Ich behaupte nur, dass die statistische höhere Sterblichkeit von Bauarbeitern verglichen mit der Durchschnittsbevölkerung nicht beweist, dass die Arbeit gesundheitsschädigend ist. Die sitzende Tätigkeit von Architekten und Bauingenieuren ist eher als ungesund zu betrachten. Dass Sie offenbar mit beliebigen haltlosen Argumenten um jeden Preis Gewerkschaftsforderungen vertreten zeigt sich auch daran, dass Sie die Leistungen von Triathlon-Spitzensportlern im Vergleich mit der körperlichen Leistung von Bauarbeitern als "Leichtgewicht" bezeichnen. 
Mit freundlichen Grüssen
Erwin Kessler


3. Dezember 2001

Tilsiter Käserei Kappeler, Seelmatten

Ich möchte Jürg Kriech fragen, warum er sich so aufregt, dass der Tilsiter Käse genannt wird, den die Käserei Kappeler in Seelmatten herstellt, wo doch die Schweinehaltung angeblich nichts mit der Käsesorte zu tun hat. Wenn eine Käserei einen dermassen miserablen, dreckigen, stinkenden Schweinestall hat - im Fall Kappeler sogar deren zwei, einer in Bichelsee und einer in Seelmatten - und direkt vor dem Schweine-KZ ein Tilsiter-Reklameschild auf dem Güllekasten steht, muss man als Konsument annehmen, dass die Firma TILSITER SWITZERLAND  GmbH und der Schweinemäster Kappeler zusammengehören. Der Lastwagen, der den Tilsiter-Käse abholt, bekommt immer gratis einen Stinkeduft mitgeliefert. Kappeler lässt nicht nur seine Schweine im Dreck dahinvegetieren, sondern hält auch noch andere Tiere, die ein armes Dasein fristen müssen. Darum rate ich allen Käse-KonsumentInnen dringend einen Blick hinter die Kulissen.
G Nussbaumer


Ein Jahr lang sind versehentlich Emails nicht weitergeleitet worden:
Eine Auswahl erst jetzt angekommener Zuschriften:

30. Dezember 2000
als tierarzt und tierfreund kann ich ihnen leider nur recht geben, dass schächten eine verachtende und zu tiefst schmerzhafte art der schlachtung ist. ich kann mich gut an eine vorlesung in der anatomie erinnern, wo es eben auch ums schächten ging und uns klar mitgeteilt wurde, dass bei einem grosstier das rückenmark ebenfalls durchtrennt werden müsste resp. dessen hirnzuführenden gefässe, um die durchblutung des hirns vollständig zu stoppen, ansonsten öknne dies ohne probleme kompensiert werden. da dies bei unserer industriellen schlachtung kaum geschieht und wahrscheinlich auch sonst kaum zu bewerkstelligen ist, sollte schächten verboten werden in gebieten wo es andere möglichkeiten gibt, sprich eigentlich fast überall auf der welt. übrigens beim menschen würde es zur augenblicklichen bewusstlosigkeit führen, da unsere hauptschlagadern nicht zu kompensieren sind, weil die anderen arterien verkümmert sind. ich möchte hiermit nur mitteilen, dass man das sehr wohl auch bei uns tierärzten weiss und mir später niemand sagen kann, dass wir davon nichts gewusst haben!!! aufklärung und eine vegetarische ernährung (oder selbstversorgung ) ist
wohl das wenigste was wir tun sollten.
mit freundlichen grüssen
roland maurer

12. Januar 2001
Danke für die Aufklärung! Ich habe bislang die Schweiz immer für ein sauberes Musterländle gehalten.
WW (Hannover/Deutschland)

20. März 2001
Ich finde ihre Hetzschriften gegen die Metzgereien und Bauern eine Katastrofe. Wissen Sie eigentlich wieviele Arbeitspltäze davon abhängig sind. Und übrigens wenn die Kosumenten bereit wären mehr für das Fleisch zu bezahlen, könnte man auch bessere Haltungsbedingungen schaffen, aber bei diesen Preisen sind Umbauten nicht bezahlbar.
MfG
R. Kaufmann

27. April 2001
Im Wallis bedürfte es mit absoluter Dringlichkeit der Kontrolle des Auslaufs für Ziegen, Schafe, Kühe, Pferde, Tränklämmer, Kälber und Rinder (Schwarznasenschafe werden das ganze Jahr über in dunklen Stllen gehalten. 1 von 10 auf eine Herde von ca. 20 Schafen werden die Lämmer, die nicht perfekt gekennzeichnet sind, direkt erschlagen oder als Tränklämmer weitergegeben, damit das Mutterschaf nicht an Gewicht verliert, und wird gleich wieder gedeckt. Kleinere unerwünschte Flecken werden herausgeschnitten, bei Notwendigkeit mit Faden und Nadel etwas zugenäht). 35% der IP und Hobbybauern halten sich Tiere nur, damit sie Beiträge kassieren. Bei der Annahme/Betriebsbesichtigung wird ein Stall vorgewiesen, der auch korrekt ist, doch in welchen eingepferchten Löchern diese Tiere ihre Zwischenzeit und Sommerzeit verbringen, daran hat der jetzige Kantonstierarzt Hr.Dr. Jäger J. absolutes Dessinteresse. Es sollten dringend alle Ställe das ganze Jahr hindurch unangemeldet kontroliert werden (auch solche, die nicht gemeldet sind) und denen, die gegen die Vorschriften verstossen, wären sofort die Beiträge zu steichen. Es sollten auch Prämien ausgesetzt werden für Hinweise und zugleich ein Beschwerdeverfahren gegen die zuständige Amtsperson der betreffenden Gemeinde eingeleitet werden.
Elmar Summermatter

7. Mai 2001
Liebe Freunde, ich habe heute folgende 2 Briefe abgeschickt:
Frau Bundesrätin Ruth Dreifuss
Bundeshaus
3001 Bern
Sehr geehrte Frau Dreifuss
Auf der Titelseite des "Tagesanzeiger" 7.5.01 lese ich, dass Sie gestern oder vorgestern den Dalai Lama wie folgt willkommen geheissen haben in unserem Land: Ihre Anwesenheit ermöglicht uns den Zugang zur Botschaft der Toleranz und des Mitgefühls.
Das hat Assoziationen ausgelöst bei mir: Auf Anfrage haben Sie vor einigen Jahren mitgeteilt, dass Sie beanspruchen, dass Toleranz gegenüber Mitgliedern kirchlicher Richtungen, welche das Schächten von Tieren (das Verblutenlassen eines Tieres bei lebendigem Leibe, d.h. ohne es vorher zu töten), zu üben sei - und in Ihrer Antwort jegliches Mitgefühl gegenüber der derart geschundenen Kreatur vermissen lassen. Wörtlich: Sehr geehrter Herr … Rassismus richtet sich gegen Menschen. Bei Tieren von Rassismus zu reden, hiesse Mensch und Tier gleichsetzen, was ich klar ablehne (…) Selbstverständlich unannehmbar ist Tierquälerei bei Tierversuchen (…) Zu Ihrer Kritik am Schächten: Für mich ist dies eine Frage der Glaubens- und Gesinnungsfreiheit. Wer sich davon distanziert, masst sich Kritik an religiösen Werten an, die gewissen Menschen wichtig sind. Das möchte ich nicht.
Mit freundlichen Grüssen Ruth Dreifuss.
Darf ich Sie fragen:
1) Vermögen Sie den Widerspruch zwischen dem, was Sie in Ihrem Brief vor einigen Jahren geschrieben haben, und dem was Sie dem Dalai Lama am letzten Wochenende versicherten, zu erkennen?
2) Heissen Sie das beim "Schächten" von Tieren praktizierte Durchschneiden der Halsschlagader bei lebendigem Leib und nachfolgende Verblutenlassen, jegliches Mitgefühl vermissend, von jährlich Abermillionen von (sog.Nutz-)Tieren nach wie vor gut als Zeichen der Toleranz gegenüber den (Zitat:) "Werten" gewisser Kirchen? (Rhetorisch: Können Sie sich am Anblick einer Kuhherde auf einer Alp, wohin Sie das alljährliche Bundesrats-Reisli führt, erfreuen, wissend  dass diese schönen Tiere bald auf brutalste Weise von Menschen [!] zutode gebracht werden?)
3) Sind Sie nach wie vor dafür, dass (sog. Nutz-)Tiere als Lebewesen zweiter Klasse betrachtet werden -- Bei Tieren von Rassismus zu reden, hiesse Mensch und Tier gleichsetzen, was ich klar ablehne... (hier ging es darum, dass massenhaft Tiere unter elendiglichen Verhältnissen vegetieren müssen, z.B. die Fläche vom Brief, den Sie jetzt lesen, pro 1 Huhn, inmitten von Abertausenden Hühnern in fensterlosen Hallen, die nie ein Sonnenstrahl verzaubert…dies erlaubt noch heute das schweizerische Tier"schutz"gesetz) -- mit anderen Worten: dass diesen Tieren nach wie vor das "KZ"-artige Eingesperrtsein zuzumuten sei?
(Rhetorisch: Haben Sie schon mal Bilder von Muttersauen gesehen, die links/rechts/vor/hinter und über sich mit rostigen Stahlrohren so eingezwängt sind, dass sie knapp liegen, aber nie zwei Schritte tun öknnen…ihr ganzes erbärmliches Leben lang!, auf Betonböden, bei Kunstlicht, ohne Stroh, ohne Lehmpfütze in der sie sich suhlen können?…) Ihrer baldigen Antwort sehe ich mit Interesse entgegen und verbleibe mit vorzüglicher Hochachtung,
Paul Moser
Nachtrag: Bundesrätin Dreifuss hat diesen Brief nicht beantwortet

***

Honda Motor Europe (North) GmbH
GF Herr Günther Schmatz
Sprendlinger Landstr. 166
D-63069 Offenbach
Sehr geehrter Herr Direktor Schmatz
Mit Bestürzung und Entsetzen vernehmen wir, dass Ihre Firma eine Motorrad-Reise nach Spanien organisiert im Juli d.J., bei welcher der Besuch der extrem tierquälerischen Veranstaltung in Pamplona/San Fermin empfohlen wird. (Ihre Firma schreibt: "Werden Sie Zeuge des einzigartigen Nervenkitzels…") Wir sind schockiert und möchten hiermit unseren Protest einlegen gegen dieses Ansinnen. Und vor allem: Sie bitten, auf diese Empfehlung ab sofort zu verzichten und, im Gegenteil, darauf hinzuweisen, dass diese Veranstaltung ethisch längst nicht mehr vertretbar ist - und den ethischen Überzeugungen der Weltfirma Honda zuwiderläuft. Einverstanden? Wir sehen Ihrer baldigen Antwort mit Interesse entgegen. Mit bestem Dank im voraus für Ihr Einsehen zugunsten der Stiere (die Stress und Schmerz genauso stark empfinden "wie Du und ich") verbleiben wir mit freundlichen Grüssen
Stiftung GSJ, Paul Moser, Prs.


18. Mai 2001
seit gut 3 monaten durchstöbere ich ihre homepage, bei dieser gelegenheit hab ich mir auch die tonbandaufnahmen der anonymen anrufe heruntergeladen und danach angehört. noch selten in meinem leben (eigentlich noch nie) habe ich solche idioten plappern gehört. auffällig am ganzen ist, dass mehrheitlich ostschweizer LÜMMEL bei ihnen angerufen haben. dazu möchte ich nur eins sagen: gerade die herren aus dem thurgau und angrenzenden gebieten ostwärts haben es nötig, sie dermassen zu beschimpfen, gibt es doch in der ganzen übrigen schweiz nicht dermassen häufig skandale, was die tierhaltung anbelangt. Uf züridtsch, "himmeltrurigi sauhünd sind das, wo so mit tier umgönd, und mer set dene herre Landwirt de seckel abhaue wo dermasse tier plaget!" ich bin noch kein vegetarier, aber es löscht mir immer mehr ab, säuli und kälbli kann ich seit längerem keins mehr essen, und mit dem poulet ist auch vorbei, nachdem ich den bericht im kassensturz betreffend hühneraufzucht gesehen habe. Herr Kessler, machen sie weiter so und lassen sie sich von den sabotagen und klagen der sich proklamierenden "neuen elite" nicht einschüchtern! Mit jedem tag gewinnen sie mehr und mehr symphatisanten für ihre sache,"DEN TIERSCHUTZ" auch wenn es die elitären kreise als verstösse gegen Artikel 261bis StGB propagandieren.
c.l.

9. September 2001
Sehr geehrter Herr Kessler. Schon viele Jahre bewundere ich Ihren Einsatz und Ihren Durchhaltewillen im Kampf gegen das Elend der Nutztiere, der Tiere überhaupt. Als ich seinerzeit in der kantonalen Drogenklinik Sonnenbühl als leitende Angestellte beschäftigt war und die Missstände der Schweine-Massenhaltung im Krankenheim Wülflingen beim Kantonalen Veterinäramt einklagte, musste ich mich wochenlang mit dem Klinikleiter der Klinik Hard (Türsch) sowie mit meinem Vorgesetzten (Ambroz) auseinandersetzen - obschon ich meine Klage als Privatperson erhob! Ich hätte um ein Haar meinen Job verloren. Das Veterinäramt belästigte mich mit seinen Anrufen und primitiven Anschuldigungen auf meinem Telefonanschluss im Geschäft! Einige Monate später haben Sie dann die Missstände im Krankenheim Wülflingen angeprangert und zum Glück wurde die gesamte Tierhaltung danach eingestellt! Hierzu möchte ich Ihnen noch nachträglich gratulieren!
Wir grüssen Sie herzlich...
Karin H. B

6. Oktober 2001
Die Verurteilung von Dr.Erwin Kessler ist eine verdammte Schweinerei oder besser gesagt Menscherei. Unter dem Deckmantel der Religion werden Tiere auf's Äusserste misshandelt, gequält und geschlachtet. Und in einem Land, das sich damit rühmt, man habe hier Redefreiheit, darf man sich nicht darüber äussern?! Ich verstehe die Welt nicht mehr. Pfui, all den Richtern, die so urteilen. (Es wird die Zeit kommen, da das Verbrechen am Tier ebenso geahndet wird, wie das Verbrechen am Menschen. Leonardo da Vinci.)
Corinne, Dällikon

9. Oktober 2001 (Schweinereien hinter Appenzeller-Käsereien)
Ich werde in Zukunft keinen Appenzeller Käse mehr essen. übrigens ist das keine Schweinerei das ist eine sauerei den Tieren gegnüber.
Karl Hutte Präsident ComputerClub Saar-Lor-Lux e.V. Merzig

30. Oktober 2001
hoihoi!
höred ndli uf mit eure beschissene dreckspublikatione ade bahnlinie etc. entlang! REGT EXTREM UF!!!!!!!!!!!!!!!!!!! da isch schliessli üse sach öbmer fleisch fressed oder nöd!
VERDAMMTE SCHEISSE!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
VERZELED DÄ DRECK AM BUNDESRAT, ABER NÖD Üs


5. Dezember 2001

In meiner Mittagspause retour war ich im Nobel-Café Sprüngli am Paradeplatz. Stell Dir vor dort hing ein modischer neuer Pelzmantel an der Garderobe und am Kragen prangte ein grosser weisser Kleber auf dem TIERQUÄLEREI stand. Der Kleber wurde von einigen Leuten bemerkt und gelesen, er löste fragende Gesichter und ab und zu ein Lachen aus. Niemand hat den Kleber entfernt. Als die Dame dann ihren Mantel holte entdeckte sie den Kleber und musste erst umstehende Leute befragen was das bedeutet (sie konnte kein Deutsch). In perfektem Englisch hat jemand ihr erklärt was Tierquälerei bedeutet und warum dieser Kleber an ihrem Mantel ist. Sie hat ihn mitgenommen und ihre Freundinnen umringten sie.
M


5. Dezember 2001

"Bio-Schächtfleisch"

An die Verantwortlichen info@biohalal.de von www.biohalal.de :
Was seid ihr nur für elende Heuchler und Gotteslästerer mit euren schönen Phrasen auf eurer website - ihr, die ihr glaubt, Gott habe euch befohlen, Tiere durch Schächten bei vollem Bewusstsein zu Tode zu foltern!
Erwin Kessler, Präsident Verein gegen Tierfabriken Schweiz

Sehr geehrter Herr Dr. Kessler, ich bedaure sehr, dass Sie es nötig haben mich derart unverschämt anzusprechen. Ich denke, dass Ihre Art zu kommunizieren der Grund dafür ist, dass es in Wirklichkeit bis dato keine wirklichen Errungenschaften im Tierschutz gibt. Wenn Sie jedoch irgendwann mal in der Lage sehen, sich zivilisiert mit Andersdenkenden auszutauschen, die vielleicht das selbe Ziel anstreben wie Sie es tun, können wir gerne über den Tier- und Umweltschutz im Zusammenhang mit dem Islam diskuttieren.
Nur gegenseitige Achtung und konstruktiver Streit bringt gute Ergebnisse, trotzdem danke für Ihre Kritik.
Alles Gute und schöne Feiertage
Abdullah Tolga Baran
biohalal Lebensmittel Deutschland
Postfach 810161
D-81901 München
Tel: +49(089)99300789
Fax: +49(089)99300791

Antwort:
Wenn ich Unmenschen "Achtung" entgegenbringen würde, wäre ich ein Heuchler wie Sie!
Erwin Kessler

Sehr geehrter Herr Kessler,
mit Ihrer Antwort haben Sie bewiesen, dass es Ihnen in Wirklichkeit garnicht um das Wohl der Tiere sondern um die Hetze gegen Juden und Muslime geht. Als Profi hätte ich von Ihnen erwartet, dass Sie wissen, dass das betäubungslose Schächten in Deutschland verboten ist und sich die meisten vor allem aber die gewerblich Tätigen daran halten. In Deutschland werden die Schlachttiere bevor Sie geschlachtet werden im beisein von einem amtlichen Veterinär fachgem betäubt. Mir geht es darum, dass die Tiere kein elendiges Leben voller qualen führen und bereits zu Lebzeiten eine anständige Behandlung verdienen. Die ökologische Tierhaltung scheint dies  besser zu gewährleisten als die herkömmliche. Der Islam ist allerdings auch strikt gegen Tierquälerei und das ist im Koran belegt. Wenn es Ihnen um die Tiere ginge, hätten Sie damit eine hervorragende Diskussionsbasis mit der Aussicht echte Erfolge zu erzielen. Da es Ihnen leider nur um die Hetze zu gehen scheint, sind Sie mit Ihrer Art der Verleumdung auf dem richtigen Wege. Ich hoffe trotzdem, dass Sie Ihren tiefverwurzelten Rassismus, zum Wohle der Tiere die Sie schützen wollen, aufgeben.
T. Baran

Antwort:
Sehr geehrter Herr Baran. Sonderbar, dass Sie die Betäubung auf Ihrer Website nicht erwähnen, sondern nur von "Schächten" reden, und auch jetzt erst damit kommen. Sie wissen genau, was darunter verstanden wird. Das Schächten bezeichnet das jüdische rituelle Schlachten ohne Betäubung; es ist ein jüdisches Wort, kein moslemisches. Ich hoffe für Sie und die Tiere, dass Ihre Tiere wirklich und ausreichend betäubt werden. Dann könnten Sie offener dazu stehen und dann bräuchte es auch keine solchen Auseinandersetzungen. Oder fürchten Sie, dass Sie dadurch Kunden verlieren? Moslemische Kreise in Deutschland fordern ja vehement eine religiöse Ausnahmebewilligung für das Schächten ohne Betäubung. Dass dies vorläufig noch verboten ist, bedeutet - wie allgemein im Tierschutz - in keiner Weise, dass es auch nicht praktiziert wird.
Mit freundlichen Grüssen
Erwin Kessler


6. Dezember 2001

Brauchen Vegetarier weniger Schlaf?

Ich habe seit einiger Zeit eine Feststellung gemacht. Ich habe das zwar von anderen Seiten noch nie gehört. Seit ich Vegetarierin bin, bin ich sehr viel weniger müde. Früher hatte ich sehr viele Krisen und hatte noch mehr Schlaf pro Nacht wie heute. Es macht mir nicht mehr viel aus, nur 4 - 5 Stunden zu schlafen und trotzdem den ganzen Tag fit zu sein. Eigentlich würde mich interessieren, ob jemand anders auch eine solche Erfahrung gemacht hat, da ich sowas noch nie gehört habe. Trotzdem ist es Tatsache bei mir.
Bernadette Gerber

Antworten bitte an die Forum-Redaktion.


6. Dezember 2001

Sehr geehrter Herr Bundesrat Couchepin

Ich weiss bigoscht nicht, mit welchen Worten ich Ihnen meine ABSCHEU davor ausdrücken soll, dass unsere Landesregierung -- unter Ihrer Federführung -- uns Bürgern vorschlägt, inskünftig zu erlauben, dass Vierbeiner geschächtet werden. (Schlimm genug, dass das bisherige Schächtverebot für tierische Zweibeiner nicht gilt.)

Swissair-Debakel, Bergier-Bericht... jetzt soll das Image unseres Landes auch noch mit dieser Bestialität total fertig 'zur Sau gemacht' werden?

Können Sie gut schlafen, wenn Sie an die im Namen 'religiöser Freiheit' (!!!) zu quälenden Tiere denken? Religiöse 'Grundrechte' sollen gelten für Juden, Islamisten usw., damit Tiere vorsätzlich gequält werden in unserem "zivilisierten" Land -- mon dieu, wie steht's denn mit den Grundrechten der Rinder und Kälbchen und Schafe und Ziegen etcetera?

PS
Ich halte Ihnen zugute, dass Sie erlauben, Sie anzumailen. (Andere Frage ist, natürlich, ob die E-Mails Sie erreichen oder in Ihren Vorzimmern hngen bleiben -- so, dass Sie erst gar nicht erfahren, was man im Volk denkt und sagt.)

Mit freundlichen Grüssen
Paul Moser


7. Dezember 2001

Ich war freudig ueberrascht ueber Eure umfassende Tierschutzseite! So viel Material, so umfassend! Wirklich sehr informativ!
Hier sind ein paar meiner Gedanken zu Tierversuchen:

Es gibt keine Rechtfertigung für Tierversuche

1. Tierversuche berufen sich auf eine gemeinschaftsfeindliche Weltanschauung

Tierversuche beruhen auf einer Weltanschauung, in der sich eine Gruppe für wertvoll erklärt und andere für wertlos:
Menschen erklären sich selbst für wertvoll und Tiere für wertlos. Niemand wird ernsthaft diesen Ursachen-Zusammenhang bestreiten, denn wenn man einem Tier auch nur den geringsten eigenständigen Lebenswert zugesteht, befürwortet man keine Tierversuche, zu denen unter anderem folgende Praktiken gehören:

- Verseuchen mit tödlichen Viren (z. B. mit Aidsviren, ...)
- Infizieren mit krankem Gewebe (z. B. mit Krebsgewebe)
- Verbrühen, Verbrennen, Verätzen, Blenden (Augen verätzen)
- Nervenlähmungen verursachen
- Zerstörung der Abwehrkräfte (Immunsystemzerstörung)
- Einatmen von giftigen Gasen
- Radioaktives Verseuchen
- Verkrüppeln, Verstümmeln
- Körperliche und psychische Folter

Auf diese Weltanschauung berufen sich auch die Menschenvölker, wenn sie Verbrechen an anderen Menschenvölkern begehen: "Unser Volk (Stamm, Gruppe, ...) ist wertvoller als die anderen". So hat man zum Beispiel meiner (väterlichseits) indianische Verwandtschaft während der Indianervernichtungskriege in den USA jeglichen eigenständigen Lebenswert (sowie die Fähigkeit Gefühle und Schmerzen zu empfinden) abgesprochen. Leider wird nicht selten versucht, Menschenschutz und Tierschutz gegeneinander auszuspielen. Einige Menschenrechtler setzen sich zwar für die Rechte von Menschen ein, wenn es aber um Tiere geht, da soll all das Gesagte nicht mehr gelten, da sind auf einmal all die Grausamkeiten (die sonst so leidenschaftlich abgelehnt werden) erlaubt (Tierversuche, Tier-KZ's, ...). Hinsichtlich der Verbrechen an Tieren hat die Menschheit eben deshalb kein Unrechtsbewutsein, weil sie Tiere für wertlos erklärt und einstuft. Die Weltanschauung hinter den Tierversuchen ist also gemeinschaftsfeindlich: Eine Gruppe versucht, die eigene Lebensqualität auf Kosten der Lebensqualität anderer anzuheben, und wegen dieser Weltanschauung geht auch der Planet Erde zugrunde, weil die Menschheit den Tieren eigenständigen Lebenswert abspricht und sie damit für entbehrlich hält (Ausrottung der Tiere und Aneignung ihres Lebensraums).

2. Zur "Diskussion über die Sinnhaftigkeit von Tierversuchen"

Eigentlich erübrigt sich dieser Punkt, denn es gibt keine Rechtfertigung für Tierversuche. Tierversuche als Möglichkeit in Betracht zu ziehen, um die eigene Lebensqualität anzuheben, ist genauso brutal, wie wenn ein Menschenvolk darüber diskutieren würde, ob es das Recht hat, an Angehörigen eines anderen Menschenvolks Versuche zu machen, um die eigene Lebensqualität anzuheben (auch wenn solches natürlich schon zahlreich geschen ist in der Menschheitsgeschichte, z. B. an Indianern und Schwarzen in den USA). Die grundlegende Weltanschauung für Verbrechen an Menschen und Tieren ist in Wirklichkeit immer dieselbe: Eine Gruppe erklärt sich selbst für wertvoll und die andere für wertlos.

Begibt man sich dennoch auf die brutale Ebene der Diskussion über die "Sinnhaftigkeit von Tierversuchen", so lässt sich feststellen: Tierversuche sind nicht übertragbar. Um das beurteilen zu können bedarf es weder eines Medizin- noch eines Biologie- oder sonstigen Studiums: Es ist grundlegendstes Grundlagen-Wissen, da Stoffwechselreaktionen nicht getrennt voneinander, nicht isoliert voneinander betrachtet werden können. Mann kann Stoffwechselprozesse nicht aus ihrem Zusammenhang reissen. Da jedoch gerade mal ein Bruchteil der Gen-Funktionen des Menschen bekannt ist, können Menschen gar nicht wissen, welche Stoffechselprozesse noch an anderen Stoffwechselprozessen dranhängen. Stoffwechselreaktionen bedingen und beeinflussen sich gegenseitig und sind hochkomplexe Prozesse. Weder der Stoffwechsel des Menschen noch der der Tiere ist wirklich umfassend erforscht und überschaubar geschweige denn bertragbar. Es ist daher auch falsch, von "Alternativen" zu Tierversuchen zu sprechen, denn Tierversuche waren niemals eine wissenschaftliche Methode, um Menschen zu helfen. Der Versuch erfolgte und erfolgt ausnahmslos immer am Menschen.

Dies macht sich dann auch in völlig unterschiedlichen Reaktionen bemerkbar: Von Menschenaffen wird behauptet, da sie besonders gut geeignet seien für Versuche (angeblich ca. 98% genetische Übereinstimmung mit dem Menschen). Es gibt jedoch Menschenaffen, die grosse Mengen an Blausäure vertragen können und Menschenaffen, die zyanidhaltiges Mark essen können und es gibt sogar Tiere, die Zyanidsäure trinken können (wo uns Menschen schon der blosse Geruch umbringen kann)! Warum werden dann trotzdem Tierversuche gemacht? Um darüber hinwegzutäuschen, dass die Versuche in Wirklichkeit immer am Menschen stattfinden und jedesmal bei der Medikamentenentwicklung Menschenversuche stattfinden.

Tierversuche sind ethisch nicht vertretbar und absolut antiwissenschaftlich.

Der Mensch ist von Natur aus "gut", seine Handlungsantriebe sind von förderlicher Natur. Sein gegenwärtig mehrheitlich vorherrschendes erhabenes Selbstverständnis ("Krone der Schöpfung") ist jedoch weder für die Tiere noch für Menschen förderlich. Es wird der Zeitpunkt kommen, an dem Menschen und Tiere wieder partnerschaftlich zusammenleben werden!

P. Freiburg


8. Dezember 2001

Sehr geehrter Herr Kessler, erstaunt hat mich Ihre Ausage, dass Sie konsequent und hartnäckig den Standpunkt vertreten, qualvolle Tierversuche und die qualvolle nicht artgerechte Haltung von Versuchstieren sei ethisch nicht gerechtfertigt und kompromisslos abzulehnen. Ich vertrete die Auffassung, dass grundsätzlich jeder Tierversuch ein ethisches Verbrechen darstellt, gleichgültig, ob er qualvoll ist oder nicht, denn die Tiere sind nicht für uns Menschen auf der Welt, dass wir sie ausbeuten und mit ihnen herumexperimentieren. Wenn es nichtqualvolle Tierversuche geben sollte, dann frage ich mich, warum diese Versuche nicht direkt am Menschen gemacht werden. Vielleicht, weil diese "nur" das wertvollste bedrohen, was ein Lebewesen hat: sein Leben? Ist das moralisch etwa hinnehmbar? Ich bin wie mein ärztlicher Kollege Dr. Dr. Anderegg ( www.animalexperiments.ch ) der Überzeugung, dass es keine sinnvollen Tierversuche gibt, denn die Historie beweist, dass Tierversuche sogar gefährlich für den Menschen sein können, weil die Ergebnisse nicht übertragbar sind und daraus schon eine Menge falscher und tödlicher Schlussfolgerungen gezogen wurden: Beispiel Contergan, Lipobay usw. usw. Ich kann und will nicht ausschliessen, dass es ein übertragbares Tierexperiment geben könnte, aber der Tierversuch mit den Nägeln und Platten ist es jedenfalls nicht. Nägel und Platten hätten direkt beim Menschen implantiert werden müssen, denn beim Tier sind die statischen Verhältnisse anders als beim Menschen. Fazit: Aber auch wenn Tierversuche übertragbar wären, sind sie aus ethischer Sicht ein moralisches Verbrechen, da die Rechte der Tiere auf Leidensfreiheit und Leben aufs gröbste missachtet werden. Ich bekenne mich ohne jede Abweichung zu den Worten des Nobelpreisträgers Mahatma Gandhi (1869-1948):
"Die Vivisektion ist das schwärzeste aller schwarzen Verbrechen, deren der Mensch sich heute schuldig macht. Die Grösse und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt. Ich fühle zutiefst, das geistiges Wachstum in einem gewissen Stadium uns gebietet, damit aufzuhören, unsere Mitgeschöpfe zur Befriedigung unserer Leiblichen Bedürfnisse zu schlachten. Ich glaube, dass geistiger Fortschritt an einem gewissen Punkt von uns
verlangt, dass wir aufhören, unsere Mitlebewesen zur Befriedigung unserer körperlichen Verlangen zu töten. Für mich ist das Leben eines Lamms nicht weniger wertvoll als das Leben eines Menschen. Und ich würde niemals um des menschlichen Körpers willen einem Lamm das Leben nehmen wollen. Je hilfloser ein Lebewesen ist, desto grösser ist sein Anspruch auf menschlichen Schutz vor menschlicher Grausamkeit."

Dr med Ernst Walter Henrich



8. Dezember 2001

Rechtsextreme an der Gerichtsverhandlung in Büülach?

lieber herr kessler,
ihre verurteilung tut mir sehr leid, weh und ich hätte so etwas nie erwartet... obwohl, in meinem tiefsten innern habe ich etwas derartiges vielleicht befürchtet. ich wollte sie schon lange etwas fragen. im tagi habe ich über den "geplatzen" prozess in bülach gelesen. und wie es so ist, glaube ich nichts mehr was in den medien steht. da ich sie persönlich anschreiben darf, füge ich hier noch
einen auszug aus dem artikel hinzu:

Wie erwartet, applaudierten die Versammelten - schliesslich befanden sich unter ihnen mindestens zwei Herren, die sich dem Kampf gegen die "heutigen Inquisitionsprozesse" verschrieben haben. Der eine, Walter Guler, ist seit 1994 Vorstandsmitglied des Vereins Identität Schweiz, der sich sowohl gegen die "Massenzuwanderung durch Ausländer" als auch gegen das Antirassismusgesetz zur Wehr setzt. Des Weiteren war der ebenfalls einschlägig bekannte Jean Braun auszumachen. Der Luzerner ist ein Gesinnungsgenosse von Ernst Indlekofer, verurteilter Holocaust-Leugner und Herausgeber von "Recht + Freiheit". Diesmal waren sie "selbstverständlich" in tierschützerischer Mission unterwegs, wie Braun auf Anfrage beteuerte.

gerne mächte ich von ihnen persönlich wissen, ob sich diese personen wirklich an der versammlung beteiligt haben. falls ja, in welcher beziehung stehen sie zu diesen personen?
ich wünsche ihnen weiterhin auf diesem wege viel kraft und bedanke mich schon im voraus für ihre zeit.
mit den besten grüssen und wünschen
c. schrer

Antwort:
Ob es unter den rund 100 Zuhörern (gemäss Tagi 60, gemäss Bülacher Tagblatt über 100) Rechtsextreme hatte oder ob das eine der gegen mich üblichen Verleumdungen ist, weiss ich nicht. Ich habe keine Beziehung mit und keine Sympathien üfr Rechtsextreme. Hingegen weiss ich, dass von jüdisch gesteuerten Kreisen oft völlig leichtfertig und haltlos behauptet wird, sie seien Neonazis, Holocaustleugner und Rechtsextreme, so wie die gleichen Kreise von mir behaupten, ich sei ein Rassist. Wie die Schächtprozesse gegen mich zeigen, sagen nicht einmal Gerichtsurteile wirklich etwas Verbindliches und Glaubwürdiges aus bei diesem Thema.
Für Neonanzis und ähnliches habe ich nicht die geringsten Sympahtien und würde mich, hätte ich Anlass dazu, davon sofort klar distanzieren. Auch der sogenannte Revisionismus interessiert mich nicht, hingegen habe ich verschiedentlich darüber berichtet, dass das Gerichtsverfahren gegen den sog Holocausleugner Jürgen Graf (den ich nicht persönlich kenne) haarsträubend willkürlich geführt wurde, ähnlich wie die Schächtprozesse gegen mich. Das Antirassismusgesetz ist ein patentes Mittel, politisch Unbequeme fertig zu machen. Ich finde es eine Ungeheuerlichkeit, dass in der Schweiz Menschen ins Gefängnis bzw als politische Flächtlinge ins Ausland müssen (wie Jürgen Graf), die niemandem etwas zu Leide getan haben, bloss weil sie Auffassungen und Meinungen vertreten, die jüdischen Kreisen nicht passen. Weil ich das amtliche Protokoll der öffentlichen Gerichtsverhandlung in diesem Willkürverfahren gegen Jürgen Graf veröffentlicht habe, bin ich nun wegen "Rassendiskriminierung" erneut zu Gefängnis verurteilt worden, obwohl gemäss Strafgesetzbuch die wahrheitsgemsse Berichterstattung über öffentliche Gerichtsverhandlungen ausdrücklich erlaubt ist. Für das Regime ist es eben peinlich, dass über diese in der Schweiz 2000 neu aufgekommenen Hexenprozesse berichtet wird. Um dies zu unterdrücken, scheut das Regime auch vor krassen Rechtsbeugungen nicht zurück. Da ich nun also ein amtlich bescheinigter Rassist bin, hat es an der Gerichtsverhandlung viele Rassisten gehabt, die gleich denken wie ich (den Unterschied zwischen Rechtsextremen und Rassist weiss ich nicht, vermutlich bin ich als Rassist auch ein Rechtsextremer).
Der Unrechtsstaat Schweiz nimmt Formen an, wo man langsam daran denken muss, Flugstunden zu nehmen...
Mit freundlichen Grüssen
Erwin Kessler
PS: Dass ich die Schächtjuden mit Naziverbrechern verglichen habe, sollte eigentlich genügend klar machen, dass ich keinerlei Sympathien in dieser Richtung habe. Nach meiner Verurteilung zu Gefängnis wegen diesem Vergleich im ersten Schächtprozess habe ich klargestellt, dass ich auf diesen Vergleich erst verzichten werde, wenn mir jemand einen schlimmeren weiss.

10. Dezember 2001

Rechtsextreme in Bülach
Im Forum stellte Frau Schärer die Frage, ob in Bülach unter den Applaudierenden auch Mitbürger mit rechtsextremem Gedankengut vertreten waren. Man sollte sich jedoch vor Augen halten, dass die Tierliebe und das Einsetzen für eine artgerechte Tierhaltung von politischen Ideologien unabhängig sein sollte. Kann ein Rechtsextremer, Rassist, Neo-Nazi, oder in welche Schublade man diese
„Andersdenkenden“ auch immer einordnet, nicht auch ein Tierfreund sein? Es ist an der Zeit, sich vom Klischee eines Asylantenheim-abfackelnden Glatzkopfes zu trennen, denn nicht jeder Rechtsdenkende ist ein gewaltbereiter Hitzkopf! Zweifelsohne gibt es auch solche, aber Hitzköpfe und von Impulsivität gesteuerte Mitglieder findet man in jeder Gruppierung, unabhängig von den
Zielen welche diese verfolgen! Herr Kessler hat sich vermehrt, und in meinen Augen mit 100%-iger Glaubwürdigkeit, vom Faschismus, Rassismus und Rechtsextremismus distanziert! Dabei wollen wir es auch sein lassen, denn es geht in diesem Falle nicht um die politischen Weltanschauungen der VgT-Mitglieder bzw. Sympathisanten [Anmerkung der Forum-Redaktion: nicht alle Zuhörer am Bülacher Prozess waren VgT-Mitglieder und -Sympathisanten; es waren auch die Feinde und sonstiges Publikum vertreten!] es geht mit absoluter Priorität um Tiere, deren Haltung und Rechte! Ich bestreite keinesfalls, dass es in Bülach auch rechtsextrem gesinnte Mitbürger hatte. Wer jetzt aber nach Verfolgung, Ausgrenzung, Verurteilung und Ächtung der Rechtsextremen schreit, der hat den Begriff Rassismus nicht verstanden, denn Rassismus bedeutet die Verurteilung von Andersfarbigen, Andersreligiösen und Andersdenkenden! Ich selbst wurde das Opfer von Rassismus, denn wegen meiner politischen Ideologie verlor ich meinen damaligen Arbeitsplatz. Ich habe gegen kein Geschäftsreglement und keine Geschäftsvorschrift verstossen, und auch das Antirassismusgesetz wurde von mir nicht tangiert, aber scheinbar reicht alleine das Denken als Kündigungsgrund aus! Nun frage ich mich, wer ist hier der Rassist? Daher lasst uns ein Requiem für die Meinungsfreiheit der Schweiz anstimmen......!
Reto G., Olten


8. Dezember 2001

Reaktion auf die Verurteilung von Erwin Kessler zu 9 Monaten Gefängnis:

Beantrage für die nächste VgT-GV unbedingt den Ankauf eines Hubschraubers. Oder günstiger - "Blick"-Schlagzeile: "WAHNSINN:
Schweizer Militärhelikopter geklaut!!!"
Urs Beeler, Schwyz


9. Dezember 2001

Kessler’s unfassbare Verurteilung
Wie konnte das Gericht in Bülach Erwin Kessler ohne Berücksichtigung entlastender Zeugenaussagen dermassen willkürlich und menschenrechtswidrig verurteilen? Der Fall Kessler kann kein normaler Prozess gewesen sein. Die Verurteilung des VgT-Präsidenten Erwin Kessler stellt einen politischen Akt unserer Justiz dar. Dieser luderliche Staat schreckt scheinbar vor gar nichts mehr zurück, wenn es darum geht, den Tierschutz-Nichtvollzug unter den Teppich zu wischen. Die Schweiz wurde erst kürzlich vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt, weil sie einen Werbespot des VgT im Fernsehen verweigerte. Scheinbar muss die Schweiz von internationaler Stelle auch wegen dieses unrechtmässigen Prozesses in die Schranken gewiesen werden. Es gibt meines Wissens keine Beweise dafür, dass Kessler selbst in Ställe eingedrungen ist, wie das NBT publizierte. Einzig die Aufnahme über das in der Schweiz verbotene Scähchten kann diesem zu Recht militanten Tierschützer angelastet werden. In den anderen Fällen hätte er "normalerweise" mangels Beweisen frei gesprochen werden müssen (im Zweifel für den Angeklagten)! Diese Verurteilung ist für den Tierschutz eine Faust ins Gesicht und zeigt wachen Bürger/innen in erschreckender Weise, wie die Macht missbraucht wird, um einen zu lauten und unerschrockenen Tierschützer mundtot zu machen. Dafür laufen die Tierquüler weiterhin ungestraft, ja gar unter dem Schutz der Justiz, frei herum. Zumindest in Sachen Tierschutz ist die Schweiz alles andere als ein Rechtsstaat. Es ist beschämend, dass die Schweiz politische Verfolgungen pflegt, wie sie sonst nur in Drittweltlöndern bei einem Putsch vorkommen... Kein Wunder hat die Durchsetzung des Tierschutzes auch hierzulande keine Chance; das Tierschutzgesetz dient
doch lediglich dazu, den kritischen und selbstdenkenden Teil dieser Gesellschaft zu besänftigen.
RF, Bülach


9. Dezember 2001

Skandalverhalten des "Rechtsstaates" Schweiz

Lieber Herr Dr Kessler, danke für das heute in meinem Postfach vorgefundene Schächtvideo. Grauenhaft, diese Aufnahmen. Sie sagen mehr als tausend Worte.
Schandurteil (Monsterprozess Bülach): Schlicht unfassbar das Skandalverhalten des "Rechtsstaates" Schweiz. Man meint den Sumpf von Unterlagen eines korrupten Bananenstaates zu durchwühlen und nicht den Bericht über die Schweizer Justiz. Dreifuss hat wohl ordentlich den Richtern eingeheizt und das Rückgrat verbogen!?
Alles gute für Sie - herzliche Grüsse
Ulrich Dittmann, Arbeitskreis für Umweltschutz und Tierschutz/Bundesarbeitsgruppe gegen Tierversuche und betäubungsloses Schlachten, Deutschland


10. Dezember 2001

An das Bezirksgericht Bülach.
Betrifft: Verurteilung vorn Tierscühtzer Kessler.
Herr Richter!
Sind Sie stolz auf Ihr Urteil, Ihre Verurteilung wegen Rassismus? Haben Sie schon mal der Schächtung einer Kuh beigewohnt, nein? Das sollten Sie mal tun. Dieses Leiden, diese Angst. und so etwas schätzen Ihresgleichen. Zu den übrigen "Delikten": Statt dass das Beweismaterial, geliefert von Kessler zur Verurteilung der Täter führt, bestraft man den Ermittler (der die Arbeit tut, die Polizei und Justiz nicht tun). Können Sie und Ihresgleichen sich vorstellen, wieviel Verachtung, Wut und Erbitterung Ihnen entgegenschlägt? Ich selbst glaube nicht mehr im Geringsten an Integrität und Gerechtigkeit der heutigen Richter. Vielmehr sehe ich in ihnen die Durchsetzer gewisser Interressen von gewissen Gruppierungen. Ein Freund hat mir mal vor vielen Jahren gesagt: Gehst du vor Gericht, wirst du sicher ein Urteil erhalten, Gerechtigkeit aber höchst selten. Wie recht hatte er!
Mit grosser Verachtung
W Greber


12. Dezember 2001

Verehrter Herr Dr. Kessler, mit Erschütterung las ich Ihre gestern eingetroffenen "VgT-Nachrichten" vom Januar 2001 [Bericht ber den Schächtprozess]. Ob Sie die Haft bereits hinter sich haben, weiss ich nun nicht, aber jedenfalls konnten Sie mit diesem grossen Opfer den unglaublichen Gesetzesbruch unserer Regierung nicht abwenden. Ich hörte kürzlich über Fernsehen, dass das Schächtverbot auch für Säugetiere aufgehoben werden soll, still und leise, wie damals für das Geflügel. Dass wir dieser unfähigen, verantwortungslosen Regierung derart ausgesetzt sind, macht mir Angst.
Mit grosser Sympathie für Sie und Ihre Arbeit grüsst Sie freundlich
Christine Portmann


12. Dezember 2001

Sehr geehrter Herr Kessler, zusammen mit wohl den meisten Tierfreunden bedaure ich zutiefst Ihre Verurteilung durch ein schweizerisches Gericht wegen Ihres Einsatzes für Tiere. Die Anklagen gehen auf Initiativen jüdischer Organisationen zurück. Diese berufen sich auf die Unantastbarkeit religiöser Inhalte und Bräuche. Mit solchen lasse sich auch das grausame Schächten von Tieren rechtfetigen. Was nun sagen dieselben Kreise zur Unantastbarkeit und Berechtigung islamischer Glaubensinhalte und Bräuche, nach denen zB Selbstmordattentate gegen Andersgläubige, auch unschuldige Frauen und Kinder, ihre Berechtigung haben, ja sogar zur höchsten Belohnung der „Gotteskrieger“ durch Allah führen? Religiöse Bräuche und traditionelle Glaubensinhalte dürfen hinterfragt und, wenn sie mehr zum Unheil als zum Heil von Mensch und Natur beitragen, auch abgeschafft werden. Sie sind nicht von Gott, Jehova oder von Allah. Sie stammen von Menschen, von denen auch der heiligste und edelste nicht unfehlbar ist.
Joseph Arnold, Oftingen


13. Dezember 2001

Letzte Woche habe ich ein teures Handtäschchen an den Wangenknochen geknallt bekommen. Die Dame hatte einen Pelzmantel der neueren Mode. Ich habe sie im Tram angesprochen (da können sie nicht ausweichen und alle hören mit, die da hocken und sich langweilen). Ich war nicht frech, habe nur gesagt, dass es sehr schade sei, dass sie einen echten Pelz trage, denn es stecke eine grobe Tierquälerei dahinter. Sie ging sofort auf Angriff, beschimpfte mich, dass mich das einen Dreck angehe und ich verschwinden solle. Da gibt dann das eine Wort das andere. Ich sagte, das gehe mich sehr wohl etwas an, denn die Tiere können nicht für sich reden und Tierquälerei sei keine Privatsache. Und ich erklärte, dass ich meinen Platz hier im Tram nicht verlasse, nur weil es ihr peinlich sei auf ihren Tierquälerpelz aufmerkam gemacht zu werden. Da knallte sie mir ihr Lacktäschchen ins Gesicht. Sie hatte ein Gesicht wie eine Wahnsinnige, sie war total entstellt vor Hass und Wut. Ich habe nicht zurückgeschlagen, nur gesagt, dass ihr Verhalten in die Kette der Tierausbeutung passt. Sie würde wohl sogar selber einem Nerz den Kopf umdrehen können oder einen Polarfuchs todknüppeln. Da hat sie mir das Täschchen noch auf den Kopf gehauen. Da hat sich ein junger Mann eingeklinkt, ging dazwischen und sagte zu der Noblesse: was sie da tun ist nicht nobel, es ist niederträchtig und billig und es passt zum blutigen Pelzmantel. Es war totenstill danach. An der nächsten Haltestelle ist sie ausgestiegen (ich denke sie hätte noch nicht aussteigen wollen). Und ich fuhr eine Haltestelle weiter und habe erst da bemerkt, dass ich an einem ganz falschen Ort war. Noch heute nach einer Woche habe ich an der Wange einen roten Fleck - ich bin stolz darauf. Und was sagte mein Freund, als ich heimkam und er sah, dass ich eine Blessur hatte? Er sagte: mein liebes Herzchen was hast Du daraus gelernt? Ich fragte zurück: gelernt? Ich studierte lange und antwortete, dass ich nun mit ganzer Gewissheit weiss, dass noble Damen sehr primitiv sein können. Er ist fast in Ohnmacht gefallen, er dachte ich hätte gelernt, etwas vorsichtiger zu sein. So isch's Läbe.
M


13. Dezember 2001

Alptrume
Gestern habe ich die neuen Vgt-Nachrichten sowie die französische Version ACUSA-News gelesen und mir dadurch eine schlaflose Nacht eingehandelt. Es ist kaum zu glauben, was man da an Bildern zu sehen bekommt. Mir sind eine Unmenge von Fragen durch den Kopf gegangen angesichts dieser schrecklichen Bilder.
1. Warum unternimmt der zuständige Kantonstierarzt nichts gegen solch grausame Tierquälereien? Müsste er nicht von Amtes wegen handeln? Jeder"Nichttierarzt" sieht doch, dass diese Tiere nicht artgerecht gehalten werden.
2. Warum dürfen diese sogenannten Tierhalter ungestraft so gegen das Tierschutzgesetz verstossen und Erwin Kessler, der diese Tierleiden schwarz auf weiss beweist, wird zu sage und schreibe 9 Monaten Gefängnis verurteilt. (Siehe Monsterprozess in Bülach)
Betreffend dieses Monsterprozesses stellt sich mir die Fragen, ist denn diese Schächtmetzgerei, die es in der Schweiz überhaupt nicht geben dürfte, auch bestraft und verurteilt worden? Denn Schächten ist in der Schweiz verboten und eindeutig zu verurteilen. Alle die sich auch betroffen fühlen, frage ich: WIE BITTE IST SO ETWAS MÖGLICH? Habt IHR gut geschlafen?
G.N.


13. Dezember 2001

Ich habe Ihre VgT-Nachrichten in meinem Briefkasten gefunden. Es tut weh, mitanzusehen, was Menschen den Tieren antun. Meine Eltern waren Bauern und ich erinnere mich gut, dass ich es verabscheute, wenn Metzgete war, und wäre an diesem Tag am liebsten weit weg gelaufen. Ich mochte es auch nicht, Fleisch zu essen, doch ich habe mich dem Druck widerwillig gefügt. Mit zunehmendem Alter fand ich dann nichts mehr daran Fleisch zu essen. Ich gewöhnte mich daran, bis ab dem 45-50-igsten Altersjahr der Widerwille gegen das Fleischessen wieder zum Vorschein kam. Heute esse ich kein Fleisch mehr und ich fühle mich sehr wohl. Ich möchte Ihnen einige Beobachtungen mitteilen, welche ich an mir selbst gemacht habe. Vielleicht können Sie sie in Gesprächen mit anderen Menschen verwenden, um sie auch zum Verzicht auf das Fleischessen zu bewegen. Mir ist aufgefallen, dass ich beim Betrachten der Bilder vom Schächten Schmerz in mir gespürt habe, doch es war mir möglich, die Bilder anzuschauen. Früher wäre ich beim Anblick der Bilder zusammengezuckt, hätte ich mich davor geekelt und ich hätte das Magazin sofort weggeworfen. Ich bin überzeugt davon, dass das mir heute möglich ist, weil ich kein Fleisch mehr esse. Und dann gibt es da noch einen anderen wichtigen Zusammenhang, von dem es wichtig ist, dass er unter den Menschen bekannt wird. Dem Japaner Masaru Emoto ist es in mehrjähriger Forschungsarbeit gelungen, die Auswirkungen von Gedanken, Gefühlen, Musik, Naturereignissen (zB Erdbeben) auf das Wasser fotografisch sichtbar zu machen. Einen Teil der Bilder ist im Buch The Message from Water zu sehen. Da sieht man, das Heavy-Metal-Musik die Wasserstruktur total zerstört, während z.B. Musik von Bach wunderbare Kristalle wachsen lässt. Das Wasser speichert also alle energetischen Vorgänge wie Musik, Gefühle, Gedanken usw, wie ein Tonband es mit Musik in anderer Form auch tut, und Herrn Emoto ist es eben gelungen, dies sichtbar zu machen.
Soviel ich weiss besteht Fleisch zu ca. 70% aus Wasser. Und nun können Sie sich aufgrund der Entdeckungen von Herrn Emoto selbst ein Bild davon machen, welche Gefühlsinformationen im Wasser des Fleischs eines Tieres gespeichert sind, das auf so qualvolle Weise gestorben ist. Der Mensch, der dieses Fleisch ist, übernimmt mit der Wasser-Information alle Todesqualen und Ängste des Tieres. Dieser Mensch wird aufgrund der im Wasser enthaltenen Informationen zwangsläufig selbst von Ängsten, Aggressionen usw. gequält, da er ja über das Wasser im Fleisch die Schwingungen dieser Gefühle laufend zu sich nimmt. Er kann das, wie es üblicherweise geschieht, eine gewisse Zeit verdrängen, aber spätestens beim Erleben des eigenen Todes wird er unweigerlich mit den in ihm gespeicherten Informationen konfrontiert. Dies ist auch der Grund, warum ich mich heute viel wohler fühle, denn ich nehme ja nun keine Todesangst-Informationen über das Wasser im Fleisch zu mir. Ich bin mir sicher, dass das Wissen um diese Zusammenhänge einige Menschen dazu bringen wird, vor dem eigenen Tod auf schönere Musik (= schönere Informationen) umzuschalten und auf das Essen von Fleisch zu verzichten.
Zum Schluss noch eine interessante Beobachtung über die Kristalle des Wassers vom Brunnen vor dem Kloster Einsiedeln, dessen Tierhaltung auch nicht ber allen Zweifel erhaben ist, wie ich Ihrer Internetseite entnommen habe. An einem Vortrag von Herrn Emoto in Luzern wurde auch ein Wasser-Bild des Klosterbrunnens von Einsiedeln gezeigt und es war wider erwarten das Bild eines energiearmen Wassers. Das Wasser dort scheint auch keine Freude zu haben, sonst würde es das in seinen Energien ausdrücken.
Roland Walter


14. Dezember 2001

ich schäme mich schweizer zu sein. diese aussagen und morddrohungen auf dem beantworter gegen herr kessler zeigt das niveau dieser bauern und züchter. gegen dummheit ist leider kein schinckli gewachsen, denn es ist eine unheilbare krankheit. als ehemaliger spitzensportler hab ich mich schon längst vom fleischfresser zum vegetarier umgewöhnt, und auch tolle leistungen erreicht, dank fleischloser ernährung. lieber herr kessler, lassen sie sich von solch unzivilisierten neandertalern nicht einschüchtern und machen sie weiter so. danke
Martin Cadonau


14. Dezember 2001

Zur Verurteilung von Erwin Kessler.
Die Wahrheit zu ertragen wird immer mühsamer. Das Leid der Tiere in den Schlachthöfen wird ausgeblendet, die Qual, die Angst und die Schreie der Versuchstiere geschieht hinter Betonmauern. Die tägliche Folter der Nutztiere wird verdrängt, auf dass munter Fleisch der gequälten Tiere verspeist werden kann. Das langsame, qualvolle Sterben der Schächttiere sieht nur der Schächter. Die Schweine auf Beton und ohne Stroheinstreu in dunklen, feuchten Ställen geben uns Schinken, das enthornte, neustens mit riesigen gelben Ohrplaketten versehene Rindvieh, vielerorts in mittelalterlichen Ställen gehalten, ist zu Fleischmaschinen degradiert.
Die nackten, federlosen, gestressten, schnabelcoupierten Hennen ohne Auslauf legen nach wie vor Eier zu unserem Eierverschleiss, die Hähne werden schon beim Schlüpfen vermust oder vergast, denn sie sind ja wertlos. Hin und wieder kann ein Güggel überleben - für einen Vorzeigehühnerhof. Die Kaninchen in ihren viel zu engen Gefängnissen vegetieren für einen Sonntagsbraten dem Schlachten entgegen, und dann noch fürs Fellspenden. Den Gänsen und Enten stopft man unter grässlichen Qualen die Leber, zu unserem Essvergüngen. Die Schafe werden quer durch Europa gekarrt, zum Schächten in islamische Länder. Eine mehrtägige Reise ohne Wasser und Futter. Hat dies die Schöpfung so gewollt? Hat das Gott so gewollt? Komm bald wieder, Erwin, und hilf den Tieren!
Folge Deinem Stern. Denn wer einem Stern folgt, kehrt nicht zurück (Leonardo). Wir stehen an Deiner Seite!
Ein VgT-Mitglied: R.B.


15. Dezember 2001

Bemerkungen auf Spenden-Einzahlungsscheinen:
- Keep on fighting! www.antix.ch
- Weiter so, bravo! T. Stämpfli


18. Dezember 2001

Antwort auf die Frage an die Schächtjuden:

Da Sie vermutlich keine Antwort von dem angesprochenen Personenkreis erhalten werden, hier meine Antwort: Nach dem Talmud dürfen Juden mehr als Nichtjuden. Die bekannten Zitate aus dem Talmud belegen dies:
"Wer die Scharen der Nichtjuden sieht, spreche: Beschämt ist Eure Mutter, zu Schande, die euch geboren hat."
"Wer die Gräber der Nichtjuden sieht, spreche: Beschämt ist eure Mutter, zu Schanden, die euch geboren hat."
"Weshalb sind die Nichtjuden schmutzig? Weil sie Ekel und Kriechtiere essen."
"Wenn ein Nichtjude oder ein Sklave einer Israelitin beiwohnt, so ist das Kind ein Hurenkind."
"Unter Hure sind nur die Proselytin (die Nichtjüdin), die freigelassene Sklavin und die in Unzucht Beschlafene zu verstehen."
"Der Samen der Nichtjuden ist ein Viehsamen."
"Wenn der Ochse eines Israeliten den Ochsen eines Nichtjuden niedergestossen hat, so ist er ersatzfrei."
"Die Beraubung eines Bruders (Israeliten) ist nicht erlaubt, die Beraubung eines Nichtjuden ist erlaubt..."
"Die Güter der Nichtjuden gleichen der Wüste, sind wie ein herrenloses Gut und jeder, der zuerst von ihnen Besitz nimmt, erwirbt sie."
"Es wird bezüglich des Raubes gelehrt: Diebstahl, Raub und Raub einer schönen Frau und desgleichen ist einem Nichtjuden gegenüber einem Nichjuden und einem Nichtjuden gegenüber einem Israeliten verboten, und einem Israeliten gegenüber einem Nichtjuden erlaubt. Das Blutvergiessen ist einem Nichtjuden gegenüber einem Nichtjuden und einem Nichtjuden gegenüber einem Israeliten verboten und einem Israeliten gegenüber einem Nichtjuden erlaubt."
"Der Beischlaf der Fremden (Nichtjuden) ist wie Beischlaf der Viecher."


Das ist die Antwort auf Ihre Frage. Aber beschuldige mich jetzt bitte keiner des Antisemitismus! Denn für mich sind alle Menschen gleich, gleichgültig welcher Herkunft und welcher Rasse. Und ich versichere, obwohl ich den Talmud selbst für rassistisch halte, werde ich mich immer für Juden oder andere Minderheiten und ihre Rechte einsetzen, solange keine anderen Menschen oder Tiere auf der Strecke bleiben. Genau so wie ich jetzt für Dr. Kessler Partei ergreife, der sich gegen Tierquälerei einsetzt und in meinen Augen bösartig als Antisemit verunglimpft wird, weil einige Leute nicht vom Gaumenkitzel Fleisch lassen möchten. Ich verurteile aufs Schärfste alle rechtsradikalen Bestrebungen, die sich gegen jüdische oder andere Mitbürger wenden. Aber das, was Scähcht-Moslems, Schächt-Juden und Schlacht-Christen den Tieren antun, werde ich nicht, niemals akzeptieren. Ich verurteile den alltäglichen Terror und Krieg gegen unsere Mitgeschöpfe: die Tiere! Dazu ein Zitat von Leonardo da Vinci (1452-1519) dem ital. Universalgenie: "Wahrlich ist der Mensch der König aller Tiere, denn seine Grausamkeit übertrifft die ihrige. Wir leben vom Tode anderer. Wir sind wandelnde Grabstätten! Es wird ein Tag kommen, an dem die Menschen über die Tötung eines Tieres genauso urteilen werden, wie sie heute die eines Menschen beurteilen. Es wird die Zeit kommen, in welcher wir das Essen von Tieren ebenso verurteilen, wie wir heute das Essen von unseresgleichen, die Menschenfresserei, verurteilen. Ich habe schon in jüngsten Jahren dem Essen von Fleisch abgeschworen, und die Zeit wird kommen, da die Menschen wie ich die Tiermörder mit gleichen Augen betrachten werden wie jetzt die Menschenmörder."
Dr med E Henrich


19. Dezember 2001

Ich war kürzlich auf ihrer Homepage und hab mich ein bisschen umgeschaut und unter anderem auch ihren - muss ich sagen - sehr eindrücklichen Telefonbeantworter abgehört. Zuerst möchte ich ihnen sagen, dass ich (bin da nicht alleine) ihr Tun sehr bewundere, da ich selber nicht die Courage und den nötigen Enthusiasmus hätte, um so was durchzuführen. Beängstigend und total niveaulos finde ich die Reaktionen der Betroffen, aber da muss ich ja nicht viel dazu sagen! Auf jeden Fall möchte ich sie dazu ermuntern weiter zu machen. Leute wie sie braucht es auf dieser Welt!
Danke
Michael P


19. Dezember 2001

Zum wiederholten Mal werden wir mit Ihren VgT-Nachrichten beglückt, ohne diese in irgendeiner Form bestellt zu haben. Auch weist ein Kleber an unserem Briefkasten darauf hin, dass Werbung und Gratiszeitschriften nicht erwünscht sind. Ich bitte Sie, dies in Zukunft bei der Verteilung ihrer Schmähschriften zu berücksichtigen. In der Hoffnung, mich genügend klar ausgedrückt zu haben, verbleibe ich.
Markus Moos, Alpsteinstr. 21 a, 9100 Herisau

Antwort:
Es gibt nur zwei für Post und Verteildienste offizielle Kategorien: "Alle Post" (Normalfall) oder "Keine Werbung". Unsere Zeitschrift enthält keine Werbung. Ihr Sonderwunsch "Keine Gratiszeitungen" kann technisch nicht berücksichtigt werden. Angesichts dessen, dass Sie offenbar schreckliches Tierleid geistig und seelisch nicht erfassen können, liegt Ihr Problem vermutlich anderswo, nicht beim Briefkasten. Für solche Probleme sind wir nicht zuständig. VgT


19. Dezember 2001

Justiz-Skandal in Bananen-Republik
Was in der Schweizerjustiz abgeht, ist mit Worten nicht mehr zu erklären. Da wagen es gewisse Richter, einen mit Herzblut kämpfenden Tierschützer zu verurteilen, nur weil er sich - anstelle der im Grunde dafür bezahlten Behörden - für die Rechte der wehrlosen Tiere einsetzt. Das barbarische Schächten ist in der Schweiz seit 1893 verboten. Trotzdem wird es, besonders in türkischen Metzgereien, kaltschnäuzig praktiziert. Bei Klagen, die eingereicht werden, verlangen die entsprechenden Behörden stets Beweise. Wie kann man beweisen, dass in einer Metzgerei geschächtet wird? Natürlich nur, indem man eine versteckte Kamera installiert und die Täter so überführen kann. Was aber geschieht in unserem ach so gerechten Staat Schweiz? Der grausame
Schächter, der den Tieren unheimliche Schmerzen zufügt und sie enormen Ängsten und Stress aussetzt, kommt ungeschoren davon und macht lachend weiter, im Wissen, von den Behörden geschützt zu werden! Der Tierschützer, der den Tatbestand mittels Videoaufnahmen beweisen kann, wird aber vom Gericht wegen Verletzung der "Privatspähre" verurteilt! Welch Widersinn! Der Bundesrat erklärt bei jeder Gelegenheit, dass ihm das Wohl der Tiere am Herzen liegt! Im gleichen Atemzug will er das Schächtverbot in der Schweiz aufheben! Welche Verlogenheit. Es ist zu hoffen, dass sich Tierschützer Dr. Erwin Kessler von solchen Ungerechtigkeiten von Seiten des Staates nicht einschüchtern lässt, und dass das Schweizervolk sich endlich besinnt und solche verlogenen Politiker nicht mehr wählt! Denn wir Schweizer wollen ja einen Rechtsstaat und nicht die Willkürjustiz einer Bananenrepublik, oder?
Familie Gerritsen-Schäpfer, Winikon + Frau R. Gloor, Seon

Anmerkung:
Warum wohl darf das Volk den Bundesrat nicht wählen in dieser feinen Demokratie?


20.  Dezember 2001

Ich sass im Zug von Zürich nach Bülach. Er hält ein paar Minuten in Oerlikon. Auf dem Bahnsteig stand eine bepelzte Dame (mit einem Hundchen an der Leine). Sie hatte einen jungen Herrn dabei und beide waren lachend in ein Gespräch vertieft. Ich klopfte wild an die Scheibe, bis sie zu mir hinsahen. Dann hielt ich mein Schildchen mit dem grossen "Pfui-Pelz!" an die Scheibe.

pfui-pelz.gif (5337 Byte)
erhältlich im VgT-shop


Die sahen mich an als könnten sie nicht glauben, was sie da sehen! Die Dame machte grosse Augen, fluchte etwas und streckte mir die Zunge heraus. Ihr Begleiter las das Schild, sah sich um – sah die Pelzdame von oben bis unten an und sagte keinen Ton. Er hat wohl erst in diesem Moment gemerkt, dass sie einen echten schwarzglänzenden Pelzmantel trug. Die Dame und ihr Begleiter haben sich dann umgedreht, nicht mehr zu mir hingesehen. Sie stand jedoch genau vor meinem Fenster und ich hielt immer noch das Schild "Pfui Pelz" an die Scheibe, wie eine Antireklame! Sie hat nicht einmal gemerkt, dass alle Leute auf dem Bahnsteig glotzten und hämisch lachten.....
M


21. Dezember 2001

In der Pendlerzeitung Metropol behauptete heute ein deutscher Jude, das Schächtverbot sei aus antisemitischen Gründen eingeführt worden.
Schächten ist tierverachtend! Egal unter welcher religiösen Flagge die Scähchtpraxis betrieben wird, es lässt sich nun mal nicht ableugnen, dass das Schächten eine tierquälerische Prozedur ist. Daran ändert auch das laute Geschrei "Antisemitismus" von Joel Rutsch nichts! Der Vorwurf, die Schächtgegner seien antisemitisch, ist eine verleumderische, niederträchtige und unzutreffende Schutzbehauptung. Diese "alte Platte" mag ich nicht mehr hören - lasst Euch ein anderer Spruch einfallen...
Wenn die Menschen schon nicht auf eine vegetarische Ernährung umstellen wollen, sollen sie verdammt nochmal zumindest für eine artgerechte Haltung und eine schmerz- und angstlose Schlachtung besorgt sein!!!
R, Bülach


21. Dezember 2001

Heute rief ein Mann an, der soeben in den VgT-Nachrichten über das Schächten gelesen hatte. Er war schockiert, stammelte erregt etwas und endete - von Weinen unterbrochen - damit: Vielleicht geht es den Juden deswegen so schlecht...


23. Dezember 2001

Sehr geehrter Herr Kessler. Ich möchte Ihnen ganz einfach danken. Danken für Ihren grossen persönlichen Einsatz für unsere Tiere. Ich bin so froh, dass es Sie und Ihresgleichen gibt. Ich versuche immer, in meinem persönlichen Umfeld eine Lanze für die Tiere zu brechen. Ich und auch meine Frau und meine Tochter wünschen Ihnen viel viel Mut und Ausdauer. Wir stehen hinter Ihnen und
Ihrer Sache.  Ihnen und allen Tierfreunden wünschen wir schöne Festtage und ein gutes, im Kampf für
unsere Tiere erfolgreiches neues Jahr.
Kurt Sch, Niederbipp


24. Dezember 2001

Heut hat uns die folgende etwas unkonventionelle "Weihnachtsbotschaft" erreicht. Wir empfehlen unseren italienischen Freunden, diese heimlich dem Papst für sein Urbi et Orbi unterzuschieben:

Das tierquälerische Schächten (Schächten =Kehle durchschneiden bei vollem Bewusstsein und ausbluten lassen!) muss verboten bleiben. Diese "alte Platte", das "Jammerlied Antisemitismus" habe ich wirklich satt. Wie lange wollen die Tierquäler, genauer gesagt die Schächtbefrworter, noch mit der blöden Phrase kommen, die Ablehnung der Aufhebung des Schächtverbotes sei antisemitisch wie unser über 100-jähriges Gesetz es sei? Es ist für mich eine nationale Katastrophe, dass die Schweizerische Obrigkeit (Bundesrat und etliche Parteien) sich auf jüdischen und moslemischen Druck hin erpressen lassen und die Frechheit besitzt, eine Revision des Tierschutzgesetzes für die Wiederzulassung dieser mörderischen, brutalen Prozedur zu missbrauchen. Sogar die Schweizerische Bischofskonferenz (Christen!!!) missbraucht ihre konfessionelle Stellung für eine heuchlerische Verharmlosung...
Zur allgemeinen Orientierung können die Mutigen unter uns auf der homepage des Verein gegen Tierfabriken eine gekürzte Version des Schächtens herunterladen. Wer kein Internetzugang hat, empfehle ich die Videokassette über das jüdische Schächten in England, welches ebenfalls beim VgT bezogen werden kann. Geographisch gesehen spielt es nämlich absolut
keine Rolle, in welchem Erdteil geschächtet und ob diese Tortur von Juden oder Moslems betrieben wird. In Todesangst und unter höllischen Qualen krepieren all diejenigen Tiere, welche dieses Gemetzel über sich ergehen lassen müssen. Niemand, der das Schächten auch nur auf Video gesehen hat, kann im Ernst behaupten, dass diese barbarische Tierquälerei mit unserem
Tierschutzgesetz vereinbar sei. Wenn sich aus tierschützerischer Sicht gesehen nur Idioten zur Wahl stellen, kann man allerdings auch nur solche wählen.
Treten Sie aus der Kirche aus und berweisen Sie Ihre Kirchensteuer dem VgT für das Schächt-Referendum. Lassen Sie sich von dieser gemeinen Schächt-Provokation, dem hirnschwammigen "Gefasel" (Religionsfreiheit und Antisemitismus) der Obrigkeit, nicht beeindrucken!
RF


25. Dezember 2001

"Köppel Naturtextilien" und Angora-Kaninchen-Quälerei:

Vielen Dank für Ihre Veröffentlichung! Lassen Sie sich nicht beirren. Es ist "unmöglich", dass eine Naturtextilfirma wie Köppel solche "Produktionsmethoden" fördert, und dies muss eben bekannt gemacht werden.
MfG
Arualalea

Folgendes dazu  findet sich auf der VgT-website:


25. Dezember 2001

Als „zivilisierte Menschen“ haben mein Sohn und ich am Weihnachtstag auf einen Artikel in der Neuen Mittelland Zeitung Solothurn Bern Langental hin einen Leserbrief gestartet, der sich vehement gegen die Aufhebung des Schächtverbotes wendet. Wir haben Ihre Internetseiten und die darin gezeigten Verbrechen und Greueltaten an Tieren gesehen und gelesen. Es hat uns zutiefst beeindruckt und bestärkt uns nur im Kampf gegen die Aufhebung des Schächtverbots. Ich selber bin schon seit einiger Zeit Mitglied beim VgT. Mein Sohn, welcher bei der Kripo Solothurn arbeitet, ist ebenfalls überzeugter Tierschützer und kämpft wie ich gegen die Ignoranz unserer Gesellschaft gegenüber den verursachten Leiden an den Tieren. In Ihrem Kampf sind Sie nicht alleine. Wir wissen von Ihrer strafrechtlichen Verfolgung, die wir keinesfalls tolerieren können. Kämpfen wir unbeirrt gemeinsam weiter gegen die Brutalität gegen die Tierwelt!
Wir wünschen Ihnen trotz allem frohe Festtage und ein glückliches neues Jahr.
H + H


26. Dezember 2001

Aus einem von der Neuen Luzerner Zeitung nicht veröffentlichten Leserbrief, von dem wir freundlicherweise eine Kopie erhalten haben:

Die Guillotine ist eine menschenverachtende Mordmaschine. Das Schächten ist mit dem mechanischen Unterwerfungsprozess des Opfers ein Tötungsritual, wie es sich die Tiergattung Mensch nicht bestialischer ausdenken kann. Wer Schächten befürwortet, möge wenigstens die Guillotine bevorzugen, sie tötet schneller. Schächten kann nur noch mit der Denkweise vorzeitiger Menschheitsentwicklung erklärt werden. Sind wir schon so weit erpressbar, dass wir unsere eigene Kultur rechtfertigen müssen?
Dr Albert Gasser und Manuela Stein


27. Dezember 2001

Ich suche gleichaltrige TierschützerInnen etwa im Alter zwischen 14 und 17. Ihr könnt auch älter sein, macht nix. Ich brauche euch, damit wir gemeinsam für den VgT etwas tun können, Tierquäler beobachten oder Informationsbroschren verteilen, Unterschrieften sammeln, aufklären etc. Hast du intresse? Dann melde dich bei M.Niederdorfer@bluemail.ch
Ich heisse Michael, bin 16 Jahre alt und komme aus 5033 Buchs AG.
Ich finde Schächten als Glaubensfreiheit abzustempeln ist vlölig daneben! Ich finde das Schächten, wie bestimmt viele andere Tierfreunde und Tierschützer, eines der schlimmsten VERBRECHEN, die es überhaupt gibt. Solche Tierquäler gehören hinter Gitter geschlossen! Wie können Sie nur, Frau Dreifuss, das Schächten als Glaubensfreiheit bezeichnen?! Kein Lebewesen, ob gross oder klein, hat das Recht, einen anderen zu quälen! Auch Tiere empfinden Schmerzen! Und an die Juden: Sucht euch doch eine andere Freizeitbeschäftigung, als Tiere zu quälen und zu töten! Wie würdet ihr das empfinden, wenn man euch die Kehle bei lebendigem Leibe durchschlitzen würde?!


29. Dezember 2001

Import von Schächtfleisch verbieten

Ihrer aktuellen Stellungnahme stimme ich zu, dass Tierquälereien wie das Schächten nichts damit zu tun hat, ob sie von einer Minderheit oder Mehrheit verübt wird. Es geht darum, dass Menschen unter dem Deckmantel der Religion unschuldige Mitgeschöpfe für Ihre Gaumenfreuden grausam quälen wollen. Da die Tiere beim Schächten im Ausland aber einen genauso grausamen Todeskampf erleiden wie beim Durchschneiden der Kehle in der Schweiz, sei die Frage gestellt, ob es nicht konsequent und richtig wäre, zusammen mit der Forderung nach einem Beibehalten des Schächtverbotes auch ein Einfuhrverbot für Schächtfleisch zu fordern. Denn unter dem Tierschutzaspekt ist es gleichgültig, ob ein Tier innerhalb oder ausserhalb der Schweiz leidet. Es kann doch nicht sein, dass man nur die einheimischen Tiere vor Grausamkeiten beschützen möchte, aber durch die Einfuhr von Schächtfleisch woanders die Tierquälerei fördert!? Da die Bevölkerung jetzt auf die Schächtgrausamkeiten sensibilisiert ist, sollte man die Chance nutzen, ein Importverbot zu fordern. Zu anderen Zeiten hätte eine solche Forderung gar keine Chance.
E.W. Henrich

Wir haben in unserer Stellungnahme zur Revision des Tierschutzgesetzes (mit Aufhebung des Schächtverbotes) bereits eine Volksinitiative für ein Importverbot angekündigt. EK


Fortsetzung Forum

Forum Jahres-Übersicht

Startseite VgT